Beckenschwimmer im See

Beckenschwimmer der Wasserratten versuchen sich beim Langstreckenschwimmen in Oberschleißheim

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Ein Bild der Regattastrecke - wegen der Abstandsregeln wurde von den Schwimmern auf ein Gruppenbild verzichtet.

Fürstenfeldbruck – Angesichts der Coronakrise und geschlossenen Bädern hatten die Fürstenfeldbrucker Wasserraten ihr Trainingsrevier bereits frühzeitig ins Freiwasser verlegt.

Kaum das die heimischen Seen wenigstens neoprentaugliche Temperaturen erreicht hatten, ging es unter Anleitung von Chefcoach Stefan Sponer unter anderem regelmäßig zum Wörthsee. Obwohl für die meisten der jungen Beckenschwimmer ein ungewohntes Terrain, bewiesen diese aber jetzt, dass sie sich schnell an das Freiwasser gewöhnt hatten.

Beim Langstreckenschwimmen an der Regattastrecke Oberschleißheim nahmen 15 Wasserratten teil. Zunächst bemerkenswert war die Tatsache, dass man quasi als Newcomer das größte Team stellte, nur knapp geschlagen Zweiter in der Teamwertung wurde und mit der 14-jährigen Alicia Nozinsky und dem gleichaltrigen Tobias Grosch auch mit die jüngsten Teilnehmer auf der vier Kilometer langen Strecke dabei hatte.

Klares Wasser macht die Sache einfacher

Auf der 2.000 Meter langen olympischen Ruderstrecke war ein Wendekurs zu bewältigen. Da das Wasser dort sehr klar ist und man sich an den unter Wasser laufenden Bojenleinen orientieren kann, waren die Bedingungen auch für die sonst an das Becken gewohnten Talente sehr gut. 

Die Schnellsten

Am schnellsten war bei den Männern der 15-jährige René Rose unterwegs, welcher bereits nach 55 Minuten als Zwölfter ins Ziel schwamm. Bei den Frauen kam Elena Starke nur knapp geschlagen als Vierte nach 57 Minuten ins Ziel, nur einige Sekunden später schlug die 15-jährige Lara Fink als Sechste an. Vereinsmeister Felix Mende erreichte als vierzehnter das Ziel nach 56 Minuten vor Sebastian Behr und Trainer Stefan Sponer, beide nach jeweils 57 Minuten. Julia Schober und Leonie Schranner blieben jeweils zwei Minuten unter der Stundengrenze. Es folgten Vinzenz Stark und Tobias Grosch nach 60 beziehungsweise 64 Minuten, Laura Bertram mit 65 Minuten, Alice Nozinsky (66 Minuten), Julia Becker (67), Elena Mittermaier (68) und Laya Maria Heinrich (82).

Das Beste aus der Krisensituation herausholen

Erwähnenswert sei laut Verein die Tatsache, wie sehr die Coronakrise diesen Freiwasserwettkampf und den ganzen Schwimmsport beeinflusst. Eigentlich wären einige der jungen Talente am gleichen Wochenende bei den wegen Corona ausgefallenen bayerischen Meisterschaften am Start gewesen, während Trainer Stefan Sponer vom Beckenrand aus gecoacht hätte. Auch dies sei ein Beweis dafür, dass man im Verein flexibel reagierte und das Beste aus der Krisensituation herausgeholt habe. Das Langstreckenschwimmen selbst wurde ebenfalls durch die Situation beeinflusst. Statt einem für die Zuschauer stets beeindruckenden Massenstart ging es einzeln und mit Abstand ins Wasser, dem Hygienekonzept fiel dann auch die Siegerehrung zum Opfer. 

Beckenschwimmer wagen sich erneut in einen See

Bereits in einer Woche werden einige der Wasserratten beim Starnberger Seeschwimmen wieder Gelegenheit haben, sich im Freiwasser zu beweisen. Der gleiche Veranstalter organisiert dann das ebenfalls vier Kilometer lange Schwimmen mit Wendestrecke zwischen

Possenhofen und Leonie, bei dem die Orientierung wegen der großen Entfernung, Strömungen und der Wassertiefe gerade für die an das Becken gewöhnten Brucker Schwimmer wohl ungleich schwerer fallen werde.

 red

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