Brucker Handballer fahren weiteren Sieg ein

Teuer erkauft: Brucker Panther weiter auf der Erfolgswelle unterwegs

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Rund 700 Zuschauer stimmten sich zusammen mit Hallensprecher Volker Huhn auf das Spiel gegen Saarlouis ein, bei dem sie einen weiteren Sieg bejubeln durften.

Die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck schwimmen weiter auf ihrer Erfolgswelle. Auch gegen Saarlouis gelang den Panther wieder ein Sieg. Das 30:26 (14:9) vor rund 700 Zuschauern in der Wittelsbacher Halle war bereits der zehnte Erfolg im zwölften Saisonspiel. Allerdings war er teuer erkauft.

Fürstenfeldbruck - In rechter Feierlaune war TuS-Coach Martin Wild nach der Partie nicht. Grund sind zwei Verletzungen. Der seit Wochen in bestechender Form spielende Yannick Engelmann musste schon nach nicht einmal sechs Minuten die Segel streichen: Verdacht auf Aduktorenriss. Kurz vor Schluss folgte ihm Johannes Stumpf in die Kabine. Der Rückraumspieler, der bis dahin sechs Tor erzielt hatte, war an der Nase getroffen worden. Ausgerechnet an jener Nase, die sich Stumpf schon zu Beginn der Spielzeit gebrochen hatte. Ob er länger ausfällt, war nach der Partie nicht klar. 

Panther dominieren über 50 Minuten 

Trotz der personellen Rückschläge spielen die Panther weiter die wohl beste Saison seit dem Aufstieg in die 3. Bundesliga. Wild attestierte seiner Mannschaft auch gegen Saarlouis, dass sie das Spiel über 50 Minuten absolut dominiert hätte. Vor allem die Abwehrarbeit der Brucker in der ersten Hälfte war wie aus dem Lehrbuch. Saarlouis – immerhin mit viel Zweitligaerfahrung gespickt – wirkte zum Teil völlig rat- und ideenlos, wie sie das Bollwerk knacken sollen. 

Im Angriff leisteten sich die Panther sogar den Luxus, noch die eine oder andere Großchance zu vergeben. Kein Wunder, dass Wild der Ansicht war, dass sein Pantherrudel „schon zur Pause höher als mit nur fünf Toren Vorsprung hätte führen können“. Nicht mehr ganz so zufrieden war Wild mit dem zweiten Durchgang. Genauer gesagt mit einer rund zehnminütigen Phase, während der die Panther die moralisch schon maustoten Gäste wieder aufbauten. Nach vorne fehlte plötzlich der Zug zum Tor, hinten taten sich doch einige Lücken auf. 

Der Vorsprung schmilzt

Die Folge: Der Vorsprung schmolz Tor um Tor zusammen. „Da hat man gesehen, dass wir mit Halbgas keinen Gegner dominieren können“, konstatierte Wild. Aber ausgerechnet Stumpfs Verletzungs-Aus schien dann sogar eine Art Weckruf für seine Kollegen zu sein, denn danach trafen sie zweimal schnell, bauten ihre Führung wieder aus und schaukelten den Sieg doch noch sicher nach Hause. Die Tabellenspitze konnten die Panther damit aber nur für einen Tag erringen. Weil später Balingen auch einen knappen Sieg nachlegte, stehen beide Teams nun mit gleicher Punktezahl und Tordifferenz an der Spitze. Balingen hat aber fünf Tore mehr als der TuS erzielt und darf sich deshalb weiter mit dem Platz an der Sonne schmücken.

Daschner

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