Landkreishöchster Fussballverein SC FFB macht schon wieder Schlagzeilen 

Per mail kündigte SCF-Präsident und          Sponsor  Müller seinen Rücktritt an

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SCF-Präsident Siegfried Müller hat keinen „Bock“ mehr und erklärte seinen sofortigen Rücktritt.

Fürstenfeldbruck –  Der landkreishöchste Fußballverein SC Fürstenfeldbruck kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen.  Für die jüngste Schlagzeile sorgte nun aber Präsident Siegfried Müller selbst mit seinem plötzlichen Rücktritt knapp einen Monat vor der Jahreshauptversammlung am 6. März.

 

In der ansonsten beschaulichen „Winterpause“, in der sich die Vereine eigentlich auf den Rückrundenstart im Frühjahr vorbereiten, überschlugen sich beim Brucker Sportclub die Ereignisse. Trainer Roberto Fontana musste gehen, Co-Trainer Florian Baier ging, die Spieler Marcel Ebeling, Marco Leszczynski und Wilson Onyemaeke kehrten dem Verein den Rücken. Mit Sportdirektor Dylan Hughes, Sponsor Pavel Malamura und Trainer Sasa Miskovic kamen neue Leute, die den Verein in die Regionalliga führen wollen und viele neue Spieler wurden verpflichtet.

Mit einem Email erklärte der in Gilching wohnende Müller, Mitinhaber der Expert-Technomärkte und Sponsor des Kreisstadtvereins, den Mitgliedern des Präsidiums am 9. Februar, dass er sich nach unüberwindbaren Differenzen mit Jugendleiter Jakob Ettner zu diesem Schritt entschlossen habe. „Zu meinem Bedauern sehe ich auf Grund der Entwicklung in der Jugendabteilung und der Tatsache, dass ein Gegenwirken durch das Präsidium mit eventuell erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden wäre, keine andere Möglichkeit, als diesen Schritt zu vollziehen. Wie Sie wissen, wurde vom Präsidium seit erheblicher Zeit versucht, die Ziele der Jugendarbeit mit den Zielen des SCF zu synchronisieren. Dem widersetzt sich der aktuelle Jugendleiter mit Nachdruck. Alle Versuche, Philosophie und Arbeitsweise in Einklang zu bringen sind bisher gescheitert.

Eine Kommunikation zwischen Jugendleitung und Präsidium findet nicht statt, jedwede Einmischung in die Jugendarbeit verbittet sich der aktuelle Amtsinhaber. Das Präsidium müsste dringend handeln, um Schaden vom Verein abzuwenden, wobei sich das Präsidium diesbezüglich einig ist. Dem entgegen steht, dass die aktuelle Jugendleitung von einem langjährigen und verdienten Mitglied des Vereins vehement unterstützt wird, was an sich sicherlich nicht das Problem ist, jedoch droht der Unterstützer direkt mit Rückzug jeglicher finanzieller Unterstützung. Dies würde zum einen dem Verein sofort schaden, sowie das Kunstrasenprojekt in Frage stellen. Handlungsfreiheit für das Präsidium ist somit nicht mehr gegeben, weitere Zugeständnisse durch mich als in der Verantwortung stehenden Präsidenten des SCF können nicht mehr erwartet werden. Somit stelle ich mein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung.“

Erst im März des vergangenen Jahres hatte sich Müller, obwohl er zunächst im Vorfeld seinen Rückzug angekündigt hatte, wieder wählen lassen, ebenso wie Vizepräsident Eckhart Lutzeier, der nach elf Jahren als „Vize“ nunmehr Präsident werden will. „Entweder wollen mich die Mitglieder jetzt als Präsidenten, oder ich bin künftig nur noch Zuschauer im Stadion.“ Laut Satzung stehen heuer allerdings keine Wahlen an, sondern erst im nächsten Jahr. Nachdem mit dem erst im vergangenen Jahr neu gewählten Vizepräsidenten und Frauenfußball-Abteilungsleiter Osman Akyüz, sein „Vize-Amt“ aus beruflichen Gründen vorzeitig aufgeben wird, scheint der erst im Juni des vergangenen Jahres zum SCF gekommene Gerhard Fischer der neue mächtige Mann im Präsidium zu werden. Fischer, der elf Jahre lang aus beruflichen Gründen in der Schweiz lebte und dort auch beim FC Volketswil als Jugendleiter, Trainer und Abteilungsleiter tätig war, erklomm als doch verhältnismäßig unbekannter Mann innerhalb weniger Monate in rasantem Tempo beim Brucker Sportclub die Funktionärs-Karriereleiter. Laut Homepage ist Fischer ganz offiziell Vizepräsident, Geschäftsführer und Schatzmeister des Vereins.
Dieter Metzler 
Autor: Dieter Metzler

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