"FFB-kickt-bunt-Cup"

FC Emanuel Gilching behält gegen Play4Pucheim die Oberhand

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Der Jubel kannte bei den Siegern vom FC Emanuel Gilching nach der Pokalübergabe kein Ende

Und wieder stand ein Großereignis auf der Sportanlage des TSV Fürstenfeldbruck-West an der Cerveteristraße an. Nach dem großen Polen-Event am 10. Juni, als sich über 1.500 Polen und ihre Angehörigen zu einem deutsch-polnischen Sport- und Kulturfestival auf der Anlage trafen, führte der Asyl-Helferkreis Fursty eine Woche später ein Fußballturnier mit 14 Mannschaften um den „1. FFB-kickt-bunt-Cup“, einen Wanderpokal des Caritas-Zentrum Fürstenfeldbruck“, durch.

Fürstenfeldbruck - Traten die Flüchtlingsteams aus dem Landkreis und Nachbarlandkreisen im Februar beim ersten Indoor-Cup in der Wittelsbacher Halle an, so maßen sie diesmal ihre sportlichen Kräfte auf dem Rasenplatz des TSV West. Bei „Kaiserwetter“ und unter der bewährten Leitung der Schiedsrichter der Gruppe Ammersee-FFB erlebten die Zuschauer den ganzen Tag über packende Spiele auf dem Kleinfeld zwischen den in zwei Gruppen aufgeteilten Mannschaften. Einmal mehr nutzten die jungen Männer den Fußball um Selbstvertrauen zu tanken, vielleicht auch Deutsch zu lernen und sich ein wenig abzureagieren bei ihrer größtenteils ausweglosen Situation. 

Gilchinger behalten die Oberhand

So avanciert der Mannschaftssport als praktischer Weg zur Integration. Am Ende standen sich im Finale mit dem FC Emanuel Gilching und dem Play4Puchheim die gleichen Teams wie im Februar in der Halle gegenüber. Diesmal allerdings behielten die Gilchinger mit einem 3:0-Sieg in der einmal fünfzehn Minuten dauernden Begegnung die Oberhand. Gegen 19 Uhr traten dann alle 14 Teams zur Siegerehrung an. Bevor die Mannschaften die begehrten Pokale in Empfang nehmen konnten, bedankte sich zunächst Ulrike Bienemann von der Caritas Fürstenfeldbruck bei den ehrenamtlichen Betreuern der Flüchtlingsmannschaften und beim „Cheforganisator“ Dirk Hasenjaeger vom Helferkreis Fursty, der auch dieses Turnier, wie bereits im Winter das Hallenturnier, bestens organisiert hatte. Hasenjaeger seinerseits dankte dem TSV West-Team, allen voran Jugendleiter Günter Eichinger, ohne den, so Hasenjaeger, das Turnier in der Größenordnung nicht durchführbar ist. 

Eine große, bunte Familie

Der Integrationsbeauftragte der Kreisstadt, Stadtrat Willi Dräxler, meinte bei seinem Grußwort, dass inzwischen für alle Mannschaften, egal, ob sie aus Syrien, Eritrea oder Nigeria kommen, der Ausspruch gelte, den er sichtbar mit einem Aufdruck auf seinem T-Shirt herumtrug: „We love Fürstenfeldbruck“. „Ich freue mich einfach, dass wir hier in Bruck eine große bunte Familie sind“, schwenkte der Stadtrat zur Siegerehrung über, ohne jedoch Hasenjaeger nicht zuvor noch als den besten Manager zu loben. Dem Dank schloss sich Birgit Weiß, Kreisgeschäftsführerin der Caritas Fürstenfeldbruck, an. „Das ist ja wie eine kleine Weltmeisterschaft“, meinte Brucks zweiten Bürgermeister Christian Götz, der anschließend mit Weiß und Dräxler die Siegerehrung vornahm.
Dieter Metzler

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