Brucker Boxerinnen holten Edelmetalle in Berlin

Deutsche Meisterschaft: Silber für Piccolo-Boxerinnen Alina Popp und Johanna John

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Silber für Alina Popp (links). Daneben Leonie Müller (Gold). Bronze für Stefania Tse und Kerstin Vennemeyer.

In zehn verschiedenen Sportarten wurden kürzlich in Berlin die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Im Olympischen Boxen gingen 130 Einzelkämpfe über die Bühne, bis die Titelträger feststanden. Mit dabei waren Johanna John, Alina Popp und Anastasia Radunski vom BC Piccolo Fürstenfeldbruck.

Fürstenfeldbruck - Eine Glanzleistung vollbrachte Johanna John im Halbfinale des Bantamgewichts bis 54 Kilogramm (kg). Ihre Gegnerin Estelle Werner (SV Blau-Weiß Könnern, LV Sachsen-Anhalt), mit einem Kampfrekord von 22 Siegen in 25 Kämpfen gemeldet, musste bereits in der ersten Runde bis „acht“ angezählt werden und unterlag klar nach Punkten. Im Endkampf traf Johanna in ihrem 15. Kampf auf die routinierte Monika Schwarz (BC Kostheim, LV Hessen), die ihre Erfahrung aus 55 Kämpfen nutzte und einstimmig den Titel gewann. So sehr sich Johanna John über ihr Silber freute, umso enttäuschter war Brucks Aushängeschild Alina Popp im Weltergewicht bis 69 kg über dasselbe Edelmetall. 

Silber für Johanna John (links). Gold ging an Monika Schwarz. Bronze für Estelle Werner und Leah Knieps

Im Halbfinale hatte sie Kerstin Vennemeyer (TURA Bremen, LV Niederachsen) durch KO in der dritten Runde besiegt. Im Finale traf Alina auf Leonie Müller (Fit Boxing Esslingen), die sie vor einem Jahr bei der DM U21 noch klar besiegt hatte. Auch diesmal machte die Piccoloboxerin den Kampf, traf härter und auch öfter. Müller agierte meist aus der Defensive heraus mit schnellen Konter. Die Jury entschied sich mit 29:28 für die Schwäbin. „Ich kann das Urteil nicht nachvollziehen, denn Alina war die bessere Boxerin“, kritisierte Piccolo-Prä- sident Manfred Kaltenhäuser die Entscheidung. Anastasia Radunski hielt im Viertelfinale des Federgewichts bis 57 Kilogramm gegen die spätere Meisterin Ramona Graeff (BR Condor Limburg) über die volle Distanz gut mit, konnte sie jedoch nicht gefährden. Die Hessin wurde am Schlusstag zur besten Boxerin des gesamten Turniers erklärt. 

red

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