Lange Liste der Abgänge

Eichenauer SV: Der Teamgeist muss es richten

Während Trainer Aleksandar Radukic beim Eichenauer SV bleibt, wird „Capitano“ Claudio Riemschneider nicht mehr auflaufen können.
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Ein Bild aus Vor-Corona-Tagen, das zeigt, welche Veränderungen möglich sind: Während Trainer Aleksandar Radukic (rechts) beim Eichenauer SV bleibt, wird „Capitano“ Claudio Riemschneider (links) nicht mehr auflaufen können.
  • Hans Kürzl
    VonHans Kürzl
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Eichenau – Ab dem 18. September geht es auch für das zweithöchste Handball-Team im Landkreis Fürstenfeldbruck wieder mit dem Spielbetrieb los. Die ganz große Nummer wird der Eichenauer SV in der neuen Saison nicht spielen: „Da werden wir wohl eher weiter hinten sein“, sagt Co-Trainer Oliver Leukert. Eine Einschätzung, die ihren Grund in größeren personellen Veränderungen hat.

Mario Riemschneider wechselt zum Drittligisten VfL Günzburg. Für den langjährige „Capitano“ Claudio Riemschneider ist die Saison wegen einer Knie-Operation bereits zu den Akten gelegt. Schwer wiegt zudem, dass der starke Keeper Andreas Amann aus beruflichen und privaten Gründen mit seiner Freundin aus Bayern wegzieht. Die Liste der Abgänge komplett macht Samy El Deib.

Namhafte Verstärkungen werde es nicht geben, so Chefcoach Aleksandar Radukic. Drei hochtalentierte Nachwuchsakteure, die in der B-Jugend in der Bayernliga antraten, sollen den Kader wieder auffüllen: Jakob Grüner, Niklas Huber und Finn Krause. Sonst bleibt die Besetzung weitgehend unverändert.

Zum großen Klagen setzt das Trainerduo aber nicht an. „Einen Riemschneider ersetzen, probieren wir erst gar nicht aus“, so der „Co“ Leukert. Coach Radukic formuliert das anders, aber ebenso kämpferisch: „Die Mannschaft wird als Team eine Chance haben.“

Manche hätten sich in der Vergangenheit hinter den Riemschneiders versteckt, räumt Leukert ein. Das habe auf Grund deren großer Fähigkeiten durchaus geklappt. Nun müssten einige Akteure aus dieser Komfortzone heraus.

Trainingsmotivation ist hoch

Was aber innerhalb der Mannschaft als Chance begriffen wird. „Die Trainingsmotivation ist hoch“, berichtet „Chef“ Radukic. Wie sich das in der Liga auswirken wird, weiß keiner. Radukic sieht sie in ihrer kompletten Besetzung als unbekannte Größe. „Da hat jeder den gleichen Vorteil und den gleichen Nachteil“, sagt Radukic.

Auch der Modus wird den Hauch des Unbekannten atmen. Die bislang eingleisige Bayernliga wird in Nord (acht Vereine) und Süd (sieben) geteilt. Die oberen Vier beziehungsweise drei aus dem Süden qualifizieren sich für die Play-Offs um den Aufstieg, der Rest bestreitet Play-Outs gegen den Abstieg. Die Punkte gegen die Konkurrenz aus der eigenen Gruppe behält man, spielt aber dann nur noch gegen Teams aus der anderen Gruppe.

Leukert bedauert das ein wenig: „Das Gefühl in einer Bayernliga zu spielen ist ein bisschen weg.“ Regensburg, Landshut und Cham sind nun die weitesten Adressen.

Auf einer anderen Ebene zeigen sich die ESV-Handballer ebenfalls gewissenhaft. 90 Prozent der ersten Mannschaft sind bereits komplett durchgeimpft. Trotzdem wird bei jedem Spieler zweimal die Woche getestet. Damit auch alles sicher ist für den Start am 18. September.

Kürzl

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