Erfolg im Old Trafford

Champions League: Paris Saint-Germain fast im Viertelfinale - 19-Jähriger glänzt bei Roma-Sieg

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Presnel Kimpembe feiert sein Tor zum 1:0 von PSG.

Eine Halbzeit lang duellierten sich Manchester United und Paris Saint-Germain auf Augenhöhe. PSG-Trainer Thomas Tuchel wirkte alles andere als zufrieden. Doch nach der Pause schlug sein Star-Ensemble zu - auch ohne die beiden verletzten Topstürmer.

Manchester - Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain haben sich nach einer 45-minütigen Gala-Vorstellung im Old Trafford eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug in das Viertelfinale der Champions League verschafft. Der französische Fußball-Meister entschied am Dienstag das Achtelfinal-Hinspiel bei Manchester United mit 2:0 (0:0) für sich. Presnel Kimpembe (53. Minute) und Kylian Mbappé (60.) erzielten die Treffer für das Star-Ensemble aus der französischen Hauptstadt, das ohne die beiden verletzten Ausnahmestürmer Neymar und Edinson Cavani auskommen musste.

Kurz vor Schluss sah Manchesters entnervter Paul Pogba wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (89.) - was zum am Ende völlig missratenen Abend für den englischen Rekordmeister passte. Nach einer von Taktik und teilweise übertriebener Härte geprägten ersten Hälfte verdiente sich PSG den Sieg dank einer deutlichen Leistungssteigerung und kann im Rückspiel am 6. März im Prinzenpark das Viertelfinal-Ticket lösen.

Im anderen Achtelfinal-Hinspiel setzte sich AS Rom gegen den FC Porto mit 2:1 (0:0) durch. Matchwinner für das Team des früheren Wolfsburger Bundesliga-Profis Edin Dzeko war der 19-jährige Italiener Nicolò Zaniolo mit einem Doppelpack binnen sieben Minuten (70. und 76. Minute). Für den FC Porto traf Adrian Lopez (79.).

Manchester United: Erste Pleite unter Interimstrainer Ole Gunnar Solskjaer

Man United kassierte am Dienstagabend seine erste Niederlage unter Interimstrainer Ole Gunnar Solskjaer, der den glücklosen José Mourinho abgelöst und in der Premier League zuletzt aus elf Spielen zehn Siege geholt hatte. Eine noch höhere Niederlage verhinderte Manchesters Torwart David de Gea, der unter anderem gegen Mbappé (64.) und Angel di Maria (65.) reaktionsschnell parierte.

Nach einer Schweigeminute für den bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen argentinischen Profi Emiliano Sala starteten beide Teams engagiert in die Partie. Man United bestimmte nur in den Anfangsminuten das Geschehen - lautstark unterstützt von den Fans.

Marcus Rashford prüfte aus spitzem Winkel PSG-Torwart Gianluigi Buffon (9.). Auch wenig später ließ sich der 41-Jährige nicht überraschen, als er eine Hereingabe von Paul Pogba abfing (16.).

„Wichtig wird es sein, dass wir gut ins Spiel reinkommen. Wir müssen von Anfang an voll da sein“, hatte Solskjaer vor dem Anpfiff noch im TV-Sender Sky gesagt. Doch die Gäste aus der französischen Hauptstadt übernahmen nach rund 20 Minuten mehr und mehr die Kontrolle. Tuchel gestikulierte wild am Spielfeldrand und forderte mehr Offensivdrang seiner Mannschaft. Den sah der Ex-BVB-Coach bei einer feinen Kombination über Marco Verratti und Julian Draxler, doch Mbappé stand beim Pass des deutschen Nationalspielers im Abseits (28.).

Manchester United gegen Paris Saint-Germain: Fünf Gelbe Karten in der ersten Halbzeit

Der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato zeigte in den ersten 45 Minuten fünf Gelbe Karten, unter anderem gegen die PSG-Profis Draxler (19.) und Juan Bernat (34.) sowie die Manchester-Akteure Pogba (26.) und Ashley Young (30.). Der Kapitän hatte Glück, dass er nach einem heftigen Rempler gegen seinen früheren Mitspieler di Maria nicht Gelb-Rot sah (40.). Der Argentinier musste nach seinem Sturz gegen einen Metallzaun behandelt werden, konnte aber weiterspielen.

Die torchancen-arme erste Hälfte war nach Wiederanpfiff schnell vergessen. Paris erhöhte Tempo und Torgefahr. Einen Kopfball von Mbappé lenkte de Gea reaktionsschnell um den Pfosten (53.), nach dem Eckball war er gegen Kimpembe jedoch machtlos. Auch bei Mbappés Abschluss aus fünf Metern nach feiner Kombination über Kimpembe und Verrati gab es für den spanischen Nationaltorhüter nichts zu halten.

dpa/SID

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