Aufstieg steht in den Sternen

Wegen Spielausfällen: Traum von 2. Bundesliga der Brucker Handballer weiter ungewiss

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Ex-Nationalspieler Dominik Klein (Mitte, im Profil zur Kamera) ist nicht nur Edelfan der Panther, er unterstützte den TuS auch beim Sponsoren-Event tatkräftig, um Geldgeber für den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu finden.

Fürstenfeldbruck - Die Handball-Welt steht still: Der Coronavirus hat den Spielbetrieb lahmgelegt. Wann es wie weitergeht, ist derzeit völlig offen – und damit auch, ob sich die Panther den Traum von der 2. Bundesliga erfüllen können.

Dabei sind die Brucker TuS-Handballer zumindest in Sachen medialer Aufmerksamkeit schon zweitligatauglich. Einer, der auch seinen Anteil daran trägt, ist Dominik Klein. Der frühere Nationalspieler und TV-Kommentator ist Edelfan der Brucker TuS-Handballer und oft auf der Tribüne in der Wittelsbacher Halle zu Gast. Auch die bislang letzte Partie – die Niederlage gegen Horkheim – hat Klein vor Ort mit verfolgt. Schwer beeindruckt war er von der Reaktion der knapp 1.000 Fans in der Halle. Trotz der Pleite hatten sie das Team zehn Minuten lang mit stehenden Ovationen gefeiert. „Was da passiert ist, ist das größte Lob für die Mannschaft“, sagte Klein am Rande eines Sponsoren-Events im Gespräch mit dem Kreisboten. Nach Ansicht des Ex-Profis (unter anderem in Kiel und Großwallstadt), der 187 Spiele im Dress mit dem Bundesadler auf der Brust absolviert hat, wäre aber nicht nur das Publikum bereit für Profihandball. „Was hier entstanden ist, ist absolut sensationell“, sagt Klein. Die Außendarstellung des TuS habe „absolutes Erstliga-Niveau“. 

Martin Wild und Dominik Klein kennen sich schon lange

Die Panther seien bislang im Umland gefeiert worden, wie das sonst nur bei Großereignissen mit dem Nationalteam der Fall sei. Pantherfan ist der gebürtige Miltenberger (Unterfranken) aber nicht erst seit dem steilen Höhenflug des TuS in diesem Jahr. „Es gibt eine lange Verbundenheit mit Trainer Martin Wild“, sagt Klein. Wann genau sich die beiden kennen und schätzen gelernt haben, daran kann sich der ehemalige Nationalspieler nicht mehr genau erinnern. Als er nach seiner Karriere seinen Lebensmittelpunkt schließlich in der Heimat seiner Frau – München – wählte, war der Weg in die Wittelsbacher Halle natürlich ein kurzer. „Ich wollte hier dem Handball etwas zurückgeben“, begründete er sein Engagement für die Panther, das er auch beim Sponsoren-Event bei Gesprächen mit möglichen Geldgebern in die Waagschale warf. 

Handballbund berät wie mit Absagen umgegangen wird

Und nicht zuletzt sieht er die Entwicklung der Brucker auch aus bayerischer Verbandssicht sehr positiv: „Damit können wir unseren Talenten in München eine Perspektive bieten, ansonsten würden wir diese verlieren.“ Zunächst muss aber die Corona-Krise überwunden werden. Der Deutsche Handballbund berät derzeit, wie mit den Absagen umgegangen wird. Eine Option ist, nach dem aktuellen Tabellenstand zu entscheiden, was für die Panther äußerst bitter wäre. Denn dann wären sie zwar Meister der 3. Liga Süd, hätten im Aufstieg aber gegen zwei andere Teams aus den parallel laufenden Staffeln mit weniger Minuspunkten das Nachsehen. 

Andreas Daschner

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