Bayerischer Wasserballpokal

Brucker Wasserballer im Finale

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Wasserballer bezwingen im Halbfinale des Bayrischen Pokals die Munich Tritons mit 27:3

Die Fürstenfeldbrucker Wasserratten haben das Finale des Bayerischen Wasserballpokals erreicht. Am 23. Mai abends setzten sich die Brucker gegen den Verbandsligisten Munich Tritons mit 27:3 (8:1, 4:2, 7:0, 8:0) durch. Im Finale treffen die Wasserratten auf Oberliga-Konkurrent 1. FC Nürnberg Schwimmen.

Fürstenfeldbruck - Gegen die Tritons waren die Wasserratten vor der Partie favorisiert. Das Team aus München spielt eine Liga tiefer, belegte dort den vierten Platz – unmittelbar hinter der zweiten Mannschaft der Fürstenfeldbrucker. Brisanz gewann die Konstellation durch die „Personalie Mesbah“. Der Trainer der Tritons ist gleichzeitig Centerspieler der Wasserratten. Spielen oder coachen? Diese Frage musste der Ägypter am Mittwoch entscheiden – und wählte den Beckenrand. Freilich in Absprache mit Wasserratten Trainer Christian Bews. Dabei musste Mesbah gleich auf seine vier stärksten Spieler verzichten, bei den Wasserratten fehlten Daniel Müller, Sven Kesberger, Clemens Satzger und eben Mesbah. „Alle drei sind wichtige Spieler, wir können das Fehlen aber deutlich besser kompensieren als die Tritons, weil wir in der Breite deutlich ausgeglichener besetzt sind“, sagt Wasserratten-Trainer Christian Bews. 

Tempo-Schraub und schwimmerisch überlegen

In der Partie zeigte sich von Beginn an der Klassenunterschied zwischen beiden Teams. Die Wasserratten starteten giftig, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und drehten an der Tempo-Schraube. Zu viel für die Tritons, die ihre Leistungsträger schmerzlich vermissten. „Wir haben das Spiel mit einem Urknall begonnen – und uns dann langsam gesteigert“, sagt Wasserratten-Kapitän Andreas Peters. Der Schlüssel zum Sieg im heimischen Freibad war insbesondere die schwimmerische Überlegenheit der Gastgeber. „Wir wussten, dass wir in punkto Geschwindigkeit und Umschaltspiel Vorteile haben und wollten das gezielt ausnutzen. Das ist uns auch sehr gut gelungen“, sagt Bews. 

Wasserratten steigern nochmal Intensität

Die Folge: bereits im ersten Viertel gelangen zahlreiche Kontertore und eine Führung von 8:1. Im zweiten Spielabschnitt vergaben die Brucker mehrere Gelegenheiten und ließen zwei Gegentreffer zu, sodass zur Halbzeitpause eine 12:3-Führung auf der Anzeigetafel stand. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, Mesbah wechselte daher zur Pause Torhüterin Jana Koch ein. In den beiden Schlussabschnitten steigerten die Wasserratten nochmals die Intensität und gewannen diese mit 7:0 und 8:0. Koch zeigte mehrere gute Paraden, war aber gegen die minütlich frei vor ihr auftauchenden Brucker insgesamt machtlos. Bester Wasserratten-Torschütze war Frederico Heusmann. Der 17-Jährige erzielte sieben Treffer. „Fredi war sehr aufmerksam, hat biltzartig auf Angriff umgeschaltet und dann seine Schnelligkeit gut ausgespielt“, bilanziert Bews. Aufgrund der fehlenden Spieler hatte sich auch der Trainer eine Kappe aufgesetzt – und gezeigt, dass er es auch noch kann. Dem Coach gelangen zwei sehenswerte Tore. 

Nächste Partei im Juni

Seinen ersten Treffer in der ersten Mannschaft erzielte Maximilian Kehe. Nach einem Konter erhielt der 2,03 Meter Baum den Ball im Rückraum und hatte aus fünf Metern keine Mühe. Die nächste Partie bestreiten die Wasserratten Ende Juni. Dann gastiert Liga-Rivale Delphin Ingolstadt in der AmperOase. „Wir wollen das Selbstvertrauen aus diesem Spiel mitnehmen, gegen Ingolstadt in der Liga gewinnen und natürlich dann auch den Pokal im Finale an die Amper holen“, fordert Peters. 

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