Beim TuS FFB in Ungnade gefallen - Mit der HSG Würm-Mitte stürmt Trainer Schmid mit A-Jugend-Handballern in die Bundesliga 

Bundesliga–Aufsteiger der Woche: Brucker Ex-Trainer  Klaus Schmid  

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Beim TuS FFB in Ungnade gefallen - beim HSG Würm-Mitte stürmte Trainer Schmid mit A-Jugend-Handballern in die Bundesliga.

Fürstenfeldbruck – Bis vor zwei Jahren trainierte Klaus Schmid noch erfolgreich die U19- und U17-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck. Dort war der erfahrene Coach über Nacht aber plötzlich nicht mehr gefragt und musste seinen Hut nehmen. Am vergangenen Wochenende hat Schmid nun als verantwortlicher Trainer mit der A-Jugend der HSG Würm-Mitte in Baunatal den Sprung in die Bundesliga-A-Jugend geschafft. Eine späte Genugtuung für den Trainer aus Leidenschaft und groß der Jubel bei der HSG Würm-Mitte.

Klaus Schmid war sich im Klaren darüber, dass es ein Experiment war, sich mit der A-Jugendmannschaft für die Qualifikation um die Jugend-Bundesliga zu bewerben. Zumal es nicht wenige Skeptiker gab, die dem Projekt keine Chance einräumten.  Doch diese wurden eines Besseren belehrt. Doch der ehrgeizige Coach scharte Spieler aus den Vereinen aus der Region um sich und bereitete die Mannschaft in nur zehn Monaten intensiv auf die Qualifikationsrunde vor. So trat er mit der neuen A-Jugendmannschaft zunächst in Günzburg zur bayerischen Vor-Qualifikation an. Als Gegner warteten in Günzburg neben den Gastgebern die Mannschaften des TSV Friedberg und des TSV Gilching auf die HSG Würm-Mitte-Youngsters. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte die Schmid-Mannschaft aber die Vor-Qualifikation für sich entscheiden. 

Als Turniersieger durften sie die erste Qualifikationsrunde auf Süddeutscher Ebene in eigener Halle ausrichten. Neben dem Lokalrivalen aus Gilching waren dabei die weiteren Gegner in der Halle des Kurt-Huber-Gymnasiums in Gräfelfing die HSG Konstanz aus Süd-Baden und der SV Kornwestheim aus Württemberg. In einem wahren Handballkrimi, allerdings ohne Happyend für die Schmid-Handballer, verpassten die Gastgeber, angefeuert von 350 Zuschauern, die direkte Qualifikation, nachdem sie gegen Konstanz knapp mit 29:33 verloren. So musste der HSG-Nachwuchs eine Woche später in Bittenfeld nochmals ran, um das Ticket für die Finalrunde in Baunatal zu lösen. 

Im dritten Qualifikationsturnier innerhalb von drei Wochen klappte es dann. Der Jubel wollte nach Erreichen des Minimalziels kein Ende nehmen, nachdem die Mannschaft nun die Qualifikation zur DHB-Endrunde geschafft hatte. Mit acht Siegen in neuen Spielen reisten die Nachwuchs-Handballer ins hessische Baunatal. Dort trafen die Schmid-Schützlinge auf die Mannschaften des ASV Senden, HC Empor Rostock und die Gastgeber GSV Eintracht Baunatal. Als Dritter in dieser Vorrunde hatten sich die Münchner Vorstädter anschließende mit Hameln und den HC Wölfe-Nordrhein auseinanderzusetzen.

 Aus diesen beiden Begegnungen ging die HSG Würm-Mitte als klarer Sieger hervor, schaffte damit den siebten Platz in der Endabrechnung und qualifizierte für einen der acht zu vergebenden Plätze. Erst in der Saison 2011/12 wurde vom Deutschen Handball Bund (DHB) die A-Jugend-Bundesliga eingeführt. Sie ersetzte die bisherigen Jugend-Regionalligen, die von den einzelnen Regionalverbänden ausgerichteten wurden. Die A-Jugend-Bundesliga wird vom DHB ausgerichtet. Sie besteht aus vier Staffeln mit jeweils zwölf Mannschaften. 

 Dieter Metzler

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