Mesbah trifft und trifft - Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten siegreich gegen SG Stadtwerke München

Wasserballer gewinnen Derby

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Mesbah trifft und trifft.

Fürstenfeldbruck - Mesbah trifft und trifft: Die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten haben das Derby gegen die SG Stadtwerke München II mit 16:10-Toren (6:3, 3;3, 3:3, 5:2) für sich entschieden. In einer knappen Partie war der ägyptische Centerspieler Ahmed Mesbah mit sieben Treffern der überragende Spieler aufseiten der Brucker. Durch den Erfolg wahrt die Mannschaft von Spielertrainer Clemens Satzger ihre weiße Weste.

 Sämtliche der drei bisherigen Saisonspiele wurden gewonnen. „Ein Sieg ist natürlich immer schön, zumal im Derby. Aber was mich heute besonders freut, ist die Art und Weise. Wir haben eine reife Partie gezeigt, waren gut organisiert, haben sehr gut zusammengespielt und waren in den entscheidenden Momenten etwas cleverer“, bilanziert Satzger. Sein Team begann die Partie mit der stärksten Leistung seit Jahren. „Eine unserer Schwächen ist, dass wir den Start ganz gerne mal etwas verschlafen. Das war heute anders“, freute sich Christian Bews. Denn bereits nach zweieinhalb Minuten führten die Brucker mit 4:1. Die ersten vier Treffer der Brucker erzielte: Mesbah. „Ahmed hat am Anfang einfach jeden Angriff reingehauen. Phänomenal“, sagt Wasserratten Vizepräsident Thorsten Schulz, der das Coaching am Beckenrand übernahm. Und fügt lachend hinzu: „Das hätte er ruhig mal das ganze Spiel durchziehen können.“

Doch nicht nur im Angriff, auch in der Abwehr waren die Wasserratten präsent, ermöglichten den Münchnern kaum Tormöglichkeiten. Die Folge: Nach sechs Minuten führten die Gäste 6:1, ehe den Landeshauptstädtern zwei Treffer zum 6:3-Viertelstand gelangen. Nach der Pause hatten sich die Münchner gefangen, das Spiel fand nun auf Augenhöhe statt. „München hat es im zweiten Viertel geschafft, den Center besser ins Spiel zu bringen und dann auch von Rausstellungen gegen uns profitiert“, analysiert der Moorenweiser Satzger. Reihenweise mussten die Wasserratten in Unterzahl spielen, die Rausstellungen blieben das dominante Thema des Spiels. Eines Spiels das tatsächlich aber zu keinem Zeitpunkt unfair geführt wurde. „Die Schiedsrichter haben eine sehr eigenartige Linie gepfiffen, die ich so noch nie erlebt habe und die leider etwas unklar war, sodass es schwer für uns war, sich darauf einzustellen“, findet Schulz. Denn zu den aus Sicht der Unparteiischen sanktionswürdigen Vergehen zählte – überraschend – auch der Positionskampf. „Das ist aber ein ganz zentrales Element des Spiels“, so Schulz. Am Ende der Partie standen 19 Rausstellungen aufseiten der Brucker und 17 bei den Münchnern im Spielprotokoll. „Das ist schon sehr, sehr außergewöhnlich. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Partie von beiden Mannschaften tatsächlich sehr fair geführt wurde“, sagt Bews.

Die Rausstellungen verschoben zeitweise die Statik der Partie. Denn während die Münchner erst im letzten Spielabschnitt zahlreiche Ausschlüsse kassierten, mussten die Brucker ab dem zweiten Viertel reihenweise in die buchstäbliche Strafecke. Das zweite und dritte Viertel endeten so jeweils mit 3:3. „In dieser Phase war es ein Spiel auf Augenhöhe, zweier starker Mannschaften“, sagt Schulz. Für die Wasserratten hatten die Rausstellungen dabei Folgen. Spielmacher Andreas Peters kassierte seine dritte Rausstellung bereits im dritten Viertel, im Angriff vor dem gegnerischen Tor im Positionskampf. Eine Strafe, die beide Teams unisono als „etwas rätselhaft“ einstuften. Die Folge: Durch die dritte Rausstellung durfte Peters nicht mehr ins Wasser, wenig später folgte Clemens Satzger, Center Günter Knall war zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal verwarnt. „Damit haben uns die letzten rund zehn Minuten drei enorm wichtige Spieler gefehlt“, weiß der Schöngeisinger Bews. Und die Partie blieb weiter eng.

So sehen Sieger aus.

Sechs Minuten vor Spielschluss betrug der Vorsprung der Wasserratten gerademal zwei Tore. Doch dann zeigten sich die Gäste gegen das junge Münchner Team, das mit nur zwei Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt wurde, als cleverere Mannschaft, provozierten in der Vorwärtsbewegung mehrere Rausstellungen und verwerteten die Überzahlsituationen im Angriff. Daniel Müller, der am Freitagabend unwiderstehliche Mesbah und Markus Hillmeier trafen und schossen einen komfortablen Vorsprung raus – und letztlich den verdienten 16:10-Sieg.

„Das Ergebnis ist am Ende deutlicher ausgefallen, als das Spiel tatsächlich war, zeigt aber die bärenstarke Leistung unserer Mannschaft gegen einen guten Gegner. Wir haben ein junges Team und finden uns immer besser. Spielerisch war das ein weiterer großer Schritt nach vorne“, findet Satzger. Neben dem siebenfachen Torschützen Mesbah, der dafür nur acht Torwürfe brauchte, traf Daniel Müller dreifach, Hillmeier und Fabian Kautz erzielten zwei Tore, Peters und Satzger je eines. Durch den Sieg festigen die Brucker ihren Anspruch auf Platz drei in der Liga. Die nächsten Partien bestreiten die Wasserratten Ende April. Dann fahren sie zu den beiden Ausnahmeteams aus Weiden und Nürnberg. SVFW: Steinbach, Müller (3), Hillmeier (2), Knall, Peters (1), Satzger (1), Tomac, Kautz (2), Heusmann, Bews, Gattinger, Sandor, Mesbah (7); Coaching: Schulz

Fabian Kautz

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