Panther agieren kurz vor Schluss dreimal unglücklich

Brucker Panther unterliegen Dormagen mit 27:30

Auch wenn die Panther verloren haben, bezeichnet Trainer Wild das Endresultat als „gerechtes Ergebnis“.
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Auch wenn die Panther verloren haben, bezeichnet Trainer Wild das Endresultat als „gerechtes Ergebnis“.

Fürstenfeldbruck – Dreimal unglücklich agiert, und das Spiel war weg. Mit diesen Worten beschrieb Coach Martin Wild den Schlüsselmoment bei der 27:30 (15:16)-Niederlage seiner Panther gegen Dormagen. Gemeint waren die Szenen kurz vor Schluss, als die Brucker TuS-Handballer beim Stand von 26:27 drei technische Fehler machten. Und aus war der Traum vom Punktgewinn.

Drei Ballverluste in Folge, drei Gegentore in Folge: Statt des möglichen 27:27 stand es in Leverkusen, wo die Partie wegen eines technischen Defekts in der Dormagener Halle ausgetragen wurde, 26:30. Die Entscheidung. Zu mehr als zum 27. Panther-Treffer durch Kolodziej reichte die Zeit nicht mehr. Bei der Ursachenforschung für die Pleite holte Wild dann aber natürlich weiter aus, als sich nur auf die drei Szenen zu fokussieren – auch wenn er sich zunächst schwer tat, die Fehler zu beheben.

Er wisse nicht, ob seine Jungs über die kompletten 60 Minuten an den Sieg geglaubt haben, sagte er. Und: „Mir hat in unserem Spiel heute ein bissl was gefehlt.“ Zwar gingen die Panther durch Julian Prause schnell in Führung. Aber ebenso schnell wurde daraus ein erklecklicher Rückstand. „Das hat uns verunsichert“, sagt Wild.

Dormagen fand gegen die 3-2-1-Abwehr der Panther dieses mal gute Mittel, sodass der TuS kaum zu den gewünschten Tempogegenstößen kam. Später stellte Wild auf eine 6:0-Abwehr um, auf die sich die Gastgeber aber auch schnell einstellten. Normalerweise spielen sie gegen eine 6:0-Abwehr eh besser, als gegen eine 3-2-1“, sagt Wild.

Trotzdem konnten die Panther aus einem 10:15 noch einen nur knappen Pausenrückstand machen. Sebastian Meinzer setzte mit einem Tor fünf Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit den Schlusspunkt hinter einen 5:1-Lauf.

Panther finden auch in der zweiten Halbzeit nicht in Spiel

Doch auch in der zweiten Halbzeit fanden die Brucker nicht so recht ins Spiel. Wieder zog Dormagen auf teilweise fünf Tore Abstand davon. „Wir haben dann zwar trotzdem nochmal ein offenes Spiel erzeugt“, sagt Wild mit Blick auf die Aufholjagd, die im 26:27-Anschlusstreffer gipfelte. „Wir konnten dieses Momentum aber nicht nutzen.“

Im Eins-gegen-Eins sei die Mannschaft dieses Mal nicht konsequent genug gewesen. „Außerdem hätten wir mehr in die Breite spielen sollen.“ Linksaußen Tim Kaulitz hatte einen guten Tag erwischt, bekam mit fortlaufender Spielzeit aber immer weniger Bälle. „Das hätten wir weiter forcieren müssen“, sagt Wild.

Insgesamt hatte der Panthercoach den Eindruck, dass Dormagen ein paar PS mehr hatte und den Sieg mehr wollte. Deshalb lautet Wilds Fazit auch: „Es wäre zwar mehr drin gewesen, über die 60 Minuten betrachtet war es aber wohl ein gerechtes Ergebnis.“

Andreas Daschner

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