Bei den Fußball-Hallenmeisterschaften der Spielgruppe Nord wurde die Stärke der Mammendorfer  neidlos anerkannt 

4:2-Sieg im Finale für Mammendorf bei Fußball-Hallenmeisterschaften 

+
Die Spieler des SV Mammendorf freuten sich mit Spielleiter Bernd Reiser (vorne links) am Ende über die erfolgreiche Titelverteidigung.

Mammendorf – Mammendorfs Fußballer verteidigen erfolgreich Hallentitel Mammendorf – Vor elf Jahren gelang zuletzt einer Mannschaft die erfolgreiche Titelverteidigung bei den Fußball-Hallenmeisterschaften der Spielgruppe Nord. Am 28. Dezember hat der SV Mammendorf, der im vergangenen Jahr erstmals in der Vereinsgeschichte die Hallenkrone gewann, dieses Kunststück mit einem 4:2-Sieg im Finale über den SC Oberweikertshofen nun wiederholt.

Damals wurde der SC Fürstenfeldbruck nach fünfmaliger Titelverteidigung vom FC Emmering vom Thron gestoßen. Der kriselnde Brucker Sportclub spielt in den letzten Jahren keine große Rolle mehr beim Hallenkick. Auch diesmal trat der abstiegsbedrohte Landesligist nur mit einer gemischten Mannschaft an und landete prompt als einzige Mannschaft ohne einen Sieg auf dem zehnten und damit letzten Platz der Hallenmeisterschaftsrunde.

 Überhaupt blieben die Mannschaften bei ihrem Anspruch auf einen „gepflegten Hallenkick“ vieles schuldig. Von dem so viel gepriesenen „Budenzauber unterm Hallendach“ bekamen die 300 Zuschauer einmal mehr nicht viel zu sehen. Härte und Aggressionen waren Trumpf beim Kampf um den Ball. Dennoch blieb die Entscheidung, wer den Weg ins Finale schaffen würde, bis zum Schluss spannend. So konnte sich der Bezirksligist aus Olching bei den A-Klassenkickern aus Aufkirchen bedanken, dass man doch noch ins Halbfinale einziehen durfte. Die bis zum letzten Vorrundenspiel sieglosen Aufkirchener vermasselten mit einem überraschenden 3:2-Sieg dem Kreisligisten aus Aich dafür den Einzug ins Halbfinale. Dort war für Olching aber dann Endstation, vielleicht auch, weil Trainer Peter Held, der zu den besten Hallenspielern im Landkreis zählt, auf einen Einsatz an diesem Abend zugunsten anderer Mitspieler verzichtet hatte. Ins Halbfinale „gemogelt“ hat sich auch der Landesligist aus Oberweikertshofen. Nach dem starken Eindruck in der Vorrunde in Eching war die Mannschaft von Spielertrainer Florian Hönisch Favorit Nummer eins auf den Titel. Doch diesmal lief der Ball überhaupt nicht in den Reihen von Schuch, Greif, Hönisch, Heiß und Co. Fast in jedem Spiel hatte die Hönisch-Elf zunächst einen Rückstand wett zumachen. Die gelang gegen die starken Mammendorfer, die als einziges Team alle Spiel gewannen, nicht. 

Torwart Alexander Oestreich und Manuel Urban wurde als bester Torwart und bester Spieler ausgezeichnet und Mathias Saller (re.) mit neun Toren als treffsicherster Schütze.

Der 5:0-Sieg über den FC Puchheim gab schließlich knapp den Ausschlag für Oberweikertshofen gegenüber Maisach. Beide Mannschaften waren punktgleich. Und nachdem der direkte Vergleich unentschieden endete, gab das um ein Tor bessere Torverhältnis zugunsten der Hönisch-Elf den Ausschlag für den Einzug ins Halbfinale. Mit der besten Leistung während des Turniers bezwang Oberweikertshofen im Halbfinale den bis dahin unbesiegten TSV Gernlinden erst kurz vor Schluss mit 4:3-Toren, und der Weg ins Finale war frei. Über die 1:0-Führung im zweiten Halbfinale konnte sich Olching gerade einmal zehn Sekunden freuen, da hatte Mammendorf bereits zurückgeschlagen. 

Und als Olching nochmals führte, drehte Mammendorf den Spieß endgültig um. Nach der Mammendorfer 3:2-Führung brachte sich Olching um alle Chancen durch eine Zeitstrafe, die Mammendorf zum 4:2-Endstand nutzte. Neidlos erkannte Hönisch schon vor dem Endspiel die Mammendorfer Stärke an. „Die sind heute die besten.“ Zwar konnte der Landesligist den 0:1-Rückstand ausgleichen und, als Mammendorf wegen eines Wechselfehlers mit einem Spieler weniger auf dem Feld stand, gar in Führung gehen, doch die an diesem Tag beste Mannschaft kam zurück und machte aus dem 1:2 einen 4:2-Sieg. 

 Dieter Metzler

Auch interessant

Kommentare