Die Mountainbiker des SC Gröbenzell bezwangen die berüchtigte Craft Bike Transalp Challenge nach Riva zum Lago di Garda. 

Über die Alpen zum Gardasee

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Gruppenfoto: Christian Konrad, Oliver Skorna, Fabian Konrad, Wolfgang Dietz, Florian Bemmann, Markus Nottbohn und Theresia Diet (v.l.) 
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Skorna auf dem Weg zum Madritzjoch
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Nottbohm, Skorna, Konrad (Fabian)
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das kaputte Rad nach dem Sturz von Skorna

Gröbenzell - Als Sommerurlaub mit integriertem Saisonhöhepunkt machte sich auch dieses Jahr ein paar waghalsige unter den Mountainbikern des 1. SC Gröbenzell auf den Weg zum Lago di Garda. Um dieser Transalp eine besondere Note in Pinkto Anstrengung zu geben, tüftelte der Trainer/Tourguide Oliver Skorner eine Strecke aus, deren Zahlen der berüchtigten Craft Bike Transalp Challenge ebenbürtig sind.

Gut 710 km und 18000 hm waren auf der längsten Variante bis Riva zu überwinden. Um auch den Teilnehmern mit einem etwas „gemütlicheren“ Ansatz die Beteiligung zu ermöglichen, gab es noch eine Alternativstrecke mit knapp 400 km und 8500 hm. Da die Etappenziele entlang der Via Claudia verliefen, stand diese außerdem als weitere Abkürzungsmöglichkeit bereit.

Die Gruppe der Langstreckenfahrer bestand aus Oliver Skorna, Fabian Konrad und Markus Nottbohm. Die Mittelstrecke wurde von Theresia und Wolfgang Dietz bestritten. Christian Konrad und Florian Bemmann fuhren je nach Etappe mal bei der einen und mal der anderen Strecke mit.

Eines der landschaftlichen Highlights war die Uina Schlucht in der Schweiz, welche auf Grund ihrer steilen Abhänge „selbstverständlich“ nur schiebend zu passieren war. Um sich nach drei Tagen etwas erholen zu können wurde am vierten Tag im zuvor erreichten Schlanders ein Ruhetag eingeplant. Der Großteil der Gruppe verzichtete allerdings auf eine Pause, und machte sich trotzdem auf zu einer Tour. Selbstlos nahm Skorna hier den ersten – und zum Glück einzigen – Zwischenfall auf sich. Nicht ganz auf der Ideallinie in einem nicht ganz anspruchslosen Trail versuchte Skorna mit aller Kraft einen Sturz den Abhang hinab abzuwenden. Vergebens, das Vorderrad knickte unter der enormen Belastung weg, Oli stürzte in die Tiefe. Die Tour wurde für einen kleinen Zwischenstopp im Krankenhaus abgebrochen. Zum Glück kam er mit einer Fleischwunde glimpflich davon – ein guter Helm und der Rückenprotektor im EVOC Rucksack verhinderten Schlimmeres. Dem Rad erging es nicht so „gut“. Das Vorderrad war gebrochen und musste ersetzt werden.

Am nächsten Tag stand die elf Stunden lange Königsetappe der Langstrecke über das Madritschjoch (mit Schnee) an, die auch Skorna trotz genähtem Bein anging und meisterte!

Nach acht Tagen war schließlich der Zielort Riva erreicht. Die Erschöpfung war den Teilnehmern teils ein bisschen, und teils weniger stark anzumerken, und die Freude angekommen zu sein groß. Über das Wetter konnten sich die Fahrer insgesamt nicht beschweren – wobei es auch hätte besser ausfallen können, ganz ohne ein paar Tropfen Regen kamen sie selten ans Ziel.

Arik Selle

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