Siebe Punkte Vorsprung auf Verfolger Pfullingen

Noch fünf Siege: Brucker Panther marschieren weiter Richtung Meisterschaft

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Die Brucker Handballer brauchen noch fünf Siege für den Titel.

Das Verletzungspech hat bei den Panthern noch einmal zugeschlagen. Doch die zeigen sich unbeeindruckt und marschieren in Plochingen weiter Richtung Meisterschaft in der dritten Bundesliga. Nach dem 31:26 (15:10)-Sieg bei den Schwaben brauchen die Brucker TuS-Handballer noch fünf Siege für den Titel.

Fürstenfeldbruck - Weil Verfolger Pfullingen zeitgleich in Haßloch nur Remis spielte, ist der Vorsprung der Panther in der Tabelle nun auf satte sieben Zähler angestiegen. Bei acht noch ausstehenden Spielen bedeutet dies, dass sich die Panther auf jeden Fall drei Niederlagen leisten können. Selbst dann würden sie am Ende der Saison noch ganz oben stehen und dürften in der Relegation zur 2. Bundesliga antreten. Sportlich unterstrichen die Brucker ihre Ambitionen in Plochingen noch einmal deutlich. Denn den Sieg errangen sie mit einer Reumpftruppe. Unter der Woche hatte sich auch noch Rückraum-Ass Sebastian Meinzer verletzt. Er war im Training umgeknickt und hatte sich das Sprunggelenk nahezu komplett lädiert. Die drei Linkshänder Benedikt Hack, Alexander Leindl und Max Horner fehlten ohnehin.

Auch Cedric Riesner (mit den Allacher Bundesliga-Junioren unterwegs) und Johannes Luderschmid (beruflich verhindert) fehlten. Weil auch die üblichen Notnägel Christian Haller und Tobias Prestele nicht zur Verfügung standen und Kreisläufer Johannes Borschel grippegeschwächt antrat, musste TuS-Coach Martin Wild seinen Kader mit den Perspektivspielern Noah Newel und Tobias Urban auffüllen. Trotzdem begannen die Panther die Partie so, als ob sie die Vorwochenpartie gegen Dansenberg – den Tabellendritten hatte der TuS mit 40:20 abgefrühstückt – nie beendet hätten. 

„Eine sensationelle Abwehr und einen überragenden Torhüter Michael Luderschmid“ bescheinigte Wild seiner Mannschaft. Nach einer Viertelstunde stand eine 10:2-Führung zu Buche. Dass Plochingen bis zur Halbzeit nicht komplett unter die Räder geriet, verdankten sie einer taktischen Finesse: Wie schon Dansenberg spielten sie gegen den Spitzenreiter mit sieben Feldspielern. „Das machten sie deutlich besser als Dansenberg“, musste Wild zugeben. Die Schwaben brachten seine Panther zeitweise durchaus in Bedrängnis und ließen sie fahrig agieren. So konnten sich die Plochinger vor der Pause von 5:14 auf 10:14 heranpirschen. Brucks Bester Johannes Stumpf bautre den Vorsprung aber noch vor dem Pausentee mit einem seiner insgesamt acht Tore wieder aus. Risiko ging Wild mit seinem Kapitän Korbinian Lex. Der hatte noch vor der Halbzeitpause recht schnell zwei Zeitstrafen auf dem Konto. Bei der dritten hätte er vorzeitig zum Duschen müssen. „Ich habe ihn trotzdem drauf gelassen“, sagt Wild. 

Sein Abwehrspezialist dankte es ihm auch in der Offensive und erzielte sechs Treffer. In der zweiten Halbzeit – gerade als das Spiel laut Wild „an der Schwelle zum Kippen“ stand – zeigten die Panther aber wieder ihre derzeitige Qualität. Näher als auf drei Tore kamen die Gastgeber nicht mehr heran. Die Panther schaukelten ihren zwölften Sieg in Folge sicher über die Zeit. Am Samstag, 19.30 Uhr, wollen sie in der Wittelsbacher Halle gegen die Reserve der Rhein-Neckar Löwen den nächsten Schritt zur Meisterschaft machen.

Andreas Daschner

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