Schlechte Woche für die Upfer-Buam

SC Oberweikertshofen gewinnt gegen SC Unterpaffenhofen mit 3:2

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Gleich zu Beginn des Spiels eine strittige Szene: Oberweikertshofens Peter Herger (blau) wird von Unterpfaffenhofens Nesta Kingi hart bedrängt und kommt zu Fall.

So ganz nach dem Geschmack der Zuschauer verlief das erste Bezirksliga-Derby zwischen dem SC Unterpfaffenhofen und dem SC Oberweikertshofen am Samstagabend erst in den letzten 20 Minuten. Über die 90 Minuten betrachtet gewann die Elf von SCO-Trainer Günter Bayer nicht ganz unverdient mit 3:2 (1:1)-Toren. Enttäuschend allerdings die Kulisse im Unterpfaffenhofener Waldstadion. Nur 70 Zuschauer verfolgten das Duell der beiden einzigen Landkreisvertreter in der Bezirksliga.

Germering - „Unterm Strich ein verdienter Sieg“, resümierte Gäste-Coach Bayer. „Wir haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt. Ich wäre aber auch mit einem Remis zufrieden gewesen. Endlich wurden die Chancen zu den Treffern einmal herausgespielt und entsprangen keinem Zufall.“ Mit der Einwechselung von Anestis Karympov habe er ein glückliches Händchen gehabt, meinte Bayer.

Der Joker gleicht aus und erzielt den Siegtreffer

 Der Joker kam in der 73. Minute und erzielte innerhalb von fünf Minuten in der intensiven Schlussphase erst den 2:2-Ausgleich und dann auch noch den 3:2-Siegtreffer. Während die Bayer-Elf nach zwei Niederlagen endlich in die Erfolgsspur zurückkehrte, kann man bei den Upfer-Buam nach der dritten Pleite innerhalb von acht Tagen getrost von einer „gebrauchten Woche“ sprechen. 2:9 in Penzberg verloren, dann auch noch gegen den Kreisligisten Maisach aus dem Sparkassenpokal geflogen, und jetzt erneut unglücklich verloren. Dabei begann der achte Spieltag für die Elf von SCU-Coach Victor Medeleanu eigentlich recht vielversprechend. Samuel Planic brachte die Gastgeber im Anschluss an einen Eckstoß in Führung. Das 1:0 beflügelte die SCU-Elf, die in dieser Phase dem 2:0 näher war, als der SCO dem Ausgleich. 

Upfer-Buam werden in der eigenen Hälfte eingeschnürt

Doch der fiel dann, als die SCU-Abwehr den Gegner gleich mehrmals einlud. Fabian Friedl vollstreckte letztlich zum 1:1. Derbycharakter erhielt die Begegnung im zweiten Durchgang, indem der SCO gleich zu Beginn zweimal am glänzend haltenden Christian Kornelson scheiterte. Als dann Friedl auf dem Weg zum Tor umgerissen wurde, forderte der SCO-Anhang vehement die Rote Karte für den Übeltäter, der nur Gelb sah. Jetzt schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann der SCO in Führung ging. Doch den nächsten Treffer erzielte der SCU. Wieder war die Abwehr des SCO bei einem Eckstoß nicht im Bilde. Der eingewechselte Christian Weber war zur Stelle und traf zur erneuten Führung. Danach folgte eine Sturm- und Drangzeit des SCO. Die Upfer-Buam wurden in der eigenen Hälfte eingeschnürt und tauchten nur noch gelegentlich in der SCO-Hälfte auf. Dem eingewechselten Anestis Karympov gelang das 2:2. 

Trainer Medeleanu: Trotz Niederlage mit der Leistung zufrieden

Dann flog Korbinian Meßner mit der Ampelkarte vom Platz. Drei Minuten später nutzte Karympov das numerische Übergewicht zum vielumjubelten Siegtreffer für den SCO. „Meiner jungen Mannschaft fehlt in gewissen Situationen noch die Cleverness“, sagte Medeleanu nach der hitzigen Schlussphase. „Trotz der Niederlage bin ich mit der Leistung zufrieden. Wir müssen an unserem Selbstvertrauen arbeiten.“ 

Dieter Metzler

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