47 km für Rückenmarksforschung

Anja Kobs will am 9. Mai in weltweiten Top Ten des Wings for Life-Charity-Events laufen

Training am Tag der Arbeit – Anja Kobs auf der windigen Ruderregattastrecke.
+
Training am Tag der Arbeit – Anja Kobs auf der windigen Ruderregattastrecke.

Alling – Kaum hat sie eine Großtat hinter sich, steht schon die nächste vor der Tür: Ende März ist die Allinger Ausdauerexpertin Anja Kobs 50 Kilometer durch den Landkreis gerannt, am kommenden Sonntag, 9. Mai, will sie 47 Kilometer bewältigen. Auf vertrautem Terrain, der olympischen Ruderregattastrecke bei Oberschleißheim, auf dem sie vor einem Jahr erstmals die Marathondistanz von 42,195 Kilometern unter drei Stunden absolvierte.

Damals wie auch im März ging es der früheren Duathlon-Vizeweltmeisterin um Spenden für den Ambulante Hospizdienst der Brucker Caritas. Am Sonntag ist sie im Rahmen des weltweiten „Wings for Life“-Charity-Event des Getränkeherstellers Red Bull unterwegs. 100 Prozent der Startgelder von 20 Euro pro Teilnehmer fließen dabei in die Rückenmarksforschung, schreibt der Konzern auf die Veranstaltungshomepage. Die sportliche Reiz dabei: Man darf sich nicht von einem virtuellen Streckenfahrzeug (das per App hinterher fährt) überholen lassen. Der Haken: Je weiter man läuft, umso schneller wird das Fahrzeug. Wer 15 Kilometer unterwegs ist, hat dafür rund 1:30 Stunden Zeit, ist also mit einem Tempo von sechs Minuten pro Kilometer unterwegs.

Wer sich 47 Kilometer wie Anja Kobs vornimmt, hat ein Fahrzeug auf den Fersen, das nur 4:14 Minuten für einen Kilometer braucht. Dass sich die Allingerin diese Strecke und diese Zeit vorgenommen hat, ist kein Zufall: Sie will sich einen Platz in den Top Ten der W40-Frauen des weltweiten Wettbewerbs ergattern. Ein Ansinnen, das die Red-Bull-Organisatoren hellhörig gemacht hat. Deswegen hat sich ein Live-Video-Team von DropIn-TV angesagt, das Kobs‘ Auftritt auf Ruderregatta-Strecke dokumentieren und ins weltweite Netz stellen wird.

Kobs startet um 13 Uhr. Wie beim Landkreislauf begleitet sie ihre Freundin und Triathletin Manja Kunz auf dem Rad, die diesmal ihren Mann Helmut zur Verstärkung mitgebracht. „Edelhase“ Andreas Brünnert ist ebenfalls vor Ort.

Dass die Allingerin sich eine solche Megaleistung binnen weniger Wochen zutraut, hat einen einfachen Grund: „Ich bin in der Form meines Lebens“, schmunzelt die Sportlerin, „das sage ich zwar schon seit eineinhalb Jahren, es stimmt aber immer noch.“

Weitere Infos auf www.anjakobs.eu sowie auf www.wingsforlifeworldrun.com.

Kramer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare