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Sie pfeifen, wo Frauen diskriminiert werden: Drei Schiedsrichterinnen schreiben in Katar Geschichte

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Von: Marius Epp

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Bei der WM in Katar werden zum ersten Mal Schiedsrichterinnen Spiele leiten. Stephanie Frappart, Salima Mukansanga und Yoshimi Yamashita pfeifen in Katar.

Doha – Das gab es noch nie: Zum ersten Mal in der WM-Geschichte kommen Schiedsrichterinnen zum Einsatz. Die FIFA nominierte Stephanie Frappart, Salima Mukansanga und Yoshimi Yamashita für die Endrunde der WM 2022 in Katar.

Die Premiere findet ausgerechnet im Golfstaat statt, in dem Frauen massiv diskriminiert werden. In der ersten Turnierwoche kamen sie noch nicht zum Einsatz (Spielplan zur WM 2022). Wer sind die drei Frauen eigentlich?

Drei Schiedsrichterinnen bei der WM: Frappart, Mukansanga und Yamashita sorgen für Novum

Die Französin Stephanie Frappart ist dem europäischen Fußballpublikum mit Abstand am bekanntesten. Die 38-Jährige ist es gewohnt, Geschichte zu schreiben: 2019 leitete sie als erste Frau ein bedeutendes internationales Pflichtspiel, den UEFA Supercup zwischen dem FC Chelsea und dem FC Liverpool. 2020 pfiff sie als erste Schiedsrichterin ein Champions-League-Spiel.

Salima Mukansanga stammt aus Ruanda und sammelte ebenfalls schon Erfahrungen im Männerfußball. Sie ist gelernte Krankenschwester und Hebamme und leitete Anfang des Jahres als erste Frau ein Spiel beim Afrika-Cup. „Ich liebe das Schiedsrichterwesen seit meiner Kindheit“, sagte sie im Interview mit Focus Online. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das erreichen würde.“

Salima Mukansanga, Stephanie Frappart und Yoshimi Yamashita (v. l.) sind bei der WM in Katar dabei.
Salima Mukansanga, Stephanie Frappart und Yoshimi Yamashita (v. l.) sind bei der WM in Katar dabei. © Imago/Frej/v.d. Laage/Montage

WM 2022: Schiedsrichterin Yamashita zwischen Mensch und Maschine

Die Dritte im Bunde der Schiedsrichterinnen ist Yoshimi Yamashita. Die 38-Jährige hat ihre männlichen Kollegen in den Schatten gestellt – sie ist die einzige Unparteiische aus Japan bei der WM. Sie will „die Regeln anwenden wie eine Maschine“ und ihre Entscheidungen „möglichst menschlich kommunizieren“, erklärte sie jüngst.

Neben den drei Hauptschiedsrichterinnen kommen drei weitere Linienrichterinnen zum Einsatz: Neuza Back (Brasilien), Karen Diaz Medina (Mexiko) sowie Kathryn Nesbitt (USA). Der einzige deutsche Schiedsrichter bei der WM ist übrigens Daniel Siebert. (epp)

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