Zurück auf den Platz

Fußball-Amateure im Landkreis dürfen wieder trainieren - unter Auflagen

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Solche Zweikämpfe wird es beim Training allerdings noch nicht geben.

Landkreis Fürstenfeldbruck - Bis zur Normalität ist es für Bayerns Fußball-Amateure noch ein weiter Weg. Aber mit der Rückkehr zum eingeschränkten Training wird zumindest ein Anfang gemacht. Die gute Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Fußballvereinen im Landkreis: Seit Montag darf wieder im Freien trainiert werden. Die Fußballer im Landkreis haben es in Anbetracht, dass erst ab ersten September voraussichtlich wieder gespielt werden kann, allerdings nicht so eilig, gleich auf den Platz zurückzukehren.

Auf der Internetseite des Bayerischen Innenministeriums heißt es wörtlich: „Möglich ist ein kontaktloses Training in Form von unter anderem Taktik-, Technik- oder Konditionstraining, wenn dies im Freien stattfindet.“ Es gelten allerdings strikte Auflagen. So ist ein Training nur in Kleingruppen mit maximal fünf Personen und ohne Zweikämpfe erlaubt. Insgesamt sollen nicht mehr als 20 Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen. Die Spieler müssen auf Desinfektion achten, eigene Trinkflaschen mitbringen, bereits umgezogen im Trainingszeug erscheinen und das Duschen soll zu Hause erfolgen. Umkleidekabinen und Gemeinschaftsräume bleiben weiterhin geschlossen, und Zuschauer sind selbstverständlich beim Training nicht erlaubt. 

SC Olching überlegt wie mit der Situation umgegangen werden soll

Der Kreisbote hörte sich mal beim SC Olching, SC Oberweikertshofen und SC Fürstenfeldbruck um, und fragte die Meinung ab. Überrascht zeigte man sich beim Landesligisten in Olching. „Wir können doch nicht jetzt vier Monate lang mit solchen Einschränkungen trainieren“, meinte Abteilungsleiter Reinhold Miefanger. Er habe frühestens mit einer Wiederaufnahme des Trainings sechs bis acht Wochen vor Beginn des Spielbetriebs gerechnet. „Wir haben uns bereits am Samstag zusammengesetzt und überlegt, wie wir das organisieren können.“ 

Kein Spucken erlaubt

Über manche Anordnungen habe man sich dabei schon gewundert, nannte Miefanger beispielsweise das Verbot zu spucken. „Wer jemals Fußball gespielt hat, weiß, dass das völlig in Gedanken geschieht.“ Vor nächster Woche werde beim SCO aber nichts passieren. „Wir müssen erst einmal noch überlegen, welche Übungen möglich sind“, meint der Abteilungsleiter, der sich allerdings wünscht, dass alle mitziehen. Oberweikertshofens Manager Uli Bergmann hat mit allen Trainern gesprochen. 

Vereine wollen sich zunächst einmal beraten

Die Trainer, die über WhatsApp-Gruppen mit den Spielern in Kontakt stehen, wurden informiert. „Wir haben aber keine Eile“, so auch Bergmann. „Es ist noch soooo viel Zeit. Natürlich werden wir uns strikt an die Vorgaben halten. Wir werden uns im Verein aber jetzt erst einmal beraten. Voraussichtlich werden wir ab nächster Woche einmal die Woche auf freiwilliger Basis trainieren.“ Bergmann findet es in Ordnung, dass der Verband den Vereinen entgegenkommt. „Natürlich müssen wir aufpassen und uns an die Regeln halten.“ „Wir freuen uns über den ersten kleinen Schritt in die Normalität“, sagte Fußball-Abteilungsleiter Alfred Thurner vom SC Fürstenfeldbruck. „Wir werden aber nichts überstürzen. Diese Woche werden wir erst einmal beraten, wie wir vorgehen und wie wir die Voraussetzungen auf unserer Anlage schaffen können.“ 

So sollen beispielsweise Zu- und Ausgang zum Sportgelände getrennt werden, sowie eine Möglichkeit zum Händewaschen im Freien geschaffen werden. „Da der Spielbetrieb voraussichtlich erst Anfang September wieder möglich sein wird, werden wir erst übernächste Woche mit dem Training beginnen.“ Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat eigens einen Leitfaden entwickelt mit dem Titel „Es geht wieder los“. Das Dokument enthält Empfehlungen und Anordnungen für die Kicker und den Trainer, wie sie die Hygiene- und Anstandsregeln wahren können. 

Dieter Metzler

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