Vanessa Bui sowie die Kuntzsch-Brüder zeigten Bestleistungen

Bestleistungen und Top-Platzierungen für Brucker Bogenschützen

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Auf dem Bild von links: Luana König, Sebastian Kuntzsch, Vanessa Bui, Maximilian Kuntzsch

Fürstenfeldbruck – Beim Bogensport Fürstenfeldbruck überschlugen sich in letzter Zeit die Ereignisse. Es standen viele Wettkämpfe an, bei denen die Brucker Bestleistungen zeigten und viele Topplatzierungen mit nach Hause nehmen konnten. Am 21./22.06.2014 fand in Hallbergmoos die Bezirksmeisterschaft WA statt, bei der die Kuntzsch-Brüder Maximilian und Sebastian ihren Verein vertraten.

 In der mit 27 Teilnehmern besetzten und leistungsstarken Jugendklasse Recurve konnte sich Maximilian mit seiner Konstanz beweisen. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte der Meisterschaft schoss er hohe Ringzahlen und konnte sich mit einem persönlichen Bestergebnis von 550 Ringen einen hervorragenden 4. Rang erkämpfen. Sein jüngerer Bruder Sebastian trat in der Jugendklasse Compound an. Durch erst an Pfingsten erlittene Verletzungen an den Armen galt es für ihn nur, die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft zu erlangen. Doch er übertraf sich selbst und konnte trotzdem fast seine gewohnte Leistung bringen, mit er er sich letztlich die Silbermedaille sicherte.

Am selben Wochenende machte sich Vereinskollegin Vanessa Bui mit ihrem Compoundbogen und dem Nationalteam des Deutschen Behindertensportverbandes auf den Weg nach Nove Mesto Nad Metuji/Tschechien, um an ihrem ersten Weltranglistenturnier teilzunehmen. Dort traf sie auf zahlreiche Persönlichkeiten des Para-Bogenschießens, die durch ihre Leistungen bei Weltmeisterschaften und den Paralympics bereits hoch angesehen waren. Als Neuling bei den „Großen“ konnte Vanessa sich einen guten 9. Platz in der Qualifikationsrunde erkämpfen. Dieser bedeutete für sie ein Freilos ins Achtelfinale, in dem sie der Achtplatzierten aus der Vorrunde begegnete. In den Finalrunden geht es darum, mit 15 Pfeilen eine bessere Ringzahl zu erreichen als der Gegner. In dieser Runde hatte Vanessa leichtes Spiel und zog mit 136:130 ins Viertelfinale. Hier war sie zunächst etwas eingeschüchtert, da sie auf die Kanadierin Karen Van Nest stieß. Sie war in diesem Turnier Qualifikationsrundenerste und vertrat ihr Heimatland 2012 bei den Paralympics in London. Doch Vanessa behielt die Nerven und zog selbstbewusst ihr Schießen durch – und wurde mit einem 139:137-Sieg belohnt. Im Halbfinale schlug sie sich Tapfer gegen die Britin Mel Clarke, eine sehr erfahrene Schützin, die bereits eine Silber- und eine Bronzemedaille bei den Paralympics gewann. In diesem Duell unterlag Vanessa mit 137:141 und durfte sich auf ein spannendes Match im Finale um Bronze gegen ihre Teamkollegin Karina Granitza (Soest) freuen. Im Bronzefinale schenkten sich die beiden Vertreterinnen Deutschland nichts, denn bis zu den letzten drei Pfeilen waren sie ringgleich. Beim vorletzten Pfeil hatte Vanessa leider etwas Pech mit dem Wind, der während ihrer 20 Sekunden, innerhalb welchen sie schießen muss, einfach nicht nachließ. So schoss sie eine 5 und konnte den Vorsprung von Karina nicht mehr aufholen. Nach der zunächst aufkommenden Enttäuschung war Vanessa dann aber sehr zufrieden mit ihrer großartigen Leistung und dem 4. Platz als Neuling auf ihrem ersten Weltranglistenturnier. Vor allem Heimtrainer Roland Graf war besonders stolz auf seine Schützin, die er mittlerweile seit sieben Jahren trainiert.

Während Vanessa um Bronze kämpfte, waren einige Brucker in Sittenbach auf dem Raiffeisenpokalturnier, bei welchem sie den ganzen Tag mit strömendem Regen zu kämpfen hatten. Hier bestritt Neuling Michael Olejnik, der erst im Frühjahr mit dem Bogenschießen begonnen hatte, eines seiner ersten Turniere. In der Schützenklasse Recurve konnte er sich mit für ihn ausgezeichneten 533 den 6. Platz sichern. Begleitet wurde er von den erfahrenen Turnierschützen Maximilian und Sebastian Kuntzsch und Luana König, eine ehemalige Recurveschützin, die mittlerweile mit dem Compundbogen erfolgreich ist. Alle drei zeigten herausragende Leistungen und gewannen jeweils in ihrer Altersklasse.

Die drei Jugendlichen hatten sich zuvor auch bereits für die Bayerische Feldbogenmeisterschaft qualifiziert, welche am 05./06.07.2014 im oberfränkischen Breitengüßbach ausgetragen wurde. Maximilian Kuntzsch war diesmal nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung, erreichte in seiner Klasse aber trotzdem einen guten 6. Platz unter den besten bayerischen Feldbogenschützen. Sebastian und Luana besetzten in der gemischten Compound-Jugendklasse gleich zwei Plätze für Fürstenfeldbruck. Sebastian wurde mit 341 Ringen und deutlichem Abstand nach hinten Bayerischer Meister. Luana wächst immer mehr über sich hinaus und verbessert sich stets, sodass sie sich diesmal mit 315 Ringen die Brozemedaille verdiente. Als einziger erwachsener Brucker trat Stefan Christner in der Altersklasse Compound an, in der sehr viele und gute Schützen starteten. Mit einem zufriedenstellenden Ergebnis von 355 Ringen konnte er sich im guten Mittelfeld einordnen.

Roland Graf/Vanessa Bui 

  

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