1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Fürstenfeldbruck

Brucker Volleyballer kämpfen um den Klassenerhalt

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Spielszene aus dem Derby, das die Estinger am Ende doch souverän gewannen. © Metzler

Für die Mannschaft vom TuS Fürstenfeldbruck ging es am Sonntagmittag im Derby gegen die SG Esting ums nackte Überleben. Die auf einem der beiden direkten Abstiegsplätze stehenden Brucker benötigten vier Spieltage vor dem Saisonende am besten drei Punkte, um die Chance zu wahren, den auf dem Relegationsplatz stehenden TSV Friedberg II noch abzufangen. Mehr ist für das TuS-Team nicht mehr drin.

Fürstenfeldbruck - Am Ende kannte die SG Esting keine Gnade mit den Bruckern und gewann die Begegnung mit 3:0 (26:24, 25:23, 25:16). Im Brucker Lager beurteilt man die Lage nicht so dramatisch. „Wir sind schon vor längerer Zeit eigentlich abgestiegen“, meinte Trainer Kevin Bradtke. „Wenn man die ganze Rückrunde mit so einem kleinen Kader auskommen muss, dann war da keine Überraschung.“ Zum Spiel meinte er, seine Jungs haben sich gut verkauft. „Man muss halt einen Aufschlag auch rüberbringen, dann gewinnt man auch mal einen Satz“, spielte er auf die gegebenen Möglichkeiten im ersten und zweiten Satz an. So muss der TuS nach drei Jahren Bayernliga wieder zurück in die Landesliga. „Wir versuchen mit unserer Jugend einen Neuaufbau. In zwei, drei Jahren sind wir dann wieder da. Einen kuriosen ersten Satz erlebten die 20 Zuschauer. 

Brucker wehrten sich tapfer bis zum Schluss

Zu Beginn völlig von der Rolle gerieten die Gastgeber überraschend gegen die mit einer Rumpftruppe angetretenen Brucker in Rückstand. Zunächst 0:4, dann gar 2:9 und 3:12. Esting Trainer Christian Vetrovskys Geduld war vorüber. „Leute, das ist keine Einstellung“, forderte er von seiner Mannschaft mehr Engagement. Das wirkte und der Tabellendritte setzte zur Aufholjagd an. Bei 16:16 war die Spielgemeinschaft wieder dran. Wer dachte die Brucker würden sich allerdings geschlagen geben, sah sich getäuscht. Selbst drei Satzbälle konnte Esting nicht verwerten. Erst der vierte saß, nachdem der TuS nochmals auf 24:24 ausgleichen konnte. Auch mit dem Verlauf des zweiten Satzes konnte Vetrovsky nicht zufrieden sein. Die Bruckern, denen kein Auswechselspieler zur Verfügung stand, wehrten sich tapfer und hielten bis zum Schluss den zweiten Satz völlig offen.

Noch ist nicht alles verloren

Ein Annahmefehler der Brucker beim Stande von 24:23 bescherte Esting schließlich die glückliche 2:0-Satzführung. Im dritten Satz ernährten sich die Estinger Elephants mehr einem Eichhörnchen, denn auch dann bahnte sich erst beim 13:7 eine erste Vorentscheidung an. Am Ende gewann der gastgebende Favorit mit 25: dann aber doch recht deutlich. Von einem Pflichtsieg sprach Vetrovsky nach dem Spiel. „Die drei Punkte sind für uns ganz wichtig. Wenn wir auch noch gegen Ingolstadt in unserem letzten Spiel drei Punkte holen, könnte es noch mit der Aufstiegsrelegation klappen.“ Dazu müsste allerdings aber Schwabing in den letzten beiden Begegnungen straucheln. „Die spielen noch gegen den Tabellenführer Dachau III und gegen den VfR Garching.“ 

Dieter Metzler

Auch interessant

Kommentare