Zwanziger: „Transfer-Summen unmoralisch“

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Theo Zwanziger sorgt sich um Europas Fußball.

Stuttgart - DFB -Präsident Theo Zwanziger sieht für den europäischen Spitzen-Fußball die Gefahr einer schweren Krise.

“Bis auf Barcelona sind die Champions-League-Teilnehmer aus Italien , Spanien und England in einem Maß verschuldet, dass irgendwann der Zusammenbruch droht“, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes ( DFB ) der “Rhein-Neckar-Zeitung“ (Montag). Der 64-Jährige, der auch Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist, kritisierte besonders die Millionen-Ausgaben der ausländischen Top-Clubs für neue Spieler. “Die Summen bei manchen Transfers sind geradezu unmoralisch“, befand Zwanziger.

Vor allem Real Madrid hatte in den vergangenen Wochen mit einem Transfer-Feuerwerk für Aufsehen gesorgt. Gut 220 Millionen Euro haben die Spanier bislang für neue Stars ausgegeben, 94 Millionen Euro allein für den Portugiesen Cristiano Ronaldo. UEFA-Präsident Michel Platini hatte Reals Einkaufstour kürzlich als “nicht normal“ bezeichnet und mittelfristig strengere Finanzkontrollen angekündigt.

“Ich kann nur hoffen, dass das vernünftige Wirtschafts-Gebaren der Bundesliga-Clubs belohnt wird und dass der Appell der UEFA fruchtet“, betonte Zwanziger. “Sonst steuern wir im Fußball auf eine Situation zu, die der Finanzkrise gleichkommt“, fügte der DFB -Chef hinzu.

dpa

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