Sahnehäubchen: 70:0-Erfolg

Fursty Razorbacks-Footballer sind zurück in der 2. Bundesliga

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Die Razorbacks dürfen sich freuen: Sie sind zurück in der 2. Bundesliga.

Die Footballer der Fursty Razorbacks sind zurück in der 2. Bundesliga. Nachdem das bereits nach dem ersten Aufstiegsrundenspiel klar war, setzten die Brucker TuS-Footballer ihrer Saison noch das Sahnehäubchen auf: Gegen Mitaufsteiger Frankfurt gelang ein 70:0-Erfolg. Damit beenden die Razorbacks die Saison ungeschlagen.

Fürstenfeldbruck - 13 Siege und nur ein Remis – so lautet die beeindruckende Bilanz der Brucker. Während sie es beim entscheidenden 16:14-Erfolg in Alebrshausen spannend machten, boten die Wildschweine ihren aufgrund der Kälte nur knapp 300 Zuschauern beim Saisonfinale noch einmal ein Feuerwerk. 

Die Frankfurter waren zwar ohne ihre Amerikaner angereist. Das hinderte die Hausherren im Ländestadion aber nicht, bis zum Schluss Vollgas zu geben. Dreimal Jan Mahlert, zweimal Georg Rieger sowie je einmal Sebastian Giel, Clayton Becker, Maximilian Übernickel, Lukas Röll und Philipp Schlereth erzielten die Touchdowns. Die Punkte von US-Boy Becker waren dabei eine Besonderheit: Der Defensivspezialist wurde in einem Spielzug als Spielmacher eingesetzt – erstmals in seiner Karriere – und lief prompt zum Touchdown in die Frankfurter Endzone. Mahlert unterstrich mit seinen Punkten noch einmal seine besondere Rolle im Team, die ihm auch von Becker und seinem Landsmann Ian Shultis zugesprochen wurde. Die beiden Amerikaner nannten den jungen Ballempfänger auf die Frage, wer denn der wertvollste Razorback der Saison gewesen sei. „Er brachte in Angriff und Abwehr eine starke Leistung“, sagte Shultis. Auch Becker bestätigt: „Er kann alles spielen.“ Begonnen hat Mahlert als Verteidiger. 

Doch schon im zweiten Saisonspiel gegen Burghausen setzte Müller ihn als Passempfänger ein – sehr zur Freude des Youngsters. „Ich wollte schon immer mal im Angriff spielen.“ Prompt fing Mahlert auch gleich den ersten Pass, der in seine Richtung kam. Von da an spielte er zunächst sowohl im Angriff, wie auch in der Abwehr. Doch weil das zu kräftezehrend war, wechselte er endgültig auf die Position des Passempfängers. Dort wird er künftig auch weiterhin Pässe von Shultis fangen können. Der Spielmacher ist zwar in seine Heimat zurückgeflogen, hat seine Rückkehr aber bereits angekündigt. Ihm gefällt es in Bruck. „Die Razorbacks sind eine große Familie“, sagt er. 

Deshalb möchte er hier etwas Langfristiges aufbauen. Becker hingegen wird seine Karriere vorerst beenden. „Ich suche mir einen Job in den USA“, sagt er. Allerdings ist eine Rückkehr in zwei, drei Jahren nicht ausgeschlossen, wenn ihn der Football weiter zu sehr reizt. Damit müssen die Razorbacks einmal mehr ihre guten Kontakte zum US-College in Platteville spielen lassen. Aber auch eine Rückkehr von Evan Yabu, 2014 schon Mannschaftskamerad von Shultis bei den Razorbacks, wird diskutiert. Auf jeden Fall werden sich die Brucker TuS-Footballer auch in der 2. Bundesliga nur zwei US-Amerikaner leisten. Ein dritter käme laut Vorstandsmitglied Stephan Bertsch nur in Frage, wenn die Razorbacks keine Ausgaben für Flug und Wohnung hätten. „Dann können wir schlecht nein sagen.“ 

Andreas Daschner

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