1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Fürstenfeldbruck

Brucker Panther verabschieden sich mit 34:26 Sieg in die Winterpause

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Ein sensationelles zweites Halbjahr 2019 ging für die Panther mit einem weiteren Sieg zu Ende: Gegen Willstätt reichte den Brucker TuS-Handballern dabei auch eine mittelmäßige Leistung zum 34:26 (18:8)-Sieg. Am Rande der Partie starteten die Brucker eine Sponsoren-Offensive, um einen etwaigen Aufstieg auch finanziell möglich zu machen.

null
1 / 8 © Daschner
null
2 / 8 © Daschner
null
3 / 8 © Daschner
null
4 / 8 © Daschner
null
5 / 8 © Daschner
null
6 / 8 © Daschner
null
7 / 8 © Daschner
null
8 / 8 © Daschner

Fürstenfeldbruck - Zu Saisonbeginn waren 8:4 Punkte aus den ersten sechs Spielen das Ziel von Panthercoach Martin Wild. Das daraus 30:4-Punkte zum Jahresende würden, daran hätten wohl nicht einmal die größten Optimisten geglaubt. Aber die TuS-Handballer haben sich zu einem echten Spitzenteam gemausert. Das zeigte auch das Spiel gegen Willstätt. Zwar verlief vor allem die zweite Halbzeit äußerst zäh. Aber gute Teams gewinnen eben auch mal schlechtere Spiele. Den mehr als 800 Zuschauern in der Wittelsbacher Halle war es letztlich egal, dass sich nach der Zehn-Punkte-Führung zur Halbzeit ein wenig der Schlendrian einschlich. Sie feierten ihre Panther schon zwei Minuten vor Spielende mit stehenden Ovationen. „Das war wohl auch eine Honorierung der bisherigen Leistungen in dieser Saison“, mutmaßte Wild. 

TuS-Handballer müssen sich mit Thema "2. Bundesliga beschäftigen"

Die Leistung gegen Willstätt sei nach dieser Hinrunde eher zweitrangig. Mit nun mindestens drei Punkten Vorsprung – Verfolger Pfullingen hat eine Partie weniger absolviert – müssen sich die TuS-Handballer zwangsläufig mit dem Thema 2. Bundesliga beschäftigen. Schon nach dem Sieg gegen Dansenberg war Wild in die Offensive gegangen. „Der richtige Schritt“, wie der Übungsleiter nun sagt. 

Denn seitdem erhielt die ohnehin schon große Euphorie rund um die Panther einen neuerlichen Schub. „Unsere Hauptsponsoren sind gleich auf mich zugekommen und haben ihre Unterstützung zugesagt“, erzählt Wild. Außerdem wollen die Brucker auch gleichermaßen begeisterte wie begeisternde Zuschauerkulisse mit ins Boot holen. 

Die Aktion: Für 100 Euro kann quasi jeder ein Trikotsponsor werden. Wer diesen Betrag spendet, dessen Wunschname wird aufs künftige Trikot gedruckt. Wer gar 200 Euro bezahlt, bekommt ein Fan-Trikot dazu. Außerdem haben laut Wild auch mehrere Gönner ihre private Unterstützung zugesagt. Das Ziel ist dennoch nicht ohne: Der derzeitige Etat, mit dem die Panther als graue Maus der 3. Liga gelten, muss verdreifacht werden. Nur so könnten die bundesweiten Auswärtsfahrten in der 2. Liga mit dem bestehenden Kader finanziert werden. Wild ist „guten Mutes, dass sich etwas bewegt“. Die finanziellen Voraussetzungen müssen bis 31. März geschaffen sein. Das ist der Stichtag für die Abgabe der Lizenzierungsunterlagen.Sportlich ist die Mannschaft nun gefordert. 

Aufstieg - eine einmalige Chance

Denn die Meisterschaft alleine reicht nicht zum Aufstieg aus. Danach warten bis zu drei Relegationsspiele. Mehr Druck verspürt Wild nicht, nachdem er in die Offensive gegangen ist. „Wir können die Lage schon richtig einschätzen“, sagte er. Ein Aufstieg wäre angesichts der finanziellen Voraussetzungen der Brucker „der Wahnsinn“. Andererseits sagt Wild aber auch: „Wer weiß, ob sich so eine Chance nochmal bietet.“ 

Andreas Daschner

Auch interessant

Kommentare