Ball zu oft verschenkt

Brucker Panther verlieren 25:31 gegen Bietigheim

Spieler der Brucker TuS-Handballer im Duell gegen Spieler aus Bietigheim.
+
Technische Fehler der Brucker brachten Bietigheim immer wieder in Ballbesitz.

Fürstenfeldbruck – Den Grund für die 25:31 (11:13)-Niederlage seiner Panther in Bietigheim hatte Coach Martin Wild schnell ausgemacht: „Wir haben im Angriff ungewohnt viele Fehlentscheidungen getroffen.“ Zu oft schenkten die Brucker TuS-Handballer den Ball an die Hausherren ab, die das immer wieder für einfache Tor nutzten.

Vor der Partie hatte Wild das Tempospiel noch als entscheidenden Faktor für den Spielausgang ausgemacht. Am Ende sollte er recht behalten – aber nicht so, wie er sich gewünscht hätte. Dabei fanden die Panther in den ersten zwölf Minuten richtig gut ins Spiel und führten mit 7:3. Bietigheims Coach Brian Ankersen blieb dennoch ruhig: „Die Abwehr stand gut.“ Er habe darauf gewartet, dass die Brucker müde würden.

Ob es Müdigkeit war oder nicht: Allzu lange musste der Bietigheimer Coach nicht warten, bis das Spiel eine Wende nahm. Als Tobias Prestele, Falk Kolodziej und Max Horner im Vier-Minuten-Abstand Zeitstrafen kassierten, nahm das Unglück seinen Lauf. Wild nahm in Unterzahl bei Ballbesitz wie üblich Torhüter Michael Luderschmid für einen sechsten Feldspieler aus dem Kasten. Doch der Schuss ging nach hinten los.

„Wir sind ins Gegenstoßspiel der Bietigheimer reingelaufen“, sagt der Panthercoach. Unter anderem musste er überhastete Wurfversuche gegen Dreier-Blocks der Bietigheimer mit ansehen. Diese und weitere technische Fehler der Brucker brachten Bietigheim immer wieder in Ballbesitz. Die Hausherren nutzten das für mehrere Treffer ins leere Tor. Wild: „Wir sind selbst schuld, unser Angriff war der Grund, dass wir mit einem Rückstand in die Pause gegangen sind.“

Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht ändern. Weiter schenkten die Brucker zu viele Bälle her und rannten immer wieder in Tempogegenstöße der Württemberger. Rund ein Dutzend Mal trafen die Bietigheimer in den zweiten 30 Minuten auf diese Weise, wie Wild gezählt hatte. In fünf Minuten wuchs der 11:13-Pausenrückstand auf 11:17 an. Bis zur 49. Minute zogen die Hausherren sogar auf 28:18 davon.

Eine Niederlage mit zehn Toren wollten die Panther dann aber offenbar doch nicht kassieren. Mit den letzten zehn Minuten des Spiels zeigte sich Wild am Ende wieder zufrieden. „Da haben wir Moral bewiesen. Wie die Anfangsphase ging auch die Schlussphase mit 7:3 an die Panther, die damit das Zehn-Tore-Debakel verhinderten und noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Daschner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare