Bei der Para-Europameisterschaft im schweizerischen Nottwil erreichte die Informatik-Studentin Bui den 7. Platz 

Brucker Bogenschützin Vanessa Bui startete mit der Nationalmannschaft

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Das Bild zeigt Vanessa Bui beim Einschießen in Nottwil.

Fürstenfeldbruck/Nottwil  –  Die Brucker Bogenschützin Vanessa Bui startete vergangene Woche (28.07.14 – 03.08.14) mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Para-Europameisterschaft im schweizerischen Nottwil.Trotz der hohen Belastung durch die Prüfungen im Studium ist die Informatik Studentin gut in Form und konnte dies mit ihrem Compoundbogen auch auf ihrer ersten EM zeigen. In der Qualifikationsrunde kämpfte sie sich im Laufe des Wettkampfs auf den 7. Platz und ließ viele Konkurrentinnen hinter sich.

Mit dieser Platzierung durfte sie sich beim anschließenden Finalschießen über ein Freilos freuen und musste erst im Achtelfinale antreten. Gleich bei ihrem ersten Match stieß sie auf ihre Teamkollegin Lucia Kupczyk, welche sich zuvor den 10. Rang sicherte. Vanessa hatte sie bereits im Frühjahr im Ländervergleich in den Niederlanden souverän geschlagen – und konnte diesen Erfolg bei diesem Match wiederholen. Im Viertelfinale traf sie auf die Vorrundenzweite, zweifache Paralympics Medaillengewinnerin Mel Clark. Zunächste konnte sich Vanessa die Führung erkämpfen, musste sich dann aber nach einem harten Kampf geschlagen geben. Dennoch gelang ihr im Einzel eine hervorragende Leistung. Als jüngste Athletin des deutschen Teams, schaffte sie es als beste deutsche Compound-Dame unter die ersten 8 bei ihrer ersten Europameisterschaft.

In der Mannschaft gelang dem Damenteam mit Vanessa Bui und ihren Kolleginnen Lucia Kupczyk und Karina Granitza eine Sensation: In der Qualifikationsrunde erreichten die drei Damen mit ihrem gemeinsamen Ergebnis nicht nur den ersten Platz in der Qualifikation, sondern sogar einen Weltrekord! Von ihrem Können überzeugt schoss sich die deutsche Compound-Damenmannschaft sicher ins Goldfinale. Dort trafen sie auf die favorisierten Russinnen, welche sehr Leistungsstark sind und auch schon zahlreiche internationale Titel errungen hatten. Doch das deutsche Team ließ sich nicht einschüchtern und machte das Duell um die Goldmedaille besonders spannend. Nachdem letzten Pfeil hatten beide Mannschaften die gleiche Ringzahl, sodass noch ein Stechen stattfinden musste. Hierbei schießt jeder Schütze einen Pfeil und die Ringzahlen der Schützen der jeweiligen Mannschaft werden addiert. Während die Russinnen ihre Leistungsstärke nicht abrufen konnten, gaben die deutschen Damen alles und gewannen verdient mit 28:23 die Goldmedaille.

Vanessa konnte mit ihren Teamkolleginnen einen Weltrekord, einen Europarekord und einen Europameistertitel für Deutschland gewinnen, eine vergleichbare Leistung hat es bei den Para-Bogenschützen in den letzten Jahren nicht annähernd gegeben.

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