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Werder steigt auf und feiert - Hamburger SV in Relegation

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Jubel-Fahrt
Das Team von Werder Bremen feierte auf einem Tieflader bei einem Autokorso mit den Fans den Aufstieg. © Carmen Jaspersen/dpa

Am letzten Spieltag der 2. Liga können noch drei Teams den direkten Aufstieg schaffen. Am Ende kehrt neben Schalke 04 auch Werder Bremen direkt zurück ins Oberhaus. Der HSV geht in die Relegation.

Berlin - Werder Bremen hat die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht und folgt damit dem FC Schalke 04 zurück ins deutsche Oberhaus.

Im Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga setzte sich Bremen gegen Jahn Regensburg mit 2:0 (1:0) durch und schaffte wie die Gelsenkirchener nur ein Jahr nach dem Gang in die Zweitklassigkeit den sofortigen Wiederaufstieg. Niclas Füllkrug (10. Minute) und Marvin Ducksch (51.) trafen für Bremen und versetzten das ausverkaufte Stadion in Ekstase.

„Jetzt feiern wir drei Tage lang durch“, sagte Torjäger Füllkrug. „Ich hoffe, die Jungs bekommen das hin. Ich kann das, ich bin schon einmal aufgestiegen“, sagte der Stürmer.

Große Party

Nach der direkten Rückkehr in die Bundesliga begann in Bremen die große Aufstiegsparty. Um 20.00 Uhr machte sich der offene Bus mit den Werder-Profis vom Weserstadion aus auf den Weg über den Osterdeich, wo tausende Fans ihre Aufstiegshelden stundenlang bejubelten. Der Bus kam daher nur im Schritttempo voran.

Hit des Abends war wie in den vergangenen Wochen das von den Fans umgedichtete Lied „Ducksch is on fire“, mit dem der Werder-Stürmer gefeiert wurde. Auch Trainer Ole Werner wurde bejubelt und mischte auf dem Deck des Busses fleißig mit.

Werder Bremen
Werders Marvin Ducksch bejubelt sein Tor zum 2:0. © Carmen Jaspersen/dpa

Vor der Abfahrt des Busses hatte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) den Verantwortlichen und Spielern gratuliert.

Verletzte bei Werder-Feierlichkeiten

Während des Platzsturms nach dem Aufstieg von Werder wurden allerdings mehrere Menschen verletzt. Im Zusammenhang mit dem kollektiven Betreten des Spielfelds sprach die Bremer Polizei von mehr als 20 Verletzten, die teilweise ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Die weiteren Ermittlungen dazu dauern an, hieß es weiter. Schon kurz vor dem Abpfiff rannten die ersten Fans im mit 41.000 Zuschauern ausverkauften Weserstadion in Richtung Rasen.

Party
Nach dem Sieg gegen Regensburg und den Bundesliga-Aufstieg ließen es die Werder-Spieler krachen. © Carmen Jaspersen/dpa

Auf Feierlichkeiten am Montag auf dem Marktplatz wurde aus Gründen der „Sicherheit, Vernunft und Kurzfristigkeit“ in gemeinsamer Absprache mit der Stadt Bremen verzichtet, wie Werder mitteilte. Aber bereits am Sonntagabend wurden vermehrt „körperliche Auseinandersetzungen“ gemeldet. „Feiern Sie! Aber bleiben Sie dabei friedlich!“, twitterte die Polizei.

Die Zweitliga-Meisterschaft sicherte sich Schalke durch ein 2:1 (1:0) beim 1. FC Nürnberg. Rodrigo Zalazar (15.) mit einem Traumtor aus fast 60 Metern und Top-Torjäger Simon Terodde (88.) sorgten für die Treffer der Königsblauen, die bereits am vorletzten Spieltag den vorzeitigen Aufstieg gefeiert hatten.

Sieg hilft Darmstadt nicht

Hoffnungen auf den Aufstieg kann sich noch der Hamburger SV machen, der sich Relegationsplatz drei sicherte. Der HSV siegte bei Hansa Rostock mit 3:2 (0:1) und trifft nun in den zwei Relegationsspielen auf Hertha BSC, das am Samstag im Finale der Bundesliga den direkten Klassenverbleib verpasst hatte. Hansa ging in der 13. Minute durch Nico Neidhart in Führung, doch Robert Glatzel (50.) und (75.) Sebastian Schonlau sorgten für den nötigen Sieg der Hamburger. Im Stadion wurde Pyrotechnik gezündet, auf einer Tribüne kam es zu einem Feuer.

„Was wir für eine Saison spielen, ist richtig gut“, lobte HSV-Kapitän Schonlau sein Team bei Sky. Torjäger Robert Glatzel stimmte ein: „Unglaublich, unbeschreiblich!“

Der SV Darmstadt 98 siegte zwar mit 3:0 (3:0) gegen den SC Paderborn. Weil aber die Mitkonkurrenten Bremen und HSV nicht patzten, schafften die Lilien nicht mehr den Sprung auf Rang drei und beenden die Saison als Vierter.

Als Absteiger standen vor dem letzten Spieltag schon der FC Erzgebirge Aue und der FC Ingolstadt fest. In die Relegation muss Dynamo Dresden, das dort auf den Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern trifft. dpa

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