1.100 Zuschauer bei Benefizturnier gegen 1860 München

Es keimt wieder Hoffnung

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Geld für die leeren Kassen des SC Fürstenfeldbruck gab es beim Gastspiel der Münchner Löwen im Klosterstadion. Die 0:7 (0:4)-Niederlage bei dem Benefizspiel war dabei nebensächlich. Viel wichtiger: Mehr als 1.100 Zuschauer lösten die zehn Euro teuren Eintrittskarten. Die Rettung des von der Insolvenz bedrohten Kreisstadt-Clubs bleibt aber eine Hängepartie – vermutlich über den bislang avisierten Termin hinaus.

Fürstenfeldbruck - Rund 100.000 Euro muss der SCF zusammenkratzen, um seine Schulden – hauptsächlich bei der Stadt und beim Finanzamt – bedienen zu können. Ursprünglich hieß es, dass der Betrag bis 31. Januar (nach Redaktionsschluss) auf einem Treuhandkonto liegen muss. Am Rande der Partie wurde aber bereits gemunkelt, dass die Frist bis 28. Februar verlängert werden könnte. Bekommt der Verein das Geld nicht zusammen, muss der vorläufige Insolvenzverwalter Oliver Schartl das noch vorhandene Vereinsvermö- gen zu Geld machen. Unabhängig vom Termin reichen die Einnahmen vom Gastspiel des ebenfalls in finanzielle Schieflage geratenen TSV 1860 alleine freilich nicht aus, um den SCF zu retten. Dennoch sagte Präsident Jakob Ettner: „Mit der Zuschauerzahl sind wir zufrieden, damit wurde ein Zeichen gesetzt.

Eltern der Nachwuchsspieler machten ihren Ängsten Luft

“Auch Trainer Michael Westermair freute sich, dass viele Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden hatten. „Jetzt hoffe ich, dass da auch ein bissl Geld zusammengekommen ist.“ Neben den Eintrittsgeldern dürfte auch beim Verkauf von Getränken und Bratwurstsemmeln der eine oder andere Euro hängen geblieben sein. Am Rande der Partie machten vor allem die Eltern der Nachwuchsspieler beim SCF ihren Ängsten und Hoffnungen Luft. Auf einem Transparent forderten sie: „Gebt der Jugend eine Chance!“ Auf einem anderen hieß es: „Die ehemaligen Präsidien sind in der Pflicht!“ Außerdem war auf einer ganzen Reihe aufgehängter Flugzettel zu lesen: „Lasst uns mindestens 100 Jahre alt werden“ – eine Anspielung auf das Gründungsfest, das 2019 anstehen würde. 

Sportlich eher Magerkost

Sportlich bekamen die Zuschauer im Klosterstadion eher Magerkost geboten. Trotz der sieben Tore von Dreifachschütze Markus Ziereis, Sascha Mölders, Ugur Tür, Felix Bachschmid und Marvin Zimmermann konnte die Regionalliga-Truppe der Münchner Löwen nicht überzeugen. Die Sechziger-Fans am Spielfeldrand zeigten sich zum Teil jedenfalls enttäuscht, und auch Trainer Daniel Bierofka sah alles andere als glücklich aus, als er den Platz verließ. Anders sein SCF-Gegenüber Westermair. Der sagte zwar: „Das Ergebnis ist unwichtig.“ Gleichwohl war er zufrieden damit, dass sich seine Bezirksliga-Kicker gegen die Profitruppe gut verkauft hat. „Man merkt den Spielern schon an, dass die Hoffnung in den Hinterköpfen steckt, dass es beim SCF weitergeht“, sagte der Übungsleiter. Dennoch hätten die Spieler ihren Spaß bei der Partie gehabt. 

Andreas Daschner

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