Ronaldo lässt die Kasse klingeln

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Der Neu-Madrilene ließ sich am Montagabend feiern.

Madrid - Beim Anblick der imposanten Kulisse bekam selbst Cristiano Ronaldo weiche Knie.

Als der 24-jährige Fußballstar bei seiner offiziellen Vorstellung in Real Madrids Bernabéu-Stadion von rund 80 000 Fans umjubelt wurde, war er so ergriffen, dass er zunächst nach Worten rang und ihm die Tränen in die Augen schossen. “Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden“, sagte er schließlich. Als er die Fans dann aufforderte, mit ihm Reals Schlachtruf “Hala, Madrid“ (Vorwärts, Madrid) einzustimmen, hatte der teuerste Kicker der Welt das Publikum schon in seiner Tasche.

Seinem neuen Club bescherte der Portugiese zugleich den ersten Rekord: Nie zuvor hatte ein Fußballer bei seiner Präsentation so viele Menschen versammelt. Die Bestmarke hielt bisher der Argentinier Diego Armando Maradona, der 1984 von etwa 70 000 Fans beim SSC Neapel begrüßt worden war. Allerdings mussten die Tifosi damals Eintritt bezahlen, die Vorstellung Ronaldos bei den “Königlichen“ war frei. Zudem lässt der Flügelflitzer aus Madeira bei Real bereits die Kassen klingeln: Mehr als 5000 Trikots mit der Rückennummer “9“ wurden nach Medienberichten vom Dienstag schon verkauft - à 80 Euro das Stück.

Auch dies ist für Real ein Grund, die astronomischen Summen des “Jahrhunderttransfers“ zu verteidigen: Der Weltfußballer des Jahres 2008 kostete 94 Millionen Euro, verdient in den kommenden sechs Jahren 13 Millionen Euro netto pro Saison und soll mit einer Ablösesumme von angeblich einer Milliarde Euro vor einkaufslustigen Ölscheichs geschützt werden. Die Clubführung und auch der Ausrüster adidas hoffen, dass Ronaldo an die Zahlen David Beckhams herankommt, der in seiner ersten Saison beim spanischen Rekordmeister satte 300 000 Trikots verkaufte und allein damit schon für Millioneneinnahmen sorgte.

“Mit Cristiano Ronaldo ist einer jener auserwählten Fußballer zu Real Madrid gekommen, der die Fans in aller Welt zu begeistern vermag“, sagte Vereinsboss Florentino Pérez. “Die Fans werden Dir alles geben. Sie werden Dir aber auch alles abverlangen“, warnte er in Richtung des 24-Jährigen, der auf einem grünen Podest von den neun Europapokal-Trophäen des Clubs und den Fußballlegenden Eusébio und Alfredo di Stéfano flankiert wurde. Letzterer spielte bei Real einst ebenfalls mit der “9“. Ronaldo hatte sich wie zuvor bei Manchester United eigentlich die “7“ gewünscht, die auch so schön zu seiner Modemarke “CR7“ passt. Doch diese Rückennummer gehört Kapitän Raúl.

So wird Ronaldo bei den “Königlichen“ fortan als “CR9“ abgekürzt. Dass er noch einiges über seinen neuen Verein lernen muss, bewies er bei seiner ersten Pressekonferenz. Als er nach Madrids Cibeles- Brunnen gefragt wurde, musste er passen. “Ach ja, da möchte ich auch hin“, sagte er, nachdem ihm jemand zugeflüstert hatte, dass Spieler und Fans dort traditionsgemäß jeden neuen Real-Titel feiern. Zunächst wird aber mit Spannung Ronaldos Debüt erwartet. Dieses ist für den 26. Juli beim sogenannten Peace Cup im Bernabéu-Stadion geplant.


Cristiano Ronaldo: Der 94-Millionen-Mann ist da!

Cristiano Ronaldo ist am Montag in Madrid angekommen. © AP
Cristiano Ronaldo in Madrid
Dort unterzeichnete der Portugiese einen Sechsjahres-Vertrag, der ihm 13 Millionen Euro per Annum einbringen wird. © dpa
Cristiano Ronaldo in Madrid
94 Millionen Euro ließen sich die „Königlichen“ den Offensivmann kosten. © dpa
Cristiano Ronaldo in Madrid
Real-Mediziner Carlos J. Diez begrüßt seinen teuersten Schützling. © dpa
Cristiano Ronaldo in Madrid
Auf die Waage bitte, Herr Ronaldo! © AP
Cristiano Ronaldo in Madrid
Test bestanden. Dem großen Triumphzug steht nichts mehr im Wege. © dpa
Cristiano Ronaldo in Madrid
Der ist für den Abend angesetzt - dann ist die offizielle Vorstellung geplant, auf die alle Fans hinfiebern. © dpa
Cristiano Ronaldo in Madrid
80.000 Euro wollen ihren neuen Star begrüßen. © dpa
Bereits am späten Nachmittag war das Estadio Santiago Bernabeu proppenvoll. © AP
Die Fans konnten die Ankunft ihres neuen Superstars kaum erwarten. © AP
Klar, dass Ronaldo... © AP
... sehr viele weibliche Fans hat. © AP
Euphorie pur im Estadio Santiago Bernabeu in Madrid. © AP
Aber auch die männlichen Real-Fans fahren voll auf den Portugiesen ab. © AP
Zum Brotbacken wurde Ronaldo nicht verpflichtet - er soll zaubern und Tore schießen im Star-Ensemble des spanischen Rekordmeisters. © AP
Die Real-Fans teilen nicht nur die Begeisterung für Ronaldo, sondern auch das Brot. © AP
„Ronaldo-Mania en Madrid!“ So titeln die Gazzetten in Spanien. © AP
Die Erwartungshaltung an den Weltfußballer 2008 ist immens. © AP
Das zeigt auch dieses Transparent: “Ronaldo, bei dem was Du verdienst, wirst Du Gras fressen müssen“, steht dort ungefähr geschrieben. © AP
Da ist er: Ronaldo präsentiert sich erstmals im Real-Trikot. © 
Die Temperaturen in Madrid scheinen sehr hoch zu sein, wie sonst erklärt sich der Fächer in Ronaldos linker Hand? © AP
Erste technische Kabinettstückchen. © dpa
Den Ball fest im Visier. © AP
Ronaldo in gewohnt selbstbewusster Pose. © AP
Und im Visier der Kameras. © AP
Im Hintergrund ein Bild von Ehrenpräsident und Ex-Spieler Alfredo di Stefano. Auch Ronaldo soll bei Real Geschichte schreiben. © AP
Ein Küsschen aufs Real-Wappen. © AP
Cristiano Ronaldo mal ganz baff angesichts der aufgreihten Pokale von Real Madrid. © AP
Ronaldo
Er kann‘s mit dem Kopf. © Getty
Ronaldo
Und mit dem Fuß. © Getty
Ronaldo
Aber das soll natürlich nur eine erste Kostprobe sein. Mehr will er in den nächsten Wochen zeigen. Viel mehr. © Getty
Ronaldo
Wie ein Model: Cristiano Ronaldo. © Getty
Ronaldo
Madrid bejubelt den Galaktischen. © Getty
Abgang unter großem Jubel. Noch nie wurde ein neuer Spieler bei einem Verein im Vorfeld so frenetisch gefeiert wie Cristiano Ronaldo. © AP

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