500. Sieg für den DFB

Klarer Sieg im Geduldsspiel gegen die Färöer

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Mesut Özil machte gegen die Färöer ein starkes Spiel und erzielte zwei Tore

Hannover - Mit einem mühsamen aber dennoch klaren Sieg ist Deutschland in die Qualifikation zur WM 2014 gestartet. In Hannover ragte vor allem Mesut Özil hervor.

Mit dem historischen 500. Jubiläumssieg hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft den ersten Schritt in Richtung Zuckerhut absolviert. Zum Auftakt der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien mühte sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw gegen den Außenseiter Färöer zu einem 3:0 (1:0)-Erfolg.

In einer Partie, in der die DFB-Auswahl ein Schützenfest verpasste, überwanden lediglich Mario Götze (28.), den Löw überraschend für die Startelf nominiert hatte, und Mesut Ozil (54. und 71.) mit ihren Treffern vor 32.769 Zuschauern in Hannover das erwartet massive Abwehrbollwerk der Kicker von den Schafsinseln. Das DFB-Team muss sich nach dem lockeren Aufgalopp mit Einbahnstraßenfußball gegen den 154. der Weltrangliste jedoch im prestigeträchtigen Duell am kommenden Dienstag (20.30 Uhr/ARD) in Wien gegen den Erzrivalen Österreich erheblich steigern, um in der Gruppe C das von Löw geforderte Zeichen zu setzen.

„Ich weiß, dass es gleichzeitig der höchste Sieg in der Geschichte gegen die Färöer ist. Es war von Beginn an zu sehen, dass wir auf Tore ausgehen. Es ist jedoch unser Problem, dass wir derzeit viele Chancen auslassen. Nicht nur in diesem Spiel haben wir zu viele Möglichkeiten benötigt, um Tore zu erzielen. Die Färöer waren nicht der spielerische Maßstab für die anderen Gegner, gegen die wir in der Gruppe spielen müssen“, resümierte Coach Löw nach seinem 85. Spiel auf der Bank des Nationalteams.

„Wir wussten, was auf uns zukommt. Die Färöer haben tief verteidigt. Zudem haben wir die eine oder andere Torchance ausgelassen - wie auch schon in den letzten Spielen. Wichtig war, dass wir uns keine Blöße gegeben haben. In Österreich wartet ein weitaus härterer Brocken“, meinte der Münchener Thomas Müller und Torschütze Götze ergänzte: „Der Gegner stand sehr gut geordnet, es war schwer für uns. Das erste und zweite Tor hat uns gut getan. Wir hätten in einigen Situationen konsequenter sein müssen.“

Schon in den ersten Minuten bestätigten sich die Erwartungen von DFB-Coach Löw, der ein Geduldsspiel gegen den Außenseiter prophezeit hatte. Im Stile einer Handballmannschaft kombinierte der WM-Dritte vor dem Strafraum und suchte die Lücke für den öffnenden Pass oder Distanzschuss. Die erste Möglichkeit bot sich dem „Fußballer des Jahres“ Marco Reus, der in der 8. Minute am Färöer-Keeper Jakup Nielsen scheiterte.

Der Torwart Nummer drei beim englischen Meister Manchester City stand auch bei einem 20-Meter-Schuss von Sami Khedira im Blickpunkt und bewahrte die Gäste mit einer Glanzparade vor einem frühen Rückstand. Auf der anderen Seite probte der Fußball-Zwerg sporadisch den Aufstand und startete einige gefährliche Angriffe, die jedoch weniger auf der eigenen Stärke als auf Nachlässigkeiten in der DFB-Defensive basierten.

Deutschland schlägt die Färöer - Bilder zum Spiel und Noten

Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
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Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
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Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
Im ersten Spiel der Qualifikation zur WM 2014 in Brasilien hat Deutschland die Färöer Inseln klar mit 3:0. Die Bilder zum Spiel © dpa
Manuel Neuer: Hatte schon mal weniger zu tun, die meisten Übungen glichen aber denen von Andi Köpke im Training: Ball abfangen und möglichst präzise auf die Konterreise schicken. Klappte gut. Note: 2 © Oliver Hurst GES DFB
Philipp Lahm: Seltsame Abspielfehler in der Rückwärtsbewegung, schaltete erst ab der Mittellinie den Spielsensor scharf. Da aber oft mit guten Ideen und feinen Hereingaben. Note: 3 © Oliver Hurst GES DFB
Mats Hummels: Ihn hielt praktisch nichts hinten, der Dortmunder ließ Partner Per so oft es ging als Libero in der eigenen Hälfte stehen. In der Defensivabstimmung mit Badstuber links und eben Mertesacker in der Mitte fehlt noch die nötige Harmonie. Note: 2 © Oliver Hurst GES DFB
Per Mertesacker: Der Riese ist zurück, machte seine Sache ordentlich und ohne großes Tamtam. Der Ruhepol des deutschen Fußballs. Note: 3 © Oliver Hurst GES DFB
Holger Badstuber: Musste nach Schmelzers Aus auf die ungeliebte linke Seite rausrücken, kam dort gemeinsam mit Reus nicht recht in Schwung. Auch seinen Flanken fehlte die Präzision. Note: 3 © Oliver Hurst GES DFB
Sami Khedira: Der größte Verschieber im Mittelfeld, ging weite Wege von links nach rechts und wieder zurück. Ab und an fehlte ihm die richtige Idee für den öffnenden Pass, das 2:0 leitete er aber sehr schön von hinten heraus ein. Note: 2 © Oliver Hurst GES DFB
Thomas Müller: Voller Bayern-Elan auf der rechte Seite, aber nicht gerade glücklich im Torabschluss. War vor ein paar Tagen noch froh, dass „die Bälle wieder auf die Füße fallen“ - gestern verfehlten sie von dort den Kasten. Legte dafür das 2:0 schön auf! Note: 3.) © Oliver Hurst GES DFB
Mesut Özil: Genoss die fußballerische Überlegenheit und lief teilweise wie ein Tänzer durch eine Schar von Holzfällern. Beim 2:0 hatte er dann so viel Platz, der konnte nicht daneben gehen! Ähnlich wie beim 3:0... Note: 1 © Oliver Hurst GES DFB
Marco Reus: Suchte häufig das Zusammenspiel mit Götze und Özil, mit Linkspartner Badstuber ging dagegen nicht viel. Sehr beweglich und mit Tordrang, aber ohne das nötige Glück im Abschluss. Nach der Müller-Auswechslung auf rechts aktiv, bereitete prompt das dritte Tor vor. Note: 2 © Oliver Hurst GES DFB
Mario Götze: Der Sechser mit Freifahrtschein nach vorn! Wirkte frisch wie eine Sommerblume im Morgentau, dabei lässt ihn Heimtrainer Jürgen Klopp bislang nur in der Spieldämmerung, also den letzten Minuten ran. Und bei Löw? Super 1:0, super Spiel! Note: 2 © Oliver Hurst GES DFB
Miroslav Klose: Verpasste die große Chance, in nur einem Spiel die letzten fehlenden vier Törchen gegenüber Gerd Müller aufzuholen. Am Ende wurde es nicht mal ein Treffer, das ist zu wenig. Note: 4 © Oliver Hurst GES DFB
Ab der 67. Minute: André Schürrle: Ohne Bewertung © Oliver Hurst GES DFB
Ab der 74. Minute: Lukas Podolski: Ohne Bewertung © Oliver Hurst GES DFB
Ab der 87. Minute: Julian Draxler: Ohne Bewertung © dpa

In der Defensive musste Löw im ersten Pflichtspiel seit dem Halbfinal-Aus bei der EM gegen Italien (1:2) auf Linksverteidiger Marcel Schmelzer verzichten. Der Dortmunder hatte sich im Abschlusstraining eine Prellung am linken Fuß zugezogen. Für ihn rückte Innenverteidiger Per Mertesacker vom FC Arsenal in die Startelf. Holger Badstuber von Bayern München übernahm die Schmelzer-Position auf der linken Seite.

Chancen erspielte sich die deutsche Mannschaft in Serie. Thomas Müller (20.), einer von vier Bayern-Akteuren in der Startelf, vergab ebenso freistehend eine „hunderprozentige“ Gelegenheit wie auch wenig später Reus (22.) gegen den überragenden Nielsen. Das Führungstor gegen die mit neun Feldspielern in der Defensive agierenden Gäste lag in der Luft.

Für das 1:0 sorgte schließlich der Dortmunder Götze, der seinen Freiraum zu einem Solo nutzte und Nielsen mit einem präzisen Flachschuss keine Abwehrchance ließ. Anschließend hatte Klose mit seiner dritten Möglichkeit den zweiten Treffer auf dem Fuß, doch der 34-Jährige jagte den Ball aus guter Position über das Tor.

Ein Dutzend hochkarätiger Chancen, aber nur ein Tor - mit Pfiffen begleiteten die Zuschauer das DFB-Team in die Halbzeitpause. Auf das Fußball-Feuerwerk warteten sie auch zu Beginn vergebens, weil der Gegner nicht mitspielte, sondern sich mit Mann und Maus und im Rahmen ihrer Möglichkeiten tapfer kämpfend gegen weitere Gegentreffer wehrte.

Den wenigen Fans, die von den Färöer, im Nordatlantik zwischen Island und den Britischen Inseln liegend, angereits waren, begeisterten sich an den wenigen Kontern ihrer Mannschaft. Die deutsche Mannschaft kam mit einem ihrer Konter im eigenen Stadion durch Özil nach Vorlage von Müller zum zweiten Treffer.

Für die Vorentscheidung sorgte schließlich erneut Madrid-Star Özil nach einer Vorlage von Reus, der zusammen mit Götze stärkster Akteur der deutschen Mannschaft war. Bei den Gästen ragte Torhüter Nielsen heraus.

SID

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