50 Kilometer für den guten Zweck gelaufen

Allingerin Anja Kobs bewältigte 50 Kilometer durch den Landkreis in 3:41 Stunden – bisher 2.000 Euro für den Caritas-Hospizdienst

Anja Kobs in Sportbekleidung lächelt in die Kamera, hinter ihr applaudiert der Grafrather Bürgermeister Markus Kennerknecht der Sportlerin.
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Ein Herz für die Caritas: Anja Kobs am Grafrather Ortseingang. Hinten links applaudiert der Grafrather Bürgermeister Markus Kennerknecht der Sportlerin.

Alling – Sie war glücklich und entspannt, die Anstrengungen des Ultradistanzlaufs waren ihr überhaupt nicht anzumerken: Anja Kobs, Duathlon-Vizeweltmeisterin, Berglaufspezialistin und eine der besten deutschen Marathonläuferinnen des vergangenen Jahres, hatte eben ihren 50-Kilometer-Benefizlauf durch den westlichen Landkreis beendet. In 3:41 Stunden, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:26 Minuten für jeden Kilometer. „Ich bin überwältigt“, kommentierte sie den Jubel der rund 20 Freunde, Fans und Sportkameraden des TSV Alling, die sie im Pausenhof der Allinger Schule lautstark begrüßt hatten. Alle mit Maske und auf Abstand.

Unter den ersten Gratulanten war Allings Rathauschef Stefan Joachimsthaler und Silvia Dörr, die Fachdiensleiterin „Leben im Alter“ der Brucker Caritas. „Wir sind Anja sehr dankbar, dass sie mit ihren tollen sportlichen Aktionen immer wieder auf die Situation unseres ambulanten Hospiz- und Palliativversorgungsdienstes aufmerksam macht“, betonte Dörr. Kobs hatte die Öffentlichkeit im Vorfeld um Spenden für die Sterbebegleiter gebeten – sie kennt deren Lage aus erster Hand, arbeitet sie doch selber ehrenamtlich für den Brucker Caritas-Dienst.

Morgens um acht Uhr war die Allingerin in Kottgeisering gestartet – der dortige Bürgermeister Andreas Folger hatte einen symbolischen Startschuss abgegeben. Kobs wurde von zwei Radlern begleitet: der Münchnerin Manja Kunz und dem Brucker Triathleten und Physiotherapeuten Udo Fesser. Die beiden Moorenweiser Dauerläufer Uli Leib und Thomas Zeng folgten der früheren Duathlon-Vizeweltmeisterin in Sichtweite bis zur Station Moorenweis. Dort feuerten einige Sportbegeisterte die Sportlerin an. In Luttenwang stieß Landkreis-Lauflegende Johannes Hillebrand zu Kobs und ihrem Radteam dazu. Nach 20 Kilometern (bei Mammendorf) wirkte Kobs nach wie vor frisch und leichtfüßig. Auf den langen Geraden nach Landsberied übernahm Hillebrand die Führungsarbeit, da der Crew ein heftiger Gegenwind entgegen blies. Im Wald vor Grafrath bog Hillebrand in Richtung Heimat ab. Kobs‘ langjähriger Laufpartner Andreas Brünnert hätte hier eigentlich übernehmen sollen, war aber nicht zur Stelle – die S-Bahn hatte dem Münchner einen Streich gespielt.

Bürgermeister Kennerknecht und Vizebürgermeisterin Dörr feuern Läuferin an

Dafür war am Grafrather Ortseingang Bürgermeister Markus Kennerknecht zur Stelle und feuerte die Läuferin an. Natürlich mit Maske, ebenso wie Silvia Dörr, die nicht nur für die Caritas tätig ist, sondern in ihrer Heimatgemeinde auch als Vizebürgermeisterin fungiert.

Glücklich auf den letzten Metern: Anja Kobs kurz vor dem Ziel auf dem Allinger Schulweg.

Brünnert war dann in Schöngeising zur Stelle. „Genau zum richtigen Zeitpunkt“, bekannte Kobs später. Denn die Schlusssteigungen vor Holzhausen forderten ihren Tribut von der Ausdauerspezialistin. Doch schließlich kam Alling in Sicht, Kobs biss die Zähne zusammen und hielt bis zum Schluss durch.

Der Lohn ihrer Mühen: über 2.000 Euro für die ehrenamtlichen Caritas-Hospizhelfer. Zu den Spendern zählten neben den genannten Ortschefs auch die Allinger Baufirma Bauernfeind, die Kobs regelmäßig bei ihren Aktionen unterstützten. Ebenso wie Landrat Thomas Karmasin, der wieder die Schirmherrschaft übernommen hatte. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation war Karmasin jedoch nicht vor Ort, drückte gegenüber dem Kreisboten aber seine Hochachtung für Kobs‘ Engagement und sportlicher Leistung aus: „Wie sich Anja Kobs immer wieder für die Caritas einsetzt, ist einfach vorbildlich.“ Die Allingerin bedankte sich ihrerseits überschwänglich bei ihren Unterstützern, dem Radlteam und ihren beiden Mitläufern.

Spenden sind weiterhin möglich unter www.altruja.de/benefizmarathon-2021.

Kramer

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