Chance auf einen Landesligaplatz nicht nutzen können

Kein Glück für Germerings Volleyballerinnen

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Hinter den eigenen Erwartungen in der Relegation zurück geblieben ! Vlnr.: Ramona Sirtl (8), Kerstin Lincke (2), Charlotte Binder, Mirjam Schafroth (13), Steffi Fröstl (12), Vicky Pregler.

Germering - Um 13:34 Uhr war für die Damen des SV Germering die Chance auf den Gewinn der Relegation zur Volleyball Landesliga schon so gut wie zerronnen. Mit einem ernüchternden 10:25 im vierten Satz gegen den Vizemeister der Schwabenliga FC Kleinaitingen hatten wohl weder Spielerinnen noch Ihr Trainer gerechnet, nachdem die vorangegangenen Sätze mit 23:25, 21:25 und 25:23 doch allesamt relativ knapp und umkämpft blieben, obwohl der SVG doch weit hinter seiner bisherigen Saisonleistung, sowohl in der Annahme wie auch im Aufschlag blieb.

Der sonst so gewohnt stabile Annahmeriegel mit Libero Mirjam Schafroth, Steffi Fröstl und Kerstin Lincke geriet ordentlich ins Wanken, obwohl man sich der Saison über schon mit wuchtigeren Aufschläge konfrontiert sah. Vielleicht war die Ursache im Kopf der Germeringer Damen zu suchen, und man hat sich selbst zu viel Druck auferlegt und die eigene Erwartungshaltung zu hoch angesetzt, obwohl man sich im Vorfeld im Team einig, war die Saison mit Spielfreude abzuschließen zu wollen, egal was unterm Strich dabei für die SVG-Damen herausspringen würde.

Kleinaitingen verstand es mit Spielwitz immer wieder wichtige Punkte und Akzente zu setzen, dennoch hielt Germering in den ersten beiden Sätzen einigermaßen gut mit und der dritte Satz schürte die Hoffnung, dass man trotz des 0:2 Satzrückstandes das Spiel offenhalten könne. Germerings Annahme stabilisierte sich zusehends und der SVG belohnte sich mit dem ersten Satzgewinn des Tages. 

Die Hoffnung zerschlug sich bereits in der Anfangsphase des vierten Satzes, als Germerings Coach bereits seine beiden Auszeiten bei 2:7 und 4:12 aufgebraucht hatte und in Germerings Reihen wieder die Angst mitspielte einen Fehler zu machen, anstatt die eigenen Tugenden abzurufen, während Kleinaitingen immer freier und frecher aufspielte und sich mit seiner gezeigten Leistung und dem 3:1 Sieg verdient die Tür zur Landesliga offen hielt. Für Germering bedeutete dieser Spielverlust, dass man sogleich das Anschlussspiel ohne große Pause gegen den Landesligisten FC Penzing zu absolvieren hatte.

Zwar erwischte Germering auch hier einen holprigen Start und der anfängliche 2:7 Rückstand ließ nichts Gutes erahnen, doch der SVG arbeitet sich schnell wieder an Penzing zum 9:9 heran. Fortan sollte es ausgeglichener zur Sache gehen und Germering tat sich wesentlich leichter als noch im Spiel zuvor gegen den FCK. Beide Teams trennte immer nur ein Punkt, dennoch schafften die Gastgeber es in der Schlussphase nicht mehr an Penzing vorbeizuziehen. Beide Coaches nahmen ihre letzte Auszeit beim 22:23 beziehungsweise beim 23:24, ehe Penzing mit 23:25 den Schlusspunkt setzen konnte. Im Folgesatz wieder ein ähnliches Bild. Startschwierigkeiten bei Germerings Damen, lange Ballwechsel - nach einer Stunde Spielzeit hatte man gerade erst einmal zwei Sätze absolviert - und mit 22:25 das bessere Ende für den FCP. Wieso Germering sich zu Satzbeginn an diesem Tag immer etwas schwer tat, bleibt wohl ein Geheimnis, aber den 2:6 Rückstand egalisierte man bis zur Satzmitte und diesmal war es die Germeringer, die in der Schlussphase die Nerven behielten und sich mehr Vorteile erspielen konnten.

Mit 25:20 schaffte es der SVG Andrea Härle im Zuspiel auch dieses Spiel nochmal offen zu halten und es schien als hätte man einen Weg gefunden den Gegner in den Griff zu bekommen. Bei 7:2 und 12:5 musste diesmal Penzings Trainer früh seine beiden Auszeiten opfern. Doch mit einer kleinen Aufschlagsserie brachte sich Penzing wieder näher heran. Unkonzentriertheit im Abschluss seines Angriffaufbaus kostete Germering den herausgespielten Vorsprung und war in der Endphase nicht mehr in der Lage dagegen zu halten. Ein etwas bitterer 23:25 Entstand besiegelte Germerings zweite Niederlage des Tages und das Aus um das Aufstiegsrennen. 

Gespannt durfte man auf die Begegnung zwischen dem FC Kleinaitingen und Penzing blicken. Die Bezirksligisten aus Schwaben holten sich, wenn auch knapp die ersten beide Sätze mit jeweils 25:23, schafften es aber im dritten Satz nicht den Sack zu zumachen. Mit 25:17 ging dieser Durchgang an den FCP. Beim FCK schienen langsam die Kräfte zu schwinden, zu viele Angriffe blieben im Netz hängen.

Im vierten Satz sahen sich die Kleinaitinger einem zusätzlichen Handicap in Form einer tiefstehenden Sonne gegenüber, die die Chancen der Annahme- und Abwehrspieler auf der Spielfeldseite Kleinaitingens doch erheblich einschränkten. Ob die defekten Sonnenrollos letztendlich spielentscheidend waren bleibt offen, doch mit einem deutlichen Satzverlust von 12:25 war die Zwei-Satz-Führung endgültig verspielt und der Tiebreak sollte über den sicheren Einzug in die Landesliga entscheiden. 

Komplett von der Rolle schien der FC Kleinaitingen nach dem vierten Satz zu sein. Mit deutlichen Vorsprung ging es für Penzing zum letzten Seitenwechsel und nach einer 11:4 Führung sollten auch die letzten Punkte nur noch Formsache sein - auch wenn man bei Penzing sicherlich noch den letzten Tiebreak im Ligabetrieb gegen den FTM Schwabing im Kopf hatte, als man eine 9:3 Führung noch verspielte. Diesmal ließ Penzing nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit einem 15:5 erneut einen Landesligaplatz für die kommende Saison.

Jürgen Malter

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