Lange Gesichter beim SC Oberweikertshofen – Regenwetter und Spiel verloren

Brucker gewinnen Derby

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Viele verbissene, aber stets im Rahmen der Fairness bleibende Zweikämpfe prägten das Landkreis-Derby zwischen Oberweikertshofen und Fürstenfeldbruck

Oberweikertshofen – Lange Gesichter gab es beim SC Oberweikertshofen bereits vor dem Anpfiff des Derbys gegen den SC Fürstenfeldbruck am 25.Oktober, denn der eine Stunde vor Spielbeginn einsetzende Regen kostete dem Verein etliche Zuschauer. Dennoch ließen sich aber 420 Besucher davon nicht abhalten, um das Derby im Waldstadion mitzuerleben. Noch länger wurden die Gesichter beim SCO allerdings nach dem Schlusspfiff, denn die Mannschaft von Trainerduo Florian Hönisch und Michael Westermair verlor den Rückenrundenauftakt in der Landesliga Südwest mit 0:1-Toren.

 „Nach dem Höhenflug zu Saisonbeginn haben viele in der Mannschaft geglaubt, das läuft so weiter. Sie haben sich überschätzt. Jetzt sind wir voll auf dem Boden gelandet. Die Führungsspieler hängen durch, die Stürmer schießen keine Tore, die Mannschaft lernt nicht dazu“, zeigte sich Hönisch nach der Niederlage maßlos enttäuscht. „Die Mannschaft hat nicht an sich geglaubt. In der ersten Halbzeit hatten wir die Chance, in Führung zu gehen. In den zweiten 45 Minuten ging jeglicher Spielfluss verloren.“ Seit dem 21. September wartet der SCO auf ein Erfolgserlebnis. Nach zuletzt vier Niederlagen und einem Remis rutschte der einstige Tabellendritte auf dem achten Tabellenplatz ab. 

In der Tat gehörten die ersten 45 Minuten zur Hälfte den Gästen aus der Kreisstadt und zur Hälfte dem Dorfverein aus Oberweikertshofen. Anfangs waren die Brucker präsenter und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Der Ex-Oberweikertshofener Karol Kopec und der beste Spieler auf dem Platz, Uli Fries, hatten Pech mit Distanzschüssen, die ihr Ziel knapp verfehlten. Dann kam der SCO zu einigen Chancen. Doch sowohl Cenk Imsak, als auch Ilija Sivonjic und nochmals Imsak scheiterten am starken SCF-Keeper Felix Thiel. Letztlich ein gerechtes Remis nach 45 Minuten. Die zweiten 45 Minuten zählten gerade einmal vier Minuten, da erzielte Marian Meier nach einer Flanke von Fries mit dem Kopf gegen die Laufrichtung des SCO-Keepers Tobias Hellmann die Führung für den Tabellenelften aus der Kreisstadt.

 Der SCO bemühte sich in der Folgezeit fand aber letztlich kein Mittel, sich gegen die gut gestaffelte Brucker Elf erfolgreich durchzusetzen. Das Mittelfeld existierte so gut wie überhaupt nicht mehr, die Stürmer kamen zu keinen zwingenden Chancen. Aldin Medara versuchte es mit einem Distanzschuss, der über den SCF-Kasten flog. In der 68. Minute hätte Sebastian Kraus dem SCO den Todesstoß versetzen können. Völlig frei kam der Brucker zum Schuss, setzte den Ball aus kurzer Distanz aber über das Tor. Die beste SCO-Möglichkeit zum 1:1-Ausgleich erhielt der eingewechselte Sebastian Heiß. Er kam jedoch nach einem Freistoß in den SCF-Strafraum um Bruchteile von Sekunden zu spät und rutschte am Ball vorbei. Während man auf Oberweikertshofener Seite nach dem Schlusspfiff der Meinung war, ein Unentschieden wäre verdient gewesen, begründete SCF-Trainer Tarik Sarisakal, warum der Sieg des SCF in Ordnung ging. „Wir haben verdient gewonnen. Die Mannschaft hat sich zu hundert Prozent an die taktischen Vorgaben gehalten. Was Uli Fries auf dem Platz macht, das hat Hand und Fuß. Eine Mannschaft zeigt sich in solchen Spielen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die einige Ausfälle gut kompensieren konnte. Wir haben die Konzentration 90 Minuten hochgehalten. Solche Siege sind einfach Balsam für die Seele.“ 

Dieter Metzler

 

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