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Drei Tage, 30 Grad und 212 Kinder

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Bei über 30 Grad standen 212 Kinder drei Tage lang auf dem Platz, wie hier beim TC Unitas in Germering, und gaben ihr Bestes. © Becker

Spannung bis zum letzten Ballwechsel versprach der TC Unitas in der ersten Ferienwoche. Vom 30. Juli bis 1. August fand das traditionsreiche Jugendturnier um den „Parsberg Cup“ ein letztes Mal in der Schmiedstraße statt. Künftig soll es dann beim TC Kreuzlinger Forst ausgetragen werden. Dass dabei an die bestehenden Erfolge angeknüpft werden kann, dafür ist gesorgt: Dominik Hirsch, der bereits zum dritten Mal in Folge Turnierleiter des Parsberg Cups ist, ist dort Jugendwart und wird weiter die Organisation übernehmen.

Germering - 30 Grad im Schatten, die Sonne brennt herunter und trotzdem ist die Motivation groß. Es ist zwar weder Wimbledon noch die Australian Open, dennoch wurde der Parsberg Cup in Germering bereits zum 27. Mal ausgetragen und lockt jedes Jahr aufs Neue die Jugend an– Kinder aus allen Teilen Deutschlands, von Hamburg bis Wiesbaden, fanden ihren Weg nach Germering und spielten was der Ball hergab, auch wenn die Nachfrage nach einem nahegelegenen See oder dem Freibad bei den heißen Temperaturen groß war. Auch wenn die Zeiten, in denen über 500 Teilnehmer, viele auch aus dem Ausland, an dem Turnier teilnahmen und auf fast allen Anlagen im Landkreis gespielt wurde, vorbei sind, nahmen im letzten und in diesem Jahr wieder über 200 tennisbegeisterte Spieler teil. Damit war der Parsberg Cup erneut das größte Jugendturnier Bayerns. Gespielt werden kann in den Altersklassen U8 bis U18, wobei die jüngsten gemeldeten Kinder heuer im Alter von sechs Jahren waren, wie Turnierleiter Dominik Hirsch erzählt. Neben den Plätzen des TC Unitas und des TC Kreuzlinger Forst in Germering, wurde das Turnier auch auf vier weiteren Anlagen im Umkreis ausgetragen: Eichenau, Alling, Neuaubing und Puchheim. 

Bis das Flutlicht anspringt

Aus der Taufe gehoben wurde die Veranstaltung damals von Werner Cröniger, dem Unitas-Clubpräsidenten, der auch heute noch als Schiedsrichter immer auf einer der Anlagen aktiv ist. Wie bereits in den letzten Jahren, zählten auch in diesem Jahr einige Landkreisspieler zu den Favoriten des Turniers. Spannend wurde es vor allem zum Schluss des Turniers noch einmal: Am Ende des zweiten Tages endete der Parsberg Cup das erste Mal in 27 Jahren unter Flutlicht. Angesetzt waren die Spiele durchschnittlich bis 19.30 Uhr, bei etwa einer Stunde Spielzeit auch gut umsetzbar. An diesem Tag ging es im wahrsten Sinne des Wortes jedoch bis kurz nach 22 Uhr heiß her. Als die Sonne schon längst untergegangen war, wurde noch weiter hart um den Sieg gekämpft. In der Königsdisziplin, der U18, gewann ein Spieler aus dem Landkreis, Luis Kleinschnitz vom TC Eichenau. Luis gehört schon länger zu Bayerns besten Spielern, was er auch in diesem Turnier wieder bewiesen hat. Zum krönenden Abschluss am Mittwoch, gab es nach den drei Tagen voller Strapazen, Niederlagen und viel Schweiß eine gemeinsame Siegerehrung, bei der die Sieger der jeweiligen Altersklassen –in den meisten Finalspielen gewannen die gesetzten Spieler, nur eine ungesetzte Spielerin hat sich bis ins Finale gespielt – einen mundgeblasenen Pokal entgegen nehmen durften. Trotz der vielen auswärtigen Spieler aus der gesamten Republik, blieben alle Titel in Bayern. Für die nächsten Jahre, so Hirsch, könne er sich auch Kooperationen mit den Germeringer Partnerstädten Domont oder Balatonfüred vorstellen, um dem Parsberg Cup wieder neues Leben einzuhauchen.

Claudia Becker

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