Real-"Zirkus" öffnet mit viel Schweiß und Paparazzi

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Das neue "galaktische" Team von Real Madrid im Trainingslager in Irland.

Dublin- Manege frei für Cristiano Ronaldo und Co. Das neue "Galaktiker"-Ensemble von Real Madrid eröffnet die Saison mit einem Trainingslager in Irland - und wurde in Dublin seinem Stande gemäß empfangen.

Alle seien sehr aufgeregt, räumte der Sprecher des Dubliner Fußball-Clubs Shamrock Rovers ein, des ersten Testgegners der Spanier. "Es ist, als ob der Zirkus in die Stadt kommt", zog John Byrne im "Belfast Telegraph" einen naheliegenden Vergleich.

Für das Testspiel am nächsten Montag wurde das Tallaght-Stadion, in das eigentlich nur 3000 Zuschauer passen, auf über 10 000 Plätze ausgebaut. Der in Dublin lebende Pole Jarek Cienkusz wartete im Flughafen vergeblich auf die Superstars, die durch einen VIP-Ausgang entschwanden. Der 29-Jährige freut sich aber auf Montag. "Habe bei ebay 250 Euro für zwei Tickets bezahlt", sagte er irischen Medien.

Die Ruhe, die sich die Real-Oberen und Coach Manuel Pellegrini fern der brodelnden Heimat erhofft haben, werden die Real-Spieler in Dublin nicht finden. Das Leibwächter-Team zum Schutz der 93-Millionen-Euro-Neuerwerbung Cristiano Ronaldo sei im Luxushotel Carton House um zwei auf sechs Mann verstärkt worden, berichtete die Sportzeitung "El Mundo Deportivo" am Mittwoch in der Onlineausgabe. 20 TV-Kameras und 18 Fotografen hätten vor allem den portugiesischen Stürmer während der ersten Trainingseinheiten am Dienstag auf Schritt und Tritt verfolgt, hieß es.

Von einem "informativen Erdbeben" in Irland berichtete das Blatt "Correo Gallego", das Ronaldo gleich zum "König" von Dublin machte. Fotos des Spielers prangten nicht nur auf Sport-, sondern auch auf Titelseiten. Hunderte von Fans gehen inmitten der Sportjournalisten und Paparazzi ebenso geduldig wie begeistert auf Autogrammjagd. Aber nicht alle rollen auf der grünen Insel den roten Teppich aus. "Das größte Ego der Welt" sei in Dublin gelandet, meinte etwa giftig die "Irish Independent".

Schweiß vergießen in Dublin allerdings nicht Paparazzi, Autogrammjäger und Leibwächter. Der Chilene Pellegrini lässt seine 30 Spieler um Ronaldo, Karim Benzema , Ruud van Nistelrooy und Wesley Sneijder (der Brasilianer Kaká und der Spanier Albiol fehlen noch wegen ihrer Teilnahme am Confederations-Cup) bei äußerst kühlem und feuchtem Wetter dreimal am Tag zum Training antreten. Der Wecker klingelt bereits um 6:45. Die spanischen Medien staunen. Das alles habe es bei den "Königlichen" noch nie gegeben. "Real will halt die beste Mannschaft der Welt haben", erklärt Routinier Raúl.

Von Emilio Rappold, dpa

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