Bezirksligisten Bruck und Maisach zeigen Lebenszeichen

Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Brucks Yannick Demmer lässt einen Pasinger ins Leere laufen.

Fürstenfeldbruck – Die beiden vom Abstieg aus der Bezirksliga bedrohten Landkreisvereine aus Bruck und Maisach zeigten am vergangenen Wochenende, dass sie den Kampf um den Ligaerhalt noch lange nicht aufgegeben haben. Der SC Fürstenfeldbruck siegte mit 3:1 über die DJK Pasing, und der SC Maisach überraschte mit einem 4:2-Sieg über den TSV Oberalting.

Einen Abstiegskampf pur erlebten die 90 Zuschauer im Brucker Klosterstadion. Drei Elfmeter, einen für, zwei gegen die SCF-Elf, ein Eigentor, elf Gelbe und eine Rote Karte, und am Ende tanzten Spieler und Trainer Michael Westermair auf dem Rasen. Nach dem 3:1-Sieg konnte der SCF die direkte Abstiegszone wieder verlassen. Jubel auch im Maisacher Grubenstadion. Die Elf von Trainer Mike Schien empfing als Tabellenletzter die Gäste aus Oberalting. 70 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als der SCM bereits nach acht Minuten durch zwei Tore von Dzenis Jusic und Afdal Tomangbe mit 2:0 führte. Im Brucker Klosterstadion nahmen insbesondere die ersten 45 Minuten einen dramatischen Verlauf. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, gab es einen Strafstoß für die Kreisstädter. Der Gefoulte Djamal Halfa Toga verwandelte selbst zum 1:0 für den SCF. Der erst in der Winterpause vom Liga-Konkurrenten Hertha München zu Bruck gewechselte Halfa Toga erhöhte mit seinem ersten Doppelpack für den SCF auf 2:0.

SCF-Trainer Westermair: "Wir waren spielerisch stärker"

Nach einer unglücklichen Aktion der Brucker Hintermannschaft kam Pasing durch ein Eigentor des SCF auf 2:1 heran. Mit einem Kopfball erhöhte aber Marcel Konrad auf 3:1. Dass dieses Ergebnis nach 90 Minuten auch noch Bestand hatte, dafür konnten sich die Brucker bei ihrem Torhüter Maximilian Knobling bedanken, der bis zur Pause noch zwei Elfmeter souverän parierte. Danach stand Brucks Torhüter gleich zweimal im Mittelpunkt, als jedes Mal Drameh seinen Gegenspieler nur regelwidrig stören konnte. Zwei Strafstöße, beide parierte der Brucker Schlussmann glänzend und stellte seine einsame Klasse in der Bezirksliga unter Beweis. So ging es mit dem wertvollen Zweitorevorsprung für die Brucker in die Pause. „Gekämpft haben beide Mannschaften, wir waren aber spielerisch stärker“, meinte SCF-Trainer Westermair nach dem Spiel. Die Maisacher nutzten nach dem Wiederanpfiff, als ein Oberaltinger nach wiederholtem Foulspiel vom Platz geflogen war, ihre numerische Überlegenheit konsequent aus. Kapitän Benedikt Mittermayr, den Trainer Schien einmal mehr ins offensive Mittelfeld stellte, erhöhte mit zwei Toren auf 4:0. In den letzten 20 Minuten wurde es aber dann „ekelhaft“, wie Schien die harte Gangart der Gäste bezeichnete. Maisach musste noch zwei Gegentore hinnehmen, davon einen sehr fragwürdigen Handelfmeter. „Der Sieg geht in Ordnung“, resümierte Schien erleichtert nach dem Schlusspfiff. „Ich denke, der Sieg gibt uns in der jetzigen Lage Auftrieb. Aber ein Sieg hilft uns nicht wirklich weiter“, denkt Schien bereits an die nächste schwere Aufgabe, wenn es am Freitagabend zum Tabellenführer nach Grünwald geht.

Dieter Metzler

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