Die 16-jährige Nina Haggenmüller aus Grafrath und ihr 13-jähriger Bruder Philipp haben die Qualifikation zur 1. Weltmeisterschaft im Badewannenren ...

Die Sieger im Badewannenrennen kommen aus Grafrath 

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Szene bei der Qualifikation zur 1. Weltmeisterschaft im Badewannenrennen im Mammendorfer Freibad (Sieger nicht im Bild).

Mammendorf – Die 16-jährige Nina Haggenmüller aus Grafrath und ihr 13-jähriger Bruder Philipp haben die Qualifikation zur 1. Weltmeisterschaft im Badewannenrennen im Mammendorfer Freibad am 13. Juni gewonnen. Sie dürfen am 21. November nach Düsseldorf reisen und als „Team Mammendorf“ die Farben der Gemeinde bei der Weltmeisterschaft vertreten. Eine erneute Chance, sich für eine Teilnahme zu qualifizieren, verbunden mit einem dreitägigen kostenlosen Aufenthalt, ergibt sich für eine zweite Mammendorfer Mannschaft am 13. August, wenn der Veranstalter Kids-World-Event eine weitere Quali-Runde im Mammendorfer Freizeitpark veranstaltet.

 Nach einem zunächst verhaltenen Beginn mit gerade acht Zweier-Teams am Samstagmittag traten im Verlauf des Nachmittags dann doch noch insgesamt 30 Mannschaften in mehreren Ausscheidungs-Wettkämpfen gegeneinander an. „Es ist einfach schade“, meinte Eventmanager Rainer Braun, als er gegen Mittag seinen Blick in den wolkenverhangenen Himmel richtete, wo die Sonne nur hin und wieder ihre warmen Strahlen ins Mammendorfer Freibad schickte.

 Schon Ende Mai in Germering fiel die Qualifikation wegen schlechtem Wetter und mangels Teilnehmer aus. Doch auch für Germering gibt es einen Nachholtermin Ende Juli, teilte Braun mit. So fiel die erste wohl aber nicht ganz ernstzunehmende Weltmeisterschaft im Badewannenrennen im Mammendorfer Freizeitpark nicht ganz ins Wasser, aber ein paar Teilnehmer mehr hätte sich Braun dann doch schon noch gewünscht. 

Die Enttäuschung ließ sich der 49-jähirge Animateur jedoch nicht anmerken, dazu ist er zu sehr Profi, und gab sein Bestes. Gekonnt zog er die Wettbewerbe durch, feuerte die Paddler in den Badewannen mit launigen Zurufen an, so dass alle Teilnehmer ihren Spaß hatten. „Das bin ich denen, die da sind, schuldig“, meinte der gebürtige Schwabe, der seit Januar von seinem Wohnort Maintal bei Frankfurt/Main für die Badewannenrennen-WM deutschlandweit unterwegs ist. Für die erste WM führt Braun 99 Qualifikationsläufe in neun Ländern und auf zwei Kontinenten durch, um am Ende das beste Rennbadewannenfahrerteam beim Finale in Düsseldorf mit Medaille, Urkunde und Pokal zu küren. Das Besondere am Badewannenrennen ist, dass es eine Veranstaltung für die ganze Familie ist. Voraussetzung ist lediglich, dass die Teilnehmer schwimmen können. „Profis“ von Kanu- oder Rudervereinen sind ausgeschlossen. Schließlich soll trotz Wettkampfcharakter die Gaudi im Vordergrund stehen. 

Ein Team besteht aus einem „Badewannenkapitän“ und einem „Matrosen“. Um den Sieger jeweils zu ermitteln, ist eine Strecke von ca. 50 Meter durchs Wasser zu paddeln. Dabei werden die Teams, die sich einen Teamnamen geben und einen Schlachtruf ausdenken müssen, kostümiert. Die Idee zu der Veranstaltung stamme von ihm selbst, berichtete der früher als Metzger arbeitende Braun. Nach dem großartigen Erfolg mit der ersten Deutschen Meisterschaft im Jahre 2013, als sich insgesamt 50 Städte beteiligten und der ersten Europameisterschaft im vergangenen Jahr mit dem Finale in Wolfsburg, an dem 85 Zweierteams teilnahmen, war eigentlich die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft die logische Konsequenz. Für die Events im Landkreis wurde  eine Agentur vom Landratsamt gebucht. 

Dieter Metzler

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