Olchinger Frühlingslauf

Spitzensport in Spitzenatmosphäre

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Rund 300 jüngere, ältere und Läufer mit Behinderung gaben sich beim Olchinger Frühlingslauf ein fröhliches Stelldichein.

Olching – Es war eines der großen Laufwochenenden in ganz Südbayern. Tausende von Läufern waren im Forstenried Forst, im Ingolstädter Vorort Zuchering oder auch im schwäbischen Ebershausen unterwegs. Dass dennoch fast 300 Laufbegeisterte nach Olching kamen und für einen neuen Teilnehmerrekord sorgten, spricht für den Ruf der Leichtathleten des TSV Olching, die für die Veranstaltung verantwortlich sind.

Dennoch war ihre Durchführung bis zum Schluss gefährdet. „Mit fehlten einfach die Helfer“, berichtete Hans Knoll, der Leichtathletik-Chef des TSV. Erst ein SOS-Ruf per E-Mail brachte Abhilfe: Die „alten Herren“ der Sportgruppe „Fit über 65“ kehrten noch einmal aus dem selbst gewählten Ruhestand zurück und sprangen in die Bresche. „Wenn Not am Mann ist, greifen wir natürlich nochmals zu“, erklärte der 85-jährige Max Haberthaler, langjähriger früherer Abteilungsleiter der TSV-Leichtathleten.

Applaus beim Zieleinlauf

Ihre Mühe lohnte sich. Die Stimmung war toll, besonders beim Zieleinlauf der Kinder und Jugendlichen, an deren Rennen Menschen mit Behinderung teilnahmen. Bürgermeister Andreas Magg, der wie häufig die Startpistole abfeuerte, zeigte sich von der Atmosphäre begeistert: „Für alle, die hier durch den Zielkanal laufen und den Applaus genießen, ist das ein besonderes Erlebnis!“

Schöner Kurs, gute Organisation

Doch nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Sportler waren voll des Lobes – gerade auch diejenigen, die das erste Mal ihre Visitenkarte in Olching abgaben. Wie Heiko Middelhoff (MTV Ingolstadt), seit mehr als einem Jahrzehnt einer der südbayerischen Spitzen-Langstreckler: „Ein sehr schöner Kurs, vor allem durch den Park und eine hervorragende Organisation.“ Middelhoff setzte sich nach der ersten von zwei Fünf-Kilometer-Runden von seinen Kontrahenten ab, darunter Paul Günther (Tri Team FFB), der vor einer Woche in Puchheim als Erster durch die Zeitmessung lief, Lokalmatador und Middelhoff-Teamkollege Danilo Friedrich oder auch der frühere italienische Altersklassen-Marathonmeister Salvatore Mangiavillano (AC Noceto). Middelhoff gewann in 33:48 Minuten vor Günther in 34:48 Minuten, Friedrich in 35:27 Minuten und Mangiavillano in 35:44 Minuten. Bei den Frauen setzte sich die unbekannte Anita Hetz aus dem Erdinger Moos in 47:25 Minuten durch, vor der Olchingerin Sabine Reißig in 47:32 Minuten. „Ich habe alles versucht, um an die Erste ranzukommen, aber es hat nicht gereicht“, berichtete Reißig im Ziel und umarmte ihre Kontrahentin anschließend herzlich. Kein Einzelfall, sondern die Regel im Laufsport – egal, ob es sich um regionale Top- oder Hobbysportler handelt. 

Puchheimer gewinnt Fünf-Kilometer-Lauf

Beim Fünf-Kilometer-Lauf hatte der Puchheimer Georg Kinadeter die Nase in lockeren 17:40 Minuten vorne. Als schnellste Frau erwies sich die Aichacherin Karina Fitz-Helbig in 22:54 Minuten. Noch schneller waren indes zwei Nachwuchsathletinnen: Die 14-jährige Olchingerin Emily Hell (LG Stadtwerke München) war schon nach 22:17 Minuten im Ziel, dicht gefolgt von der ein Jahr jüngeren Moosburgerin Hannah Schreiber (LAG Mittlere Isar) in 22:19 Minuten. 

Kramer

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