Kein Sieg und doch irgendwie gewonnen

"Gröbis" trennen sich unentschieden nach Auswärtsspiel in Möglingen

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Die Gröbis (weiß) hatten mit einer starken Möglinger Abwehr zu kämpfen.

Der HCD hält nach dem 31:31 (15:14) in Möglingen den Abstand zu den Abstiegsplätzen. Erneut wäre mehr drin gewesen, doch am Ende ist es ein Punktgewinn.

Gröbenzell - Gelöst war die Stimmung beim HCD auf der Heimfahrt. Das so wichtige Duell im Abstiegskampf gegen Möglingen wurde im Vorfeld hinter vorgehaltener Hand fast als Vorentscheidung, zumindest aber als ein wichtiger Schritt gedeutet. Auch wenn nach der Punkteteilung nun also noch gar nichts entschieden ist, war Jana Epple & Co klar, dass nach diesem Verlauf der Punkt einem Sieg gleichkommt. Bis zur 58. Minute lag der HCD nämlich kein einziges Mal in Führung. Auch der Beginn war alles andere als nach dem Geschmack von Chefcoach Hendrik Pleines. Bereits nach vier Minuten lagen die Gastgeber 4:1 vorne, Möglingen hatte keine Probleme in der Offensive, der HCD dagegen umso mehr. Vor allem über den linken Rückraum sowie Kreisanspiele konnten die Gastgeberinnen die HCD-Abwehr zu einfach überwinden. Angeführt von Tine Königsmann und Verena Obermeier kämpfte der sich der HCD jedoch zurück, war zum Ende der Halbzeit dann sogar wieder nahe dran am Unentschieden (15:14). 

Dem Wiederanpfiff folgte eine gefühlte Ewigkeit, tatsächlich aber nur eine 80-sekündige Phase des Grauens, in denen der HCD drei Tore kassierte. Der Matchplan von Pleines aus der Pause war im Grunde schon dahin, doch Möglingen konnte sich glücklicherweise nicht weiter absetzen. Stattdessen war es eine Mischung aus Mut zur Verzweiflung und Kampfgeist, die den HCD dazu brachte, das Spiel nicht völlig aus der Hand zu geben. Neben Lena Klingler überzeugte in dieser Phase vor allem Spielführerin Sina Fischer, die sich viele Bälle nahm und auch verwandelte. Den Gastgebern machte diese Moral zu schaffen, zumal die HCD-Abwehr jetzt wieder giftig und entschlossen agierte. Just in dieser Phase parierte Theresa Bauer auch noch zwei Siebenmeter sowie einen Abpraller. Nach fast 58 Minuten dann stellte Verena Obermeier erstmals die Führung für den HCD her. Die Führung ins Ziel zu retten, wäre des Guten wohl zu viel gewesen, am Ende stand ein 31:31 auf der Anzeigetafel. Während zunächst mit den Tussis in drei Wochen ein echter Brocken wartet, liegt der Fokus für die restliche Saison vielmehr auf den direkten Abstiegsduellen wie etwa gegen Kappelwindeck und Pforzheim. 

red

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