Doch Titel alleine reicht nicht

Brucker Panther gewinnen Handball-Krimi und planen den Aufstieg

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Fürstenfeldbruck - Die Panther können wohl langsam für die Aufstiegsrunde planen. Nach dem 26:25 (13:11)-Sieg gegen die Bundesligareserve der Rhein-Neckar Löwen ist der Vorsprung in der Tabelle auf acht Punkte angewachsen. Die Drittliga-Meisterschaft für die Brucker TuS-Handballer ist damit zum Greifen nah.

Der Titel alleine reicht heuer jedoch nicht, um in die Zweite Bundesliga aufzusteigen. Sportlich muss der Meister noch durch eine bis zu drei Spielen umfassende Relegationsmühle. Und finanziell ist die Zweite Bundesliga auch ein ganz anderes Kaliber. Um das nötige Geld für den Falle des Aufstiegs heran zu schaffen, hat sich schon vor einiger Zeit eine zehnköpfige Projektgruppe um den früheren TuS-Spieler Heiko Sasgen formiert. Die beschäftigt sich aber nicht nur mit dem schnöden Mammon. „Wir haben uns mehrere Schwerpunktfelder gesetzt“, sagt Sasgen auf Nachfrage des Kreisboten. Unter anderem gilt es schließlich auch noch, den Lizenzantrag für die zweite Bundesliga zu stellen. 

Mammutaufgabe bleibt

Bis zum 1. März müssen die Unterlagen beim Verband eingereicht sein. Jede Menge Arbeit, die innerhalb der Projektgruppe auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Jeden Donnerstag treffen sich die Mitglieder, um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Wir machen Fortschritte“, sagt Sasgen. Eine Mammutaufgabe bleibt weiterhin freilich die Deckung des Etats. 250.000 bis 300.000 Euro benötigt der TuS mindestens, um die Auswärtsfahrten in Deutschlands zweithöchster Spielklasse zu schultern. Bis nach Hamburg oder Lübbecke würde der Spielplan die Brucker führen. Für die Panther würde dieser Betrag rund eine Verdreifachung bedeuten. In der 2. Bundesliga wäre man damit trotzdem eine graue Maus. „Das ist eigentlich ein mittlerer Drittliga-Etat.“ In der Vergangenheit war es im fußball-affinen Münchner Raum oft schwer, überhaupt einen Geldgeber für andere Sportarten zu finden. Doch das hat sich laut Sasgen mittlerweile gebessert. „Die öffentliche Wahrnehmung für den Handball ist größer geworden.“ 

Auf der Suche nach einem Platzhirsch

Auch die Trikot-Aktion – bis zu 250 Personen oder Vereine können sich gegen eine Spende von mindestens 100 Euro den Namen klein auf das künftige Trikot drucken lassen – hätte die Panther PR-technisch nach vorne gebracht. Es seien sogar schon einige Interessenten von sich aus auf die Panther zugekommen, die sich finanziell engagieren wollen. Natürlich hofft man bei der Projektgruppe, den einen Platzhirsch zu finden, der den Verein langfristig die finanziellen Möglichkeiten für die 2. Bundesliga bietet. „Wir sind aber nicht nur auf die Riesen-Sponsoringsummen aus“, betont Sasgen. Auch Unterstützung durch Sachspenden – zum Beispiel Unfallversicherungen für die Spieler oder Verpflegung für die Auswärtsfahrten – sei immer willkommen.

Und wenn der Aufstieg in der Relegation scheitert? 

Auch dann sieht Sasgen das Sponsoren-Engagement nicht im Sande verlaufen. „Den Geldgebern muss die Liga eigentlich nicht wichtig sein.“ Auch in der 3. Liga sei die Wittelsbacher Halle voll – wie beim Krimi gegen die Rhein-Neckar Löwen, als fast 1.000 Fans den knappen Sieg der Panther feierten. Der nächste Schritt Richtung Meisterschaft – zumal auch Max Horner ein starkes Comeback feierte und damit wieder ein Linkshänder im Kader steht. Da scheint der Einzug in die Relegation in den verbleibenden sieben Spielen nur noch Formsache zu sein. 

Andreas Daschner

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