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Eisstockweitschießen: Germerswanger Bastian Simon wird mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister

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Von: Dieter Metzler

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Das deutsche U23-Team verteidigte seinen WM-Titel erfolgreich (von links): Bastian Simon, Alex Späth, Lukas Michl und Michael Späth.
Das deutsche U23-Team verteidigte seinen WM-Titel erfolgreich (von links): Bastian Simon, Alex Späth, Lukas Michl und Michael Späth. © privat

Germerswang – Der Germerswanger Stocksportler Bastian Simon hat es geschafft: Mit dem Team der deutschen U23-Junioren-Nationalmannschaft holte er im italienischen Klobenstein in der Ritten Arena nach 2020 erneut den Weltmeisterschaftstitel im Eisstock-Weitenwettbewerb.

Mit einer Gesamtweite von 342,04 Metern sicherte sich der 20-jährige Simon vom SV Weiß-Blau Germerswang zusammen mit seinen Mannschaftskollegen Michael und Alex Späth, beide vom FC Altrandsberg, sowie Lukas Michl vom SV Pocking den WM-Titel doch recht deutlich vor den Teams aus Österreich (301,71 Meter) und Italien (282, 51 Meter).

Ein Start-Ziel-Sieg

Die 7. Eisstock-WM im Mannschaftswettbewerb war quasi mit dem ersten von insgesamt fünf Würfen entschieden, beobachtete Bastians Papa Peter Simon. „Da schien die Sonne noch auf die Bahn“, erklärte der Germerswanger dazu. „Das Eis war da noch nicht so stumpf wie bei den anschließenden Würfen.“ Die Deutschen setzten sich im Finale der sechs besten Teams gleich an die Spitze und gaben diese auch nicht mehr aus den Händen. Sozusagen ein Start-Ziel-Sieg.

Unzufrieden mit Einzelwettbewerb

Nicht zufrieden war Bastian Simon mit dem Einzelwettbewerb. Sein Minimalziel allerdings, sich für das Finale zu qualifizieren, schaffte der Germerswanger zwar, aber der Sprung aufs Stockerl gelang ihm nicht. Unter 26 Konkurrenten zog Simon als Sechster ins Finale ein. Anschließend war der 20-Jährige ein wenig vom Pech verfolgt, als er sich drei ungültige Versuche leistete. Sein National-Mannschaftskollege Michael Späth konnte sich mit 127,15 Metern die WM-Krone aufsetzen, Simon landete am Ende mit 103,01 Metern auf dem sechsten Platz. Wieder daheim in Germerswang fiel der Coronatest des jungen Stocksportlers dann auch noch positiv aus, und er musste in eine siebentägige Quarantäne. Er habe überhaupt nichts gespürt, dass er positiv sei, berichtete Simon, und war selbst überrascht, als er das Ergebnis des Schnelltests erhielt. Der anschließende PCR-Test bestätigte den Verdacht. Inzwischen hat ein weiterer Test ergeben, dass er wieder positiv ist.

Vielleicht bald olympisch

Alle Hoffnungen des jungen Germerswanger ruhen jetzt auf Olympia 2026 in Cortina d`Ampezzo. „Die Chancen, dass Eisstock-Weitschießen endlich olympisch wird, stehen sehr gut“, wusste Peter Simon zu berichten. „Zu 99 Prozent.“
Dieter Metzler

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