Anja Kobs ruft mit ihrem Landkreislauf am 28. März zu Spenden auf – Landrat Thomas Karmasin als Schirmherr der Aktion

50 Kilometer für Hospizdienst der Brucker Caritas

Anja Kob joggt mit ausgestreckten Armen an der Kamera vorbei, Andreas Brünnert folgt ihr.
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Im April 2020 freute sich Anja Kobs über eine neue Marathonbestzeit. Am 28. März will sie 50 Kilometer durch den Landkreis bewältigen. Damals wie jetzt an ihrer Seite: der Münchner Andreas Brünnert.

Alling – Anja Kobs rennt wieder für einen guten Zweck: Am Sonntag, 28. März, will sie einen Ultradistanzlauf absolvieren: 50 Kilometer kreuz und quer durch den westlichen Landkreis, auf Landstraßen und Fahrradwegen. Kobs ruft dabei zu Spenden für den Hospizdienst der Fürstenfeldbrucker Caritas auf. Die Duathlon-Vizeweltmeisterin engagiert sich selber ehrenamtlich als Hospizbegleiterin.

Der Hospizdienst finanziert sich überwiegend durch Spenden. In der Corona-Zeit seien diese stark zurückgegangen, so die Allingerin. Hospizbegleiter wie Kobs unterstützten nicht nur todkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase, sondern entlasten auch die Angehörigen.

Im April 2020 hatte Kobs einen Benefiz-Marathon rund um die olympische Ruderregatta-Strecke bei Oberschleißheim bestritten, im Sommer radelte sie die Deutsche Alpenstraße ab, 428 Kilometer mit 5700 Höhenmetern (wir berichteten). Landrat Thomas Karmasin übernahm damals schon die Schirmherrschaft. Der Landrat unterstützt auch die neue Aktion der Allingerin. Mehr noch: Er will sich selber in die Spendenliste eintragen und wird die Ultraläuferin im Ziel in Alling begrüßen – unter Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften.

Kobs startet morgens um 8 Uhr in Kottgeisering, um 11.45 Uhr will sie in ihrem Heimatort Alling ankommen. Die Stationen dazwischen lauten: Brandenberg (km 3, 8.13 Uhr), Moorenweis (km 6, 8.27 Uhr), Adelshofen (km 11, 8.49 Uhr), Luttenwang (km 15, 9.07 Uhr), Mammendorf (km 20, 9.30 Uhr), Landsberied (km 26, 9.54 Uhr), Grafrath (km 34, 10.30 Uhr), Holzhausen (km 43, 11.13 Uhr), Biburg (km 45, 11.22 Uhr).

„Ich wollte mich schon lange einmal an eine Ultradistanz wagen.“

Auf die Frage, warum sie im westlichen Brucker Land und nicht in den Großkommunen im Osten des Landkreises unterwegs ist, antwortet Kobs: „In Bruck, Olching oder Puchheim sind wir durch unser Engagement schon ziemlich bekannt, doch auf dem Brucker Land eher weniger.“ Die Streckenlänge von 50 Kilometern hat hingegen einen sportlichen Grund: „Ich wollte mich schon lange einmal an eine Ultradistanz wagen. Letztes Jahr hatte ich mich sogar schon für ein Rennen angemeldet, das dann aber der Pandemie zum Opfer fiel.“ Deswegen suchte sie sich nun selber eine Strecke aus – und verbindet die sportliche Herausforderung mit einem guten Zweck.

Die Mammendorfer Ergotherapeutin Manja Kunze wird Kobs auf dem Fahrrad begleiten. „Wir sind die Strecke schon mal gemeinsam abgefahren“, berichtet die Ausdauer-Expertin, „Manja achtet darauf, dass ich immer richtig abbiege.“ In Luttenwang wird Landkreis-Dauerläufer Johannes Hillebrand zu den beiden stoßen. Der Luttenwanger feiert einen Tag später seinen 42. Geburtstag. In Grafrath ergänzt Kobs‘ „Edelhase“ Andreas Brünnert das kleine Team. Brünnert fungierte schon vor elf Monaten beim Ruderregatta-Marathon als „Windbrecher“. Bei den beiden Silvesterlaufsiegen 2019 in Eichenau und Pfaffenhofen/Glonn machte der Münchner für die Allingerin jeweils die Pace.

Klar, dass die Begleiter-Crew Anja Kobs im Ziel den Vortritt lassen wird. Klar auch, dass sich Kobs über Beifall und Anfeuerungen an der Strecke freuen würde. Weitere Infos und Spenden unter www.altruja.de/benefizmarathon-2021.

Horst Kramer

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