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Gröbenzeller Fechter erfolgreich bei der Bayerischen Meisterschaft

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Bei der Bayerischen Meisterschaft brachte der Fecht-Club Gröbenzell Bronze, Silber und Gold nach Hause.
Bei der Bayerischen Meisterschaft brachte der Fecht-Club Gröbenzell Bronze, Silber und Gold nach Hause. © Privat

Gröbenzell – Ende gut, alles gut für den Fecht-Club Gröbenzell. Zwei Tage lang mussten die Gröbenzeller zittern, ehe der Medaillensatz komplett war. 

Es ist einer der größten Erfolge in der 42 Jahre langen Vereinsgeschichte. Ausrichter der diesjährigen Landesmeisterschaft war der Nachwuchsleistungsstützpunkt in Augsburg, wo die Wettkämpfe vom 12. bis 13. Februar ausgetragen wurden.

Nach einem nervenaufreibenden Herzschlagfinale gewinnt die 19-jährige Josefine Wallner die Bayerische Meisterschaft im Damendegen. Die Grundlage für den Sieg legte eine sehr gute Vorrunde mit fünf Siegen und nur einer Niederlage, die sie in der Setzliste auf Platz Drei platzierte und ihr ein Freilos für die erste KO-Runde bescherte.

Im Achtelfinale schlug sie die zehnfache bayerische Meisterin Amelie Löflath mit 15:11. Nach zwischenzeitlichem Drei-Punkte-Rückstand im Viertelfinale gegen die Regensburgerin Annika Bohne dreht Wallner das Gefecht im zweiten Drittel der Kampfzeit und gewinnt mit 14:11 nach Zeitablauf.

Doch der wahre Krimi sollte erst noch beginnen. Ein Kopf an Kopfrennen lieferte sie sich mit der Ingolstädterin Anna Lea Engel, das Wallner knapp mit 15:14 für sich entscheiden konnte.

Im Finale trat sie gegen Sarah Brumann aus Augsburg an, dass Wallner mit 15:14 für sich entschied und somit den Meisterschaftstitel nach Gröbenzell holte.

 Auf Gold folgt Silber

Eine überragende sportliche Leistung lieferte auch Tamino Peters ab, der sich ebenfalls bis ins Finale vorarbeiten konnte. Nach fehlerfreier Vorrunde, auf Platz Zwei gesetzt, konnte er sich souverän mit 15:4, 15:14, 15:8 und 15:9 bis ins letzte Gefecht vorkämpfen.

Im Finale wartete Sebastian van Gilst, der es auch ebenfalls fehlerfrei ins Finale schaffte. Das Finalgefecht selbst war geprägt von sportlich und technisch anspruchsvollen Fechten. Peters hatte anfangs deutliche Probleme mitzuhalten und vergab Chance um Chance bis zu einem Rückstand von 2:6. Nach zwischenzeitlichen 5:8 konnte Peters sogar auf 9:10 verkürzen. Den Sieg konnte er dem Niederländer jedoch nicht mehr streitig machen. Das Gefecht endete mit 11:15.

Bronze macht den Medaillensatz komplett

Am zweiten Wettkampftag vervollständigte Albert Hartwig den Medaillensatz mit seiner Bronzemedaille im Herrendegen U17. Bereits nach der Vorrunde – ohne Niederlage – ging er von Rang Drei aus in die KO-Runde. Bis zum Viertelfinale konnte Hartwig die KO-Gefechte deutlich für sich entscheiden. Dann begann die Zitterpartie.

Zwar hatte Hartwig den Viertelfinalgegner Nepomuk Reinecke in der Vorrunde mit 5:1 besiegt. Im KO-Gefecht sah es anfangs zunächst für Hartwig nicht gut aus, dennoch konnte er das Duell schlussendlich mit 13:12 für sich entscheiden. Reinecke musste nun seine Taktik ändern, um den Rückstand auszugleichen. Dies gelang ihm aber nicht, sodass Hartwig mit einem 15:12 Sieg ins Halbfinale einzog. Hier traf er auf seinen Johannes von Jonquiéres aus Ettal.

Minutenlanges Belauern brachte beiden drei Straftreffer wegen unzulässiger Passivität ein. 20 Sekunden vor Ablauf der nächsten Strafe – schwarze Karte und Ausscheiden aus dem Turnier – kam doch noch Schwung in die Partie. Beim Stand von 8:8 unterliefen Hartwig zwei Fehler im Angriff, sodass Jonquiéres sich noch mehr in die Defensive verlagern konnte und geschickt konterte. Endstand 11:14.

red

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