Football Fürstenfeldbruck

Erstes Saisonspiel der Fursty Razorbacks nach Aufstieg findet wohl nicht statt

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Auf krachende Football-Action im Brucker Ländestadion müssen die Fans noch für unbestimmte Zeit warten.

Eigentlich hätten die Fursty Razorbacks Anfang Mai ihr erstes Saisonspiel nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga bestreiten sollen. Doch die Corona-Krise sorgt auch bei den Brucker TuS-Footballern für Stillstand.

Wie Razorbacks-Abteilungsleiter Lukas Dohrmann sagt, sind von einer verkürzten Spielzeit bis zu einer kompletten Saisonabsage derzeit mehrere Varianten denkbar. „Eine Entscheidung hängt von von den weiteren Vorgaben der Regierung ab“, sagt der Razorbacks-Chef. Bis 19. April hat das Kulturministerium den Trainingsbetrieb wegen der Ansteckungsgefahr jedenfalls untersagt.

Spieler trainieren zuhause nach Plan

Aufgrund der ungewissen Lage müssen sich die Spieler derzeit quasi „auf Verdacht“ fit halten. Chefcoach Florian Müller hat allen Akteuren Trainingspläne mitgegeben, die sie zuhause umsetzen sollen. „Außerdem gibt es alle ein bis zwei Wochen eine Videokonferenz“, sagt Dohrmann. Diese diene zum einen dazu, die Taktik zumindest in der Theorie zu besprechen. „Zum anderen wollen wir so auch das Team zusammenhalten“, sagt Dohrmann.

Amerikaner werden wieder nach Hause geschickt

Ein Problem für viele Footballvereine in Deutschland ist, dass die Ausländerpositionen zumeist von US-Spielern belegt werden. Das birgt ein finanzielles Risiko für die Clubs. „Viele Vereine hatten ihre US-Spieler bereits eingeflogen“, weiß Dohrmann. Weil ohne Eintrittsgelder und Sponsoring aber die Einnahmen wegfallen, müssten viele Clubs ihre US-Amerikaner nun wieder nach Hause schicken. „Wir befinden uns in der – in Anführungsstrichen – glücklichen Situation, dass unsere US-Spieler noch nicht da sind“, sagt der Razorbacks-Abteilungsleiter. Auch mit Blick auf die Pandemie-Situation in den USA, die besonders stark betroffen sind, könnten die Brucker eine etwaige Saison mit einem rein deutschen Kader bestreiten. Mit Youngster Philipp Kettl, der zuletzt in den USA war, wegen Corona aber vorzeitig zurückkehrte, wären die Razorbacks zumindest auf der Spielmacherposition aber dennoch gut aufgestellt.

Bitter wegen geplatzter Titelverteidigung

Ob im U19-Nachwuchsbereich noch gespielt wird, ist ebenfalls unklar. „Es wäre sehr schade, wenn es keine Spielzeit geben könnte, da wir dort einen sehr starken Kader haben“, sagt Dohrmann. Bereits erwischt hat es die U11, die U13 und die U16, die allesamt um die Bayerische Meisterschaft gespielt hätten. „Deren Turniere wurden abgesagt, sie werden auch nicht nachgeholt.“ Besonders bitter für die Brucker Footballer: Bei der U13 und U16 wähnte man sich auf dem Weg zur Titelverteidigung.

Überbrückung mit Freundschaftsspielen möglich

Sollte heuer kein Ligastart mehr möglich sein, hält Dohrmann es für denkbar, dass man die Zeit bis nächstes Jahr mit Freundschaftsspielen überbrückt, sobald die Corona-Sitiation dies wieder zulässt. „Auf jeden Fall hoffen wir, dass wir unsere Fans bald wieder auf ein Bier und einen Hamburger im Ländestadion begrüßen dürfen“, sagt der Abteilungschef. „Uns fehlt das nämlich schon auch sehr.“ 

Andreas Daschner

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