Nicht nur der Nationaltrainer, auch Vanessas Heimtrainer Roland Graf ist auf die Leistung seiner Schützin Vanessa Bui besonders stolz 

Brucker Bogenschützin Vannessa Bui erzielte mit dem Nationalteam drei Medaillen in den Niederlanden 

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Das Bild zeigt Vanessa Bui beim Goldfinale mit 20 Ringen nach zwei Pfeilen.

Fürstenfeldbruck – Bei ihrem ersten internationalen Einsatz in den Niederlanden mit dem Nationalteam glänzte die Fürstenfeldbrucker Bogenschützin Vanessa Bui gleich mit drei Medaillen. Zum Ende der Hallensaison wurde Vanessa mit dem Compoundbogen in die Bogen-Nationalmannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes berufen. Mit dieser repräsentierte sie Deutschland vom 17.-21.05.2014 beim Dutch Para Archery Tournament 2014 in Almere/Niederlande.

Während der Samstag komplett zu Trainingszwecken und zum Kennenlernen der Sportler aus den anderen Ländern genutzt werden konnte, wurde es am Sonntag mit der Qualifikationsrunde ernst. Vanessa rief ihre gewohnte Leistung ab und konnte sich trotz Leistungseinbußen aufgrund des Windes gegen Ende des ersten Wettkampftags auf den ersten Platz behaupten. Am Dienstag wurden alle Finalmatches bis auf das Gold- und Bronze-Finale ausgeschossen. 

Die junge Bruckerin behielt die Nerven und schoss sich ohne Probleme ins Goldfinale. Am folgenden Tag wurden alle Teamwettbewerbe ausgeführt, welche für Vanessa komplett neu waren. Damit die Schützen möglichst viel schießen können, wurden zu Übungszwecken teilweise auch länderübergreifende Mannschaften gebildet. Im Mixed Team schießen eine Dame und ein Herr zusammen und Vanessa hatte die Ehre, mit einem schweizerischen Weltrekordhalter schießen zu können. So war die Erwartung, dass dieses Team gewinnen würde, natürlich sehr hoch. Nach einem spannenden Goldfinale wurde diese Erwartung dann auch erfüllt und Vanessa gewann ihre erste Goldmedaille. Neben dem Mixed Team-Wettbewerb gibt es auch den Mannschaftswettbewerb, bei dem eine Mannschaft aus drei Schützen des gleichen Geschlechts und der gleichen Bogenklasse besteht. Auch hier schoss sowohl Vanessa als auch ihre beiden Kolleginnen zum ersten Mal gemeinsam in einer Mannschaft. Während dem Einschießen gewöhnten sie sich aber schnell an den neuen Rhythmus und fanden sich gut zusammen. 

Um möglichst viel schießen zu können, haben die Damen hier in der Herrenklasse mitgeschossen. Mit viel Konzentration schaffte Vanessa mit ihrer Damenmannschaft den Einzug ins Bronzefinale, welches sie auch gewannen. Am letzten Tag stand für Vanessa dann nur noch das Goldfinale an. Hier war sie besonders nervös, da sie bereits die ganze Woche tolle Leitungen erbracht hatte und nun auch im Einzel Gold gewinnen wollte. Obwohl sie beim Einschießen wirklich sorgfältig war, landeten da die Pfeile nicht in der Mitte. Als sie dann etwas zu zweifeln begann, konnte sie der Nationaltrainer ermutigen, einfach zu schießen und Spaß zu haben. Nach einem weiteren Schuss , der sich gut angefühlt hatte, hörte sie mit dem Einschießen auf und wartete gespannt, bis sie an der Reihe war. Ganz anders als beim Einschießen konnte sie beim Goldfinale wieder ihr gewohntes Vertrauen in sich gewinnen und erkämpfte sich einen so großen Vorsprung, den ihre Gegnerin nicht mehr einholen konnte und gewann auch im Einzel eine Goldmedaille.

Nicht nur der Nationaltrainer, auch Vanessas Heimtrainer Roland Graf ist auf die Leistung seiner Schützin besonders stolz, denn dieser Erfolg zeigt seine beachtlichen Fähigkeiten als Trainer auf.

Da Vanessa bereits zuvor die Qualifikationsnormen erfüllt hatte und sich auch in den Niederlanden von ihrer besten Seite zeigte, kann sie mit einer Nominierung für das anstehende Weltranglistenturnier und auch für die Europameisterschaft in diesem Sommer rechnen.

 

Roland Graf, 1. Schützenmeister 

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