EV Fürstenfeldbruck vs. Germeringer Wanderers

Erstes Landkreisderby nach zehn Jahren

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„Im Landkreis FFB regiert der EVG“, stand auf einem Transparent beim Eishockey-Derby zwischen den Wanderers Germering und dem EV Fürstenfeldbruck in der Germeringer Fankurve zu lesen. Und der Wanderers-Anhang hatte recht: Vor einer Rekordkulisse von mehr als 750 Zuschauern im Polariom setzten sich die Hausherren deutlich mit 7:3 (2:0, 2:2, 3:1) gegen die Brucker Landkreis-Nachbarn durch.

Germering/Fürstenfeldbruck - Es war das erste Punktspiel-Derby der einzigen beiden Eishockeyvereine im Landkreis seit zehn Jahren. Seinerzeit hatten die Germeringer den EVF in die Landesliga geschossen. Und auch diesmal geht es in der sogenannten Verzahnungsrunde zwischen Bayern- und Landesliga darum, wer in der kommenden Saison in Bayerns höchster Liga spielt. Bei den Brucker Landesligisten halten sich die Aufstiegsambitionen in Grenzen. Die Wanderers sind durch den Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga weiter im Rennen.

Fast 800 zuschauer wollten Derby sehen

Im Derby stand die Auf- und Abstiegsfrage aber hinten an. Klar, dass beide Teams es dem Nachbarn zeigen wollten. Und so entwickelte sich von Beginn an eine rassige und unterhaltsame Partie vor insgesamt 758 Zuschauern – so viele wie seit Jahren nicht im Polariom. Nachdem es zunächst Chancen auf beiden Seiten gab, vergaben die Brucker die große Möglichkeit zur Führung, als sie nach Strafzeiten gegen die Wanderers mehr als eine Minute lang mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen.

Ruppiger nach der Pause

Das rächte sich kurz vor der ersten Pause, als die Germeringer mit einem Doppelschlag durch Christian Czaika und Florian Fischer mit 2:0 in Führung gingen. Im zweiten Durchgang wurde die Partie ruppiger, was vor allem Germerings Coach Heinz Feilmeier kritisierte: „Das hatte von beiden Seiten mit Eishockey nicht mehr viel zu tun.“ Die Brucker kamen mit der harten Gangart besser zurecht und konnten durch Maximilian Kolb und Andreas Killian ausgleichen.

Eigentor brachte Brucker auf Verliererstraße

Doch dann übertrieb es Sven Mönch mit der Härte und kassierte nach einem Stockschlag eine Spieldauerstrafe. Germering kam wieder besser ins Spiel und stellte erneut durch Fischer und Czaika den alten Abstand wieder her. Ein Eigentor brachte die Brucker schließlich endgültig auf die Verliererstraße: Manuel Deml drückte eine Hereingabe von Christian Birk unglücklich über die eigene Linie.

"Haben Favoriten lange geärgert"

Danach war der Wille der Brucker gebrochen. Daniel Kreß und Trainersohn Tobias Feilmeier trafen zum 7:2 für Germering. Patrick Ullmann gelang nur noch Ergebniskosmetik. Dennoch war Brucks Coach Erwin Halusa nicht unzufrieden: „Wir haben den großen Favoriten aus der Bayernliga lange geärgert.“ Wanderers-Coach Feilmeier war vor allem mit den letzten Drittel seiner Mannschaft einverstanden: „Da haben wir ein gutes Spiel gemacht.“

Rückspiel am 16. Februar

Die beiden Teams kreuzen heuer noch einmal die Schläger: Am 16. Februar kommt es zum Rückspiel. Dann treten die Wanderers im offenen Brucker Eisstadion an.Andreas Daschner

Rubriklistenbild: © Richard Langnickel

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