Streik auf Südafrikas WM-Baustellen dauert an

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Streikende Arbeiter vor dem neuen Soccer City Stadium in Johannesburg, wo das Finale der WM ausgetragen werden soll.

Johannesburg - In Südafrika dauert der am Mittwoch begonnene Streik auf zahlreichen Baustellen für die Fußball-Weltmeisterschaft an.

Insgesamt sind durch die Arbeitsniederlegung 35 Projekte lahmgelegt, darunter neben mehreren Stadion-Neubauten auch der Flughafenneubau in Durban sowie die geplante Schnellbahntrasse (Gautrain) zwischen Johannesburgs Flughafen und dem Vorort Sandton. Der Ausstand von rund 70 000 Bauarbeitern war im Rahmen eines Tarifkonflikts ausgerufen worden.

Die Arbeiter - die nach Medienberichten im Schnitt rund 2500 Rand (217 Euro) monatlich verdienen - fordern neben strukturellen Verbesserungen Lohnerhöhungen von 13 Prozent. Die Bauindustrie hat zuletzt 10,4 Prozent geboten, was in etwa der jährlichen Inflation entspricht. Danach legte sie mit einem Angebot von 11,5 Prozent mehr Lohn nach - ein Angebot, über dessen Annahme die Streikenden bis zu diesem Dienstag entscheiden müssen. Viele Gewerkschaftsmitglieder stehen einer Annahme jedoch ablehnend gegenüber.

Der Streik droht den geplanten Übergabetermin der WM-Arenen an den Weltverband FIFA Mitte Dezember zu verzögern. Südafrika modernisiert für die WM fünf Stadien, von denen vier fertiggestellt sind. Bei den fünf WM-Neubauten sind nur die Arbeiten für die Arena in Port Elizabeth beendet. Alle anderen Stadien sind zu 80 bis 85 Prozent fertiggestellt.

In Durban ist auch Afrikas bedeutendster Hafen von dem Streik beeinträchtigt, wo die Erweiterung der Hafeneinfahrt unterbrochen wurde. Auf Reede stauten sich am Montag knapp 30 Schiffe - mehr als doppelt so viele wie zu normalen Tagen.

dpa

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