Das Zittern geht weiter

Handball-EM: Slowenien legt Widerspruch gegen EHF-Protest-Ablehnung ein

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Tobias Reichmann traf gegen Slowenien zum Ausgleich für Deutschland.

Die Europäische Handballföderation hat den Einspruch des Slowenischen Verbandes gegen die Wertung des Spiels gegen Deutschland abgelehnt. Nun legt Slowenien Widerspruch ein.

Update vom 18. Januar 2018: In der Hauptrunde der Handball-EM trifft die Deutsche Nationalmannschaft auf die Auswahl von Tschechien. So sehen sie die Partie live im TV und im Live-Stream.

Update vom 17.01.2018 - 06.20 Uhr: Der Punktgewinn der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft gegen Slowenien (25:25) ist noch nicht in trockenen Tüchern. Der slowenische Verband hat am späten Dienstagabend fristgerecht Widerspruch gegen die Ablehnung des Protestes eingelegt. Darüber informierte die Europäische Handball-Föderation (EHF) den Deutschen Handballbund (DHB).

"Wir nehmen dies zur Kenntnis und beraten über das weitere Vorgehen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Am Mittwoch wird eine EHF-Kommission eine endgültige Entscheidung treffen. Zuvor war ein erster Protest gegen die Spielwertung von der EHF abgewiesen worden.

Bei dem Protest ging es um die Frage, ob der Siebenmeter, der zum Ausgleichstor in letzter Sekunde für die deutsche Mannschaft durch Tobias Reichmann geführt hatte, rechtens war. Drei slowenische Spieler hatten zuvor den Anwurf für Deutschland durch Paul Drux verhindert. Streitpunkt war, ob der Ball von Drux vor oder nach der Schlusssirene die Hand verließ. Die litauischen Schiedsrichter hatten vor ihrer Entscheidung am Montagabend den Videobeweis zu Rate gezogen.

Slowenien legt Einspruch gegen Wertung des Vorrundenspiels ein

Zagreb - Der slowenische Einspruch gegen die Wertung des Vorrundenspiels bei der Handball-EM gegen Deutschland (25:25) ist abgelehnt worden. Dies teilte die Europäische Handball-Föderation (EHF) am Dienstagmittag dem Deutschen Handball-Bund (DHB) nach einer Tagung der Disziplinarkommission mit. Damit hat das deutsche Team vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Mazedonien am Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) 3:1-Punkte auf dem Konto. 

Bei dem Protest ging es um die Frage, ob der Siebenmeter, der zum Ausgleichstor in letzter Sekunde für die deutsche Mannschaft durch Tobias Reichmann geführt hatte, rechtens war. Drei slowenische Spieler hatten zuvor den Anwurf für Deutschland durch Paul Drux verhindert. Streitpunkt war, ob der Ball von Drux vor oder nach der Schlusssirene die Hand verließ. Die litauischen Schiedsrichter hatten vor ihrer Entscheidung am Montagabend den Videobeweis zu Rate gezogen.

"Wir sind froh, dass wir nun Klarheit haben. Für uns war es klar, dass die Entscheidung nur so ausgehen konnte", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning im deutschen Teamhotel in Zagreb: "Die Entscheidung der EHF überrascht uns nicht, da diese regelkonform war und ist. Wir respektieren aber weiterhin den slowenischen Protest und können die Enttäuschung aufgrund des dramatischen Spielendes nachvollziehen."

Slowenische Handballer erwägen Ausstieg aus EM

Nach dem abgewiesenen Protest gegen die Wertung des 25:25-Unentschiedens gegen die deutschen Handballer erwägt Slowenien offenbar den Ausstieg aus der EM in Kroatien. Das berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Dienstag unter Berufung auf führende Offizielle des slowenischen Verbands RSZ. Der Verband habe bereits eine formale Beschwerde gegen die Schiedsrichter eingereicht, von denen sich die Slowenen zum wiederholten Male ungerecht behandelt fühlen. Schon nach dem ersten Gruppenspiel gegen Mazedonien (24:25) sei eine ähnliche Beschwerde eingereicht worden.

„Was hier passiert ist, sprengt alle Grenzen“, sagte der Sekretär des slowenischen Handballverbandes, Goran Cvijic, am Dienstag in Zagreb: „Der Verband denkt ernsthaft darüber nach, die EM zu verlassen. Auf der anderen Seite sind wir uns über die ganzen negativen Folgen auch für die kommende Generation bewusst.“

Video: Das sagen die DHB-Spieler zum Ausgleichstreffer

SID/Video: Glomex

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