Nah am Abstiegsplatz

Brucker Panthers Jahresabschluss: zwei Niederlagen und ein Sieg

Handball: Brucker Panther Kapitän Korbinian Lex gegen Großwallstadt im Ballbesitz
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Auch wenn die Panther um Kapitän Korbinian Lex (in Ballbesitz) gegen Großwallstadt verloren haben, können sie auf ein starkes Jahr zurückblicken.
  • Miriam Kohr
    vonMiriam Kohr
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Fürstenfeldbruck – Der erste Auswärtssieg und zwei Niederlagen: Mit dieser Bilanz gehen die Panther in die Spielpause im Januar.

Vor allem die finale 30:34 (12:15)-Niederlage in Hüttenberg schmerzt. Zehn schwache Anfangsminuten kosteten die Brucker TuS-Handballer womöglich den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz.

Kein guter Start gegen Hüttenberg

Coach Martin Wild drückte es noch verhalten aus: „Wir hatten alles andere als einen optimalen Start erwischt.“ Nach knapp sechs Minuten und einem 0:4-Rückstand nahm der TuS-Trainer bereits seine erste Auszeit. Neun Minuten dauerte es, ehe die Panther das erste Tor erzielten: Falk Kolodziej traf per Siebenmeter zum 1:6. Erst in der zwölften Minute gelang Kapitän Korbinian Lex der erste Treffer aus dem Spiel heraus. Da stand es bereits 2:7 aus Brucker Sicht. Da half es auch nichts, dass die Panther in den verbleibenden 50 Minuten eine ordentliche Leistung zeigten. Wilds Fazit: „Wir haben den Anfang verschlafen und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen, sodass Hüttenberg verdient gewonnen hat.“

Jubel in Aue

Groß war der Jubel dagegen beim ersten Auswärtssieg in der 2. Bundesliga in Aue. Das 27:26 (12:13) war zu diesem Zeitpunkt auch der dritte Sieg in Folge. Zum Helden des Spiels wurde Torhüter Michael Luderschmid mit einem Dutzend Paraden. „Er war heute herausragend“, sagte auch Wild über die Leistung seines Schlussmannes. Fast ein Drittel aller Auer Würfe wehrte Luderschmid ab. Das trug viel dazu bei, dass der TuS-Coach am Ende zufrieden konstatieren konnte: „Unser Plan ist hundertprozentig aufgegangen.“

Hohes Tempo gegen Großwallstadt

Dass auch Luderschmids junger Vertreter Louis Oberosler schon reif für die Profiliga ist, bewies dieser gegen Großwallstadt. Der erst 18 Jahre alte Schlussmann spielte bei seinem Debüt im Brucker Dress 40 Minuten und verhinderte bei der 31:40 (14:17)-Niederlage am zweiten Weihnachtsfeiertag noch Schlimmeres. Beide Mannschaften waren von Beginn an extrem hohes Tempo gegangen. Am Ende jeweils gut 60 Angriffe pro Team sprechen eine deutliche Sprache. „Meine Jungs haben nochmal alles reingehauen, was noch im Tank ist“, sagt Wild nach dem Mammutprogramm der zurückliegenden Wochen. In Sachen Einstellung könne er seinen Spielern überhaupt keinen Vorwurf machen. „Es war aber alles in allem nicht unser Tag heute“, sagt der Übungsleiter weiter. „Großwallstadt war einfach die bessere Mannschaft“, sagt Wild, der trotzdem ein positives Fazit im heimischen Pantherkäfig zog: „Wir haben zuhause ein tolles Handballjahr erlebt.“

Zeit zum Kurieren

Jetzt haben die Panther, bei denen zuletzt die Flügelzange Felix Kerst und Benedikt Hack sowie Trohüter Stefan Hanemann fehlten, Zeit zum Wundenlecken. Einige Akteure spielten zum Jahresausgang angeschlagen. Sie können sich nun im spielfreien Januar auskurieren. Ihre nächste Partie bestreiten die Brucker am 29. Januar mit dem Nachholspiel gegen Bietigheim im Pantherkäfig.
Andreas Daschner

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