SC Olching setzte sich mit einem souveränen 6:1-Finalsieg über den SV Mammendorf durch

SC Olching gewinnt Futsal-Hallenmeisterschaft 

+
Futsal-Hallenmeister 2015 der Spielgruppe Nord ist der SC Olching (hintere Reihe von links): Spielleiter Bernd Reiser, Fußball-Abteilungsleiter Werner Paal, Laurens Kultschytzky, Christian Paula, Florian Obermeier, Martin Held, Peter Held; vorne von links: Walter Probst, Florian Herda, Sascha Polecki, Florian Dieing, Stefan Petersberger.

Fürstenfeldbruck  -   Der SC Olching setzte sich mit einem souveränen 6:1-Finalsieg über den SV Mammendorf beim Nachtturnier der Spielgruppe Nord am 27.Dezember in der Wittelsbacherhalle in Fürstenfeldbruck erstmals die Futsal-Hallenkrone auf. Der Bezirksligist, der das Turnier 2006 und 2010 nach altem Modus gewann, entthronte mit dem Erfolg zugleich den Titelverteidiger alter Prägung aus den vergangenen zwei Jahren.

Beide Mannschaften qualifizierten sich mit der Finalteilnahme automatisch für die am 4. Januar an gleicher Stelle stattfindende Zugspitzmeisterschaft. So rechte Stimmung wollte jedoch unter dem Hallendach am 27. Dezember unter den ca. 200 Zuschauern nicht aufkommen. Denn der von einer regionalen Brauerei von den Werbeplakaten den Zuschauern ins Auge springende Slogan „Ein königlicher Genuss“ war es wahrlich nicht, was die Akteure aufs Parkett zauberten. Nicht ansatzweise erfüllten die Kicker bei der erstmals nach der neuen Hallenfußball-Variante ausgetragenen Meisterschaft die Erwartungen. Statt filigranem Hallenkick, der mit Futsal in die Halle eigentlich einziehen sollte, überwog wieder einmal mehr der Rumpelfußball.

 „Jetzt ist die Veranstaltung sowieso mehr als fragwürdig“, sprach Olchings verletzter Spielertrainer Peter Held vielen Zuschauern aus dem Herzen. „Das hat mit gepflegtem Hallenfußball nichts zu tun.“ Keinen guten Dienst an der Sache leisteten die Unparteiischen, die bei ihren Entscheidungen augenscheinlich den türkischen Kreisstadtverein bevorzugten, was unter den Zuschauern zusätzlich für viel Verdruss sorgte. Selbst Spielleiter Bernd Reiser (Mammendorf) schüttelte wiederholt ungläubig den Kopf. Bei den Spielen des BVTA schwang unterschwellig regelmäßig eine drohende Eskalation mit. „Dennoch geht es nicht an, dass wir die Leidtragenden sind, nur weil die Schiris eine Zuspitzung fürchten“, ärgerte sich Held über die Benachteiligungen nach der 1:2-Auftakt- und einzigen Niederlage gegen eine ständig reklamierende BVTA-Mannschaft. Der Bezirksligist erholte sich jedoch schnell von der Niederlage und zog mit zwei Siegen über Weßling (5:0) und Puchheim (3:0) ins Halbfinale ein. Dort kam es zu einem echten Stadtderby zwischen Olching und Geiselbullach, in dem Olching den eine Klasse tiefer angesiedelten Kreisligisten knapp mit 3:2 bezwang.

Der beste Torschütze (li.), Stefan Petersberger (Olching) und der beste Spieler (re.) Daniel Haumayr (Mammendorf) nahmen Spielleiter Bernd Reiser in ihre Mitte.

 In der zweiten Gruppe hatte der Titelverteidiger aus Mammendorf nach zwei Siegen das zweite Halbfinale sicher. Nach der 1:4-Niederlage gegen Geiselbullach um den Gruppensieg zeigte sich die Elf von Mammendorfs Trainer Tobias Schäffler auch wieder gut erholt und zerstörte mit einem 4:1-Sieg den türkischen Traum vom Finale. Keine Diskussion gab es beim Finalsieg der Olchinger über den SV Mammendorf, zu überlegen trumpfte der Bezirksligist sehr zur Freude des nur coachenden Spielertrainers auf. Während sich die Mammendorfer Anhängerschar an diesem Turnierabend die Note eins verdiente und bis zur Siegerehrung ausharrte, zeigten die Mannschaften des TSV Herrsching und des SC Weßling der Siegerehrung die kalte Schulter. Beide Teams glänzten durch Abwesenheit, und auch die Kreisstadt-Türken traten bei der Siegerehrung nicht mehr an. Nur ein Betreuer vertrat die Mannschaft. Auch Kottgeiserings Keeper Achim Kreitner erfuhr nicht mehr, dass er von den Vereinen zum besten Keeper gewählt wurde, denn auch er hatte es vorgezogen, vorzeitig zu verschwinden. Zum besten Spieler wurde Daniel Haumayr vom SV Mammendorf gewählt und beim besten Torschützen stand das Losglücks dem Olchinger Stefan Petersberger zur Seite. Da gleich mehrere Spieler vier Treffer erzielt hatten, musste gelost werden. 

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Landkreis-Schiris oben auf
Landkreis-Schiris oben auf
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
"Alte Helden" wieder auf dem Eis
Doppelpleite für Landkreis-Teams im zweiten Spiel
Doppelpleite für Landkreis-Teams im zweiten Spiel
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune
Beim Freundschaftturnier in Trefferlaune

Kommentare